Antiphosphat 600mg Filmtabletten (100 Stück)
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Pflichtangaben: Antiphosphat 600mg Filmtabletten
Indikation
- Arzneimittel zur Bindung von Phosphat im Darm.
- Das Arzneimittel wird angewendet zur
- Verminderung der Phosphatresorption bei niereninsuffizienten Patienten mit erhöhten Phosphatblutspiegeln und sekundärem Hyperparathyreoidismus (zur Verminderung der Aufnahme von Phosphat aus dem Darm bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, bei denen das Phosphat nicht ausreichend ausgeschieden wird, sodass der Phosphatblutspiegel ansteigt)
- Metaphylaxe von Phosphatsteinleiden bei gefährdeten Patienten.
Kontraindikation
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Aluminiumhydroxid-Gel oder einen der sonstigen Bestandteile sind
- bei erniedrigtem Phosphatblutspiegel (Hypophosphatämie)
- bei manifester Aluminiumvergiftung (Aluminiumintoxikation
- wie z. B. bei Dialyse-Enzephalopathie, Dialyse-Osteomalazie)
- bei Stuhlverstopfung (Obstipation)
- bei bekannten Dickdarmverengungen (Dickdarmstenosen)
- bei Säuglingen.
Dosierung
- Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
- Die Dosierung erfolgt in Abhängigkeit von der Höhe des Phosphatblutspiegels. Entscheidend für die Festlegung der Einzel- und Tagesgaben sind auch Anzahl und Phosphatgehalt der einzelnen Mahlzeiten.
- Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
- Zur Verminderung der Aufnahme von Phosphat im Darm bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wird das Präparat in Abhängigkeit vom Phosphatblutspiegel wie folgt angewendet:
- Bei phosphatarmer Ernährung werden 3- bis 4-mal täglich 1 - 5 Filmtabletten (entsprechend 0,6 - 3 g Aluminiumhydroxid) evtl. mit etwas Flüssigkeit 10 - 20 Minuten vor den Mahlzeiten unzerkaut eingenommen.
- Bei Nichteinhaltung einer phosphatarmen Ernährung kann diese Arzneimenge auch heraufgesetzt werden.
- Die Behandlung eines erhöhten Phosphatblutspiegels (Hyperphosphatämie) chronisch Nierenkranken ist bei guter Verträglichkeit zeitlich nicht begrenzt.
- Zur Verminderung der Aufnahme von Phosphat im Darm bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wird das Präparat in Abhängigkeit vom Phosphatblutspiegel wie folgt angewendet:
- Dauer der Anwendung
- Die Dauer der Behandlung wird von Ihrem behandelnden Arzt bestimmt.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
- Wenn Sie eine größere Menge des Arzneimittels eingenommen haben, als Sie sollten
- ist in jedem Fall unverzüglich ein Arzt (z. B. Vergiftungsnotruf) um Rat zu fragen, der den Schweregrad der Überdosierung beurteilt und die erforderlichen Maßnahmen festlegt.
- Es kann zu Stuhlverstopfungen kommen, wobei u. U. die Anwendung von Abführmitteln erforderlich sein kann. Sprechen Sie hierüber bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.
- Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels vergessen haben
- Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern fahren Sie wie im Dosierungsschema vorgesehen fort.
- Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels abbrechen
- Sollten Sie die Behandlung unterbrechen wollen, besprechen Sie dies vorher mit Ihrem Arzt. Beenden Sie nicht eigenmächtig ohne ärztliche Beratung die Behandlung. Sie können damit den Therapieerfolg gefährden.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Patientenhinweise
- Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich
- wenn Sie das Arzneimittel langfristig anwenden. Es sind regelmäßige Kontrollen der Aluminiumblutspiegel erforderlich. Dabei sollten 40 µg/l nicht überschritten werden.
- wenn Sie an einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden. Dann sollten auch bei kurzfristigem Gebrauch die Aluminiumblutspiegel bestimmt werden. Darüber hinaus sind bei diesen Patienten in regelmäßigen Abständen (etwa alle halbe Jahre) nervenärztliche Untersuchungen (einschließlich Messung der Hirnströme) sowie eventuell Untersuchungen des Knochens sinnvoll, um möglichst frühzeitig eine Aluminiumvergiftung zu erkennen.
- Aluminiumhydroxid sollte bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatininclearance kleiner als 30 ml/min) nur zur Verminderung der Phosphatresorption gegeben werden.
- Kinder
- Zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen sind keine speziellen Angaben erforderlich.
- Ältere Menschen
- Zur Anwendung bei älteren Menschen sind keine speziellen Angaben erforderlich.
Schwangerschaft
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Schwangerschaft
- Das Arzneimittel darf nicht in der Schwangerschaft eingenommen werden, da hierzu keine Erfahrungen beim Mengebrauchsinformation schen vorliegen und Tierversuche mit Aluminiumverbindungen schädliche Auswirkungen auf die Nachkommen zeigten.
- Stillzeit
- In der Stillzeit soll das Arzneimittel nicht eingenommen werden, da es in die Muttermilch übergeht.
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