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Limptar N

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Wissenswertes zu Limptar N

Limptar N wird zur Vorbeugung und Behandlung nächtlicher Wadenkrämpfe bei Erwachsenen eingesetzt. Wirkstoff ist Chininsulfat. Limptar N ist bei Wadenkrämpfen dann angezeigt, wenn sie sehr häufig oder besonders schmerzhaft sind, andere Maßnahmen nicht ausreichend helfen und therapierbare Ursachen der Krämpfe ausgeschlossen worden sind.

In Studien wurde die Reduktion der Anzahl und Stärke der Muskelkrämpfe bei Einnahme von Chinin dokumentiert. Dem steht das Risiko starker Nebenwirkungen gegenüber. Die Nutzen-Risiko-Abwägung wurde dem Arzt unterstellt, als 2015 Limptar N verschreibungspflichtig wurde.

Was ist ein Wadenkrampf?

Wenn sich einzelne Muskeln oder ganze Muskelgruppen im Unterschenkel unwillkürlich, d.h. ohne Einsatz von Willenskraft, kontrahieren, ohne sich gleich wieder zu entspannen, hat man einen Wadenkrampf. Die Muskeln bleiben Sekunden bis wenige Minuten verkürzt. Neben den Wadenmuskeln können Fußgewölbe und Zehen am Krampf beteiligt sein und sich ebenfalls verhärten. Wadenkrämpfe sind äußerst schmerzhaft und können den Betroffenen nachts aus dem Schlaf wecken.

Was sind die Ursachen für Wadenkrämpfe?

Häufigste Auslöser sind Störungen des Elektrolyt- und Wasserhaushalts, z.B. Dehydrierung durch starkes Schwitzen, mangelnde Flüssigkeitszufuhr, Erbrechen, Durchfall, Diabetes, Entwässerungsmedikamente oder entzündliche Darmerkrankungen. Mineralstoffarme Ernährung, Diäten, Alkoholismus, Schwangerschaft, Darm- und Nierenerkrankungen führen zu einem Mangel an Magnesium, dem wichtigsten Krampflöser, und von Kalzium, das ebenso an der Muskelkontraktion beteiligt ist.
Seltener sind eine Schilddrüsenunterfunktion, Erkrankungen der Nebenschilddrüse, Nebennieren, Nieren und Muskeln oder ein Diabetes mit Nervenschädigungen die Ursache. Myasthenien, d.h. neurologische Erkrankungen mit Muskelschwäche, andere Krankheiten des Nervensystems und Krampfadern können ebenfalls Wadenkrämpfe auslösen. Unter den Medikamenten sind es z.B. Blutdrucksenker wie ACE-Hemmer und Beta-Blocker, die Pille, Cholesterinsenker mit Fenofibrat, Chemotherapeutika, Asthmaspray (Salbutamol) sowie Insulin, die zu Wadenkrämpfen führen können.

Wie wirkt Chinin in Limptar N gegen Wadenkrämpfe?

Chinin wird aus der Chinarinde gewonnen. Es ist bekannt als fiebersenkender Wirkstoff gegen Malaria. Weniger bekannt sind seine krampflösenden Eigenschaften, die in Limptar N zur Prophylaxe und Therapie nächtlicher Wadenkrämpfe erfolgreich genutzt werden. Chinin setzt die Erregbarkeit an der motorischen Endplatte herab. Das ist der Bereich, in dem der Impuls zur Kontraktion von der Nervenzelle auf den Muskel übertragen wird. Der Muskel zieht sich nicht mehr so stark zusammen. Der Krampf lässt nach. Indem Chinin zur Entspannung des verhärteten Muskels beiträgt, lindert es den Schmerz.

Wann sollte man bei Wadenkrämpfen einen Arzt aufsuchen?

Treten Wadenkrämpfe häufig auf und stören sie den Tagesablauf oder die Nachtruhe, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Bei zusätzlichen Symptomen wie Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder gar Lähmungen geht es sofort zum Arzt! Bei Wadenkrämpfen, die sehr schmerzhaft sind, lange anhalten und auch durch Dehnen und Massage nicht von selbst weggehen, sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden.

Wie wird Limptar N dosiert und angewendet?

Falls nicht anders verordnet, beträgt die Tagesdosis 1 Tablette, die maximale Tagesdosis 2 Tabletten. Wird nur 1 Tablette eingenommen, dann vor dem Schlafengehen unzerkaut und mit reichlich Flüssigkeit. Bei der Anwendung von 2 Tabletten wird die Einnahme jeweils nach dem Abendessen und vor dem Zubettgehen empfohlen. Es kann bis zu 4 Wochen dauern, bis sich die Wirkung auf die Anzahl und Intensität der Krämpfe einstellt. Falls bis dahin kein Effekt zu erkennen ist, sollte Limptar N in Absprache mit dem Arzt abgesetzt werden. Ansonsten sollte die Therapie alle 3 Monate unterbrochen werden, um die Notwendigkeit einer weiteren Behandlung zu prüfen.

Kontraindikationen: Wann darf Limptar N nicht angewendet werden?

Gegenanzeigen sind eine Überempfindlichkeit gegen Chinin oder einen anderen Bestandteil, Hörstörungen wie Tinnitus, eine Schädigung des Sehnervs sowie ein Mangel an dem Enzym Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase. Auch bei Herzrhythmusstörungen, verlangsamtem Herzschlag, Herzschwäche, schweren Leber- oder Nierenerkrankungen, Gastritis, peptischem Geschwür sowie bei Myasthenia gravis (Muskelschwäche) ist Limptar N kontraindiziert. Bei Kindern unter 18 Jahren darf Limptar N nicht angewendet werden. Chinin ist fruchtschädigend und geht in die Muttermilch über. Deshalb darf Limptar N nicht von Schwangeren und Stillenden eingenommen werden. Bei Störungen des Elektrolythaushalts, vor allem bei Kaliummangel, werden ärztliche Kontrollen empfohlen. Treten Fieber, Hautrötungen, Seh- oder Hörstörungen, flohstichartige Haut- oder andere Blutungen während der Behandlung auf, ist die Anwendung sofort abzubrechen und ein Arzt aufzusuchen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Sehr selten sind Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, Leberfunktionsstörungen, Störungen der Erregungsleitung im Herz, Blutbildveränderungen, Blutdruckabfall und Blutgerinnungsstörungen möglich. Sehr selten wurden auch allergische Reaktionen mit Hautrötung und -ausschlag, Juckreiz, Fieber, Ohrgeräuschen und Sehstörungen sowie Atemwegskrämpfe und Hautreaktionen beobachtet. Vereinzelt wurde von Hämoglobinurie (Blut im Urin), Asthma und fleckenförmigen Einblutungen in der Haut berichtet, die Folge der Verminderung der gerinnungsfördernden Blutplättchen (Thrombopenie) sind.

Welche Wechselwirkungen müssen beachtet werden?

Bei gleichzeitiger Einnahme von säurebindenden Mitteln, z.B. Antazida mit Aluminium- oder Magnesiumverbindungen, kann Chinin langsamer ausgeschieden und das Risiko für seine Nebenwirkungen erhöht werden. Die Wirkung von Digitalis bei Herzschwäche, von blutverdünnenden Wirkstoffen wie Warfarin und Phenprocoumon und von Muskelrelaxanzien kann durch Limptar N verstärkt werden. Die Anwendung von Limptar N mit Entwässerungsmitteln oder Abführmitteln kann Herzrhythmusstörungen hervorrufen, da durch den Wasserverlust der Elektrolythaushalt im Blut verändert ist.
Lemptar N soll nicht mit Medikamenten gegen Herzrhythmusstörungen (Flecainid, Sotalo, Amiodaron), Depressionen (Amitriptylin, Maprotilin), Psychosen (bestimmte Neuroleptika), bakterielle Infektionen (Erythromyzin, Moxifloxazin) und Allergien (Ebastin, Terfenadin) angewendet werden. Sonst wird die Gefahr lebensgefährlicher Herzrhythmusstörungen verstärkt. Auf chininhaltige Getränke wie Bitter Lemon und Tonic Water sollte während der Anwendung von Limptar N verzichtet werden, um nicht das Risiko für die Nebenwirkungen zu erhöhen.