Produktinformationen zu Prostagutt forte 160/120mg Kapseln
Allgemeine Informationen zu dem Produkt
Prostagutt forte 160/120 mg ist ein pflanzliches Medikament zur Behandlung einer gutartig vergrößerten Prostata. Es lindert häufigen Harndrang und Beschwerden beim Wasserlassen (Miktion). Eine Prostagutt forte 160/120 mg Kapsel enthält 160 mg Sägepalmenfrucht-Dicksaft und 120 mg Brennnesselwurzel-Extrakt – zwei bewährte Heilpflanzen gegen Probleme mit der Prostata. Jeder dritte Mann über 50 muss mit der gutartigen Vergrößerung der Vorsteherdrüse, der benignen Prostatahyperplasie (BPH), rechnen. Sie verengt die Harnröhre, was zu verzögertem Harnlassen mit Nachtröpfeln führt. Sie drückt auf die Blase und reizt sie zu vermehrtem, auch nächtlichem Harndrang. Diese Beschwerden können durch eine frühzeitige und dauerhafte Behandlung mit dem gut verträglichen Prostagutt forte 160/120 mg deutlich verringert werden.
Wie kommt es zu einer gutartigen Vergrößerung der Prostata?
Die Ursachen sind immer noch nicht vollständig geklärt. Man geht von einer erblich bedingten Veranlagung und den hormonellen Änderungen ab dem 50. Lebensjahr aus. Zudem wurde eine abakterielle Entzündung des Gewebes entdeckt, d.h. eine Infektion, die nicht auf Bakterien zurückgeht, die man für die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse mit verantwortlich macht.
Welche Beschwerden verursacht eine vergrößerte Prostata beim Wasserlassen?
Die vergrößerte Prostata engt die Harnröhre ein und erschwert so das Wasserlassen. Es dauert länger als normal, bis Harn abgeht, und die Entleerung zieht sich hin. Der Harnstrahl ist schwach und wird unterbrochen. Das Wasserlassen kann schmerzhaft sein und nach der Entleerung tröpfelt etwas Harn nach. Der Patient hat das Empfinden, dass die Blase nicht ganz leer ist. Es ist auch tatsächlich so, dass ein Rest Harn in der Blase verbleibt.
Welche Auswirkungen hat die gutartig vergrößerte Prostata auf die Blase?
Die Blase befindet sich direkt über der Prostata. Nimmt sie an Größe zu, drückt sie von unten auf die Blase und reizt sie kontinuierlich. Die Blase reagiert mit häufigem Harndrang, obwohl sie noch gar nicht voll ist. Das ist Stress am Tag, da immer eine Toilette in der Nähe sein muss. Und es ist besonders belastend in der Nacht, die immer häufiger durch Toilettengänge unterbrochen wird. Das schlägt auf die Stimmung und mindert das Leistungsvermögen. Wenn die Prostata stark vergrößert ist, tritt ein imperativer Harndrang auf: Der Patient muss sofort eine Toilette aufsuchen. Daneben kann es zu einer Drang-Inkontinenz kommen, d.h. zu unwillkürlichem Harnabgang.
Wie wirkt Prostagutt forte 160/120 mg gegen die Beschwerden einer gutartig vergrößerten Prostata?
Die Früchte der Sägepalme (Sabal) enthalten Phytosterole, Sitosterol, Fettsäuren, Linolensäuren, Flavonoide und Polysaccharide. Sie wirken entzündungshemmend, abschwellend und krampflösend. Sie üben positive Effekte auf die hormonelle Situation aus, die an der Vergrößerung der Prostata beteiligt ist.
Die Wirkstoffe der Brennnesselwurzel sind Sitosterin, Phytosterole, Cumarin, Lignane und Polysaccharide. Auch sie haben krampflösende, entzündungshemmende Eigenschaften und regen die Abwehrkräfte an. Die Brennnesselwurzel erhöht den Harnfluss und sein Volumen. Sie reduziert die Anzahl des Harndrangs in der Nacht um etwa die Hälfte und verringert den Restharn. Brennnesselwurzel hemmt zudem das Enzym, das an der Hormonveränderung ab 50 beteiligt sein soll. Sägepalme und Brennnesselwurzel potenzieren sich in ihrer Wirkung. Sie sind von der Kommission E, bei Miktionsbeschwerden aufgrund einer vergrößerten Prostata anerkannt.
Wie wird Prostagutt forte 160/120 mg dosiert und angewendet?
Falls nicht anders vom Arzt verordnet, sollten 2-mal täglich 1 Weichkapsel mit etwas Flüssigkeit unzerkaut morgens und abends eingenommen werden. Die Dauer der Anwendung ist unbegrenzt.
Kontraindikationen: Wann darf Prostagutt forte 160/120 mg nicht angewendet werden?
Bei einer Allergie gegen Sägepalme, Brennnesseln, Soja, Erdnüsse oder einen anderen Bestandteil darf Prostagutt forte 160/120 mg nicht angewendet werden.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Gelegentlich sind leichte Magen-Darm-Beschwerden beobachtet worden. Selten kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen wie Juckreiz, Nesselsucht und Hautausschlägen kommen. Sehr selten kann Sojabohnenöl allergische Reaktionen bewirken.
Welche Wechselwirkungen müssen beachtet werden?
Wechselwirkungen sind bisher nicht bekannt.
Bühring, U.: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde, Haug Verlag, 4. Auflage, 2014