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Unter der Kategorie „Verhütung“ steht eine große Auswahl an Mitteln zur Empfängnisverhütung zur Verfügung. Grob unterscheidet man zwischen hormonellen und nicht-hormonellen, chemischen, Langzeit- und natürlichen Methoden sowie sogenannten Barrieremethoden.

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Die bekanntesten Mittel zur Empfängnisverhütung, die rezeptfrei oder nach ärztlicher Verordnung in der Apotheke erhältlich sind, sind im Folgenden einzeln aufgeführt.

Kondome

Das bisher einzige Verhütungsmittel, das allein vom Mann angewendet wird, kann bei sachgerechter Anwendung nicht nur eine unerwünschte Schwangerschaft verhindern, sondern auch vor vielen sexuell übertragbaren Krankheiten wie z.B. AIDS wirksam schützen. Ein Kondom besteht aus hauchdünnem Gummi; für entsprechend empfindliche oder allergische Personen gibt es inzwischen auch latexfreie Kondome. Es wird beim Geschlechtsverkehr vor dem Eindringen über den erigierten Penis gezogen. So wird der Samenerguss aufgefangen und gelangt nicht in die Scheide.

Der Vorteil dieser Verhütungsmethode liegt vor allem darin, dass Kondome einfach anzuwenden, relativ kostengünstig und so gut wie überall erhältlich sind. Zudem sind Kondome nach wie vor der einzige tatsächlich wirksame Schutz gegen sexuell übertragbare Krankheiten. Als nachteilig empfinden viele Benutzer (auch Frauen), dass ein Kondom die Empfindungsfähigkeit beim Liebesspiel mindern kann.

Eine hohe Verhütungssicherheit ist dann gegeben, wenn das Kondom richtig angewendet wird, von einwandfreier Qualität ist und vor der Benutzung nicht zu lange gelagert wurde.

Diaphragma

Das Diaphragma (auch Pessar genannt) gehört zu den sogenannten Barrieremethoden der Verhütung. Es ist eine heutzutage nicht mehr sehr verbreitete, jedoch (bei richtiger Anwendung) sehr sichere Methode zur Verhinderung einer Schwangerschaft. Ein Diaphragma wird vor dem Geschlechtsverkehr in die Vagina eingeführt und vor den Gebärmuttermund platziert. Zunächst muss es vom Frauenarzt oder einer Fachkraft in frauenmedizinischen Zentren oder Beratungsstellen genau angepasst werden (es gibt verschiedene Größen und Ausführungen), denn die Zuverlässigkeit der Verhütung ist auch von der Passgenauigkeit abhängig. Nach der Anpassung kann man das Diaphragma dann in der Apotheke bestellen und kaufen. Über die richtige Anwendung des Diaphragmas klären ebenfalls Ärzte und die erwähnten Fachkräfte auf; nach ein wenig Übung ist die Anwendung in der Regel unproblematisch.

Das Diaphragma funktioniert nur in Kombination mit einem spermiziden (= Spermien abtötenden) Gel, das vor dem Einsetzen auf das Diaphragma aufgetragen wird. Es sieht aus wie ein runder Hut mit einer kleinen Krempe und besteht aus einer Latexmembran mit flexiblem Drahtring. Vor dem Geschlechtsverkehr (das kann auch schon ca. 30 Minuten zuvor sein) wird es tief in die Scheide eingeführt, bis es spürbar fest zwischen dem hinteren Scheidengewölbe und dem Schambein sitzt und zur Spermienabwehr den Muttermund komplett bedeckt. Der Muttermund sollte durch die Gummimembran hindurch tastbar sein. Zuvor ist es wichtig, das Diaphragma mit einem Spermien abtötenden Gel einzureiben, um die Verhütungssicherheit zu erhöhen. Auch die Gels sind in der Apotheke rezeptfrei erhältlich. Nach dem Geschlechtsverkehr sollte das Diaphragma mindestens acht, jedoch nicht länger als zwölf Stunden in der Scheide bleiben. Verbleibt es länger darin, kann es zu Scheidenentzündungen kommen. Nach dem Herausnehmen muss es gründlich gereinigt werden.

Bei sachgerechter Benutzung ist ein Diaphragma bis zu fünf Jahren haltbar. Der korrekte Sitz sollte möglichst jährlich kontrolliert werden, bei jüngeren Frauen auch häufiger. Frauen, die geboren haben und/oder mehr als drei Kilo zu- oder abgenommen haben, müssen sich das Diaphragma neu anpassen lassen.

Die Vorteile des Diaphragmas liegen vor allem darin, dass es nur bei Bedarf angewendet werden muss, hormonfrei funktioniert sowie leicht und langfristig anwendbar ist. Für Frauen, deren Umgang mit dem eigenen Körper nicht unkompliziert ist, ist diese Methode eher ungeeignet. Auch schützt ein Diaphragma nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Kupferkette (GyneFix)

Die Kupferkette muss in der Apotheke gekauft werden, muss aber – wie die gängigere „normale“ Spirale – vom Frauenarzt fachgerecht in die Gebärmutter der Frau eingelegt werden. Sie kann dann bis zu fünf Jahre lang im Körper der Frau verbleiben. Die Kette besteht aus mehreren (vier oder sechs) Zylindern aus Kupfer, die hintereinander auf einen Nylonfaden aufgezogen sind. Es gibt sie in zwei verschiedenen Größen (zwei oder drei Zentimeter lang), je nach Größe der Gebärmutter der Frau. Der Nylonfaden wird mit einem Knoten in der Muskulatur der Gebärmutterwand verankert. Was die Wirkweise betrifft, ist die Kupferkette mit der Kupferspirale vergleichbar. Sie beruht auf der stetigen Freisetzung von Kupfer-Ionen, die die Spermien unbeweglich machen und letztlich verhindern, dass die Eizelle befruchtet wird. Darüber hinaus verhindern die Kupfer-Ionen auch die Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutter, da sie die Gebärmutterschleimhaut entsprechend undurchdringlich machen.

Vorteilhaft an der Kupferkette ist die hormonfreie Verhütung bei gleichzeitiger hoher Zuverlässigkeit (ebenso wie die Kupferspirale zählt auch die Kupferkette zu den hochsicheren Verhütungsmethoden). Es wird dabei nicht in den natürlichen Zyklus eingegriffen; eine Schwangerschaft ist direkt nach der Entfernung der Kupferkette möglich.

Die möglichen Nebenwirkungen ähneln denen der Spirale und treten Untersuchungen zufolge eher weniger auf; Blutungsstörungen, verstärkte Schmerzen bei der Menstruation bis hin zu entzündlichen Reaktionen werden als Nebenwirkungen eher selten beobachtet. Ebenso wie bei der Spirale kann es auch bei der Kupferkette in sehr seltenen Fällen zu einer Ausstoßung kommen.

Wichtig: Um die Kupferkette fachgerecht einlegen zu lassen, sollte man unbedingt zu einem entsprechend geschulten und mit Kupferketten erfahrenen Frauenarzt gehen. Diese sind auf der deutschen Webseite des Herstellers GyneFix in einem Ärzteverzeichnis aufgelistet.

Chemische Verhütungsmittel

Unter den Oberbegriff „Chemische Verhütungsmittel“ fallen Tabletten und Zäpfchen sowie Verhütungsgels oder -cremes, die sogenannte Spermizide enthalten. Diese töten die Samenzellen ab oder machen sie zumindest unbeweglich. Die Wirkung ist jeweils nur für einen Samenerguss ausreichend.

Rezeptpflichtige Produkte enthalten typischerweise den Wirkstoff Benzalkoniumchlorid, der die Spermienköpfe angreift und sie befruchtungsunfähig macht. Rezeptfrei erhältlich und meist besser verträglich sind Mittel auf der Basis von Milchsäure oder Zitronensäure. Zitronensäure setzt die Spermienbeweglichkeit herab, während Milchsäure die Spermien gänzlich unbeweglich macht.  

Tabletten und Zäpfchen werden mindestens zehn Minuten vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt; so lange dauert es, bis sie durch die Körperwärme geschmolzen und voll wirksam sind. Gels und Cremes wirken dagegen sofort nach dem Auftragen bzw. Einführen. 

Der Nachteil der chemischen Methoden liegt darin, dass bei entsprechend empfindlichen Personen relativ häufig ein Brennen oder unangenehmes Wärmegefühl in der Scheide oder am Penis auftritt. Auch können die enthaltenen Chemikalien unter Umständen allergische Reaktionen auslösen; ebenso kann es zu einer lokalen Schädigung der Scheidenschleimhäute und zu einer Scheidenentzündung kommen. Als lästig wird ggf. die Notwendigkeit wiederholter Anwendungen nach jedem Samenerguss empfunden.

Die Zuverlässigkeit der chemischen Mittel gilt als eher gering; wer eine sichere Verhütung will, sollte man allenfalls spermizide Gels in Verbindung mit einem Diaphragma anwenden.

Persona

Persona ist ein „Verhütungscomputer“, der allerdings auch gezielt zur Familienplanung eingesetzt werden kann, da man mit Persona genau die fruchtbaren Tage ermitteln kann.

Kombiniert wird ein Touchscreen-Monitor mit separat erhältlichen Teststäbchen, auf die Urin aufgebracht wird. In den Monitor werden vorab persönliche Einstellungen eingegeben; Informationen über den laufenden Zyklus und die vorangegangenen sechs Zyklen werden gespeichert und angezeigt.

An festgelegten Testtagen uriniert man morgens auf das Teststäbchen; im Urin werden Hormone gemessen, um die unfruchtbaren bzw. fruchtbaren Tage des Zyklus zu bestimmen.  Das Teststäbchen wird in den Monitor eingeführt, nach einigen Minuten wurde der Hormonspiegel interpretiert und das Ergebnis erscheint. Der Computer zeigt grünes Licht, wenn Geschlechtsverkehr ohne Verhütung möglich ist, und rotes Licht, wenn ein hohes Schwangerschaftsrisiko besteht. Das Ergebnis ist für jeweils 24 Stunden gültig.

Persona gilt als sehr zuverlässig (ca. 94-prozentige Verhütungssicherheit) und ist zudem eine hormonfreie und natürliche Methode zur Verhütung bzw. Familienplanung. Voraussetzung ist, dass die Menstruationszyklen relativ regelmäßig und etwa zwischen 23 und 35 Tagen lang sind. Detaillierte weitere Informationen liefert die Packungsbeilage; zusätzlich kann auch der Apotheker Fragen beantworten. Hier finden Sie den Persona „Verhütungscomputer“ im apomio Gesundheitsblog.

Lesen Sie mehr zu den verschiedenen Verhütungsmethoden im apomio-Gesundheitsblog.