• Orabloc forte 40mg/ml+0.01mg/ml Injektionslös. Pat

Orabloc forte 40mg/ml+0.01mg/ml Injektionslös. Pat (50X1.8 ml)

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PIERREL S.P.A
PZN: 18086574 (rezeptfrei)
Hersteller: PIERREL S.P.A
PZN: 18086574 (rezeptfrei)
Darreichung: Injektionsloesung
Packungsgröße:

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Produktinformationen zu Orabloc forte 40mg/ml+0.01mg/ml Injektionslös. Pat

Allgemeine Informationen zu dem Produkt

PIERREL S.P.A PZN: 18086574 (rezeptpflichtig) Injektionsloesung, 50X1.8 ml
Darreichungsform: Injektionsloesung Verordnungsart: rezeptpflichtig
Wirkstoff & Hilfsstoff Menge
Wirkstoffe
Epinephrin hydrogentartrat 18.2 µg
Articain hydrochlorid 40 mg
Hilfsstoffe
Articain 35.45 mg
Wasser, für Injektionszwecke +
Epinephrin 10 µg
Salzsäure 2% +
Natrium chlorid +
Gesamt Natrium Ion 4.5 mg
Natrium disulfit 0.5 mg

Pflichtangaben: Orabloc forte 40mg/ml+0.01mg/ml Injektionslös. Pat

Zusammensetzung

Hilfsstoffe
  • Epinephrin hydrogentartrat 18.2µg
  • Articain hydrochlorid 40mg

Indikation

  • Dies ist ein Arzneimittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetikum) in der Zahnheilkunde.
  • Es enthält die Wirkstoffe Articain (Lokalanästhetikum) und Epinephrin (Adrenalin).
  • Epinephrin (Adrenalin) verengt die Blutgefäße im Injektionsgebiet und führt hier zu örtlicher Blutleere (lokale Anämie). Dies verringert eine Blutung während der Behandlung und verlängert die Wirkung des Lokalanästhetikums.
  • Das Arzneimittel wird zur örtlichen Betäubung vor zahnärztlichen Behandlungen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren angewendet. Hierzu gehören:
    • Schleimhaut- und knochenchirurgische Eingriffe, die eine stärkere Verminderung der Durchblutung erfordern,
    • chirurgische Eingriffe an der Zahnpulpa,
    • Entfernung abgebrochener Zähne,
    • länger dauernde chirurgische Eingriffe,
    • kieferchirurgische Eingriffe am Knochen mit Eröffnen des Zahnfleischs,
    • Entfernung von Zysten (flüssigkeitsgefüllte Hohlräume im Gewebe),
    • chirurgische Eingriffe am Zahnfleisch oder an der Grenze zwischen Zahn und Zahnfleisch,
    • Wurzelspitzenentfernung.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Articain oder andere Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ, Epinephrin (Adrenalin) oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • wenn Sie an schweren Herzrhythmusstörungen leiden (z. B. AV-Block II. und III. Grades),
    • wenn Sie einen sehr niedrigen Puls haben,
    • wenn Sie an akuter Herzinsuffizienz leiden (akute Herzschwäche, z. B. nach einem Herzinfarkt),
    • wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben,
    • wenn Sie Bronchialasthmatiker sind und an einer Überempfindlichkeit gegen Sulfite leiden (Asthmaanfälle, ausgelöst durch Sulfite),
    • bei Kindern unter 4 Jahren.
  • Wegen der Wirkungen des Epinephrin (Adrenalin)-Anteils darf Orabloc forte nicht angewendet werden:
    • zur örtlichen Betäubung der Endglieder von Armen und Beinen (z. B. Finger und Zehen), weil hier das Risiko besteht, dass die örtliche Durchblutung blockiert wird,
    • wenn Sie an erhöhtem Augeninnendruck leiden (Glaukom oder grüner Star),
    • wenn Sie eine Schilddrüsenüberfunktion haben,
    • wenn Sie an anfallsweiser Beschleunigung des Herzschlages leiden (paroxysmale Tachykardie),
    • wenn Sie an einer bestimmten Form von Herzrhythmusstörungen leiden (absolute Arrhythmie mit schnellem, unregelmäßigem Herzschlag),
    • wenn Sie einen Herzinfarkt in den letzten 3 bis 6 Monaten erlitten haben,
    • wenn bei Ihnen ein Koronararterien-Bypass in den letzten 3 Monaten gelegt wurde,
    • wenn Sie bestimmte Betablocker (z. B. Propranolol) einnehmen. Es besteht die Gefahr einer Hochdruckkrise (sehr hoher Blutdruck) oder einer starken Verlangsamung des Pulsschlags,
    • wenn Sie an einem Phäochromozytom leiden (Epinephrin (Adrenalin) produzierender Tumor, der sich meistens im Nebennierenmark befindet),
    • wenn Sie einen sehr hohen Blutdruck haben,
    • wenn Sie gleichzeitig mit bestimmten Mitteln gegen Depressionen und Parkinson-Krankheit behandelt werden (trizyklische Antidepressiva oder Monoaminooxidase- (MAO-)Hemmer), da diese Wirkstoffe die Herz-Kreislauf-Wirkungen des Epinephrins (Adrenalins) verstärken können. Das kann bis zu 14 Tage nach Beendigung einer Behandlung mit MAO-Hemmern zutreffen.
  • Das Arzneimittel darf nicht intravenös (in eine Vene) verabreicht werden.

Dosierung

  • Die Dosierung und Art der Anwendung des Arzneimittels bestimmt Ihr Zahnarzt. Er wird sich im Allgemeinen an folgenden Empfehlungen orientieren:
    • Dosierung
      • Für die komplikationslose Zangenextraktion von Oberkieferzähnen im nicht entzündlichen Stadium genügt meist eine Injektion von 1,8 ml pro Zahn. In wenigen Fällen kann eine Nachinjektion von 1 - 1,8 ml erforderlich sein, um eine komplette örtliche Betäubung zu erreichen.
      • Bei Reihenextraktionen benachbarter Zähne ist in den meisten Fällen nicht die volle Dosis notwendig. Die Anzahl der Injektionen kann normalerweise verringert werden.
      • Wenn am Gaumen ein Schnitt oder eine Naht notwendig ist, genügt eine Injektion von ca. 0,1 ml pro Einstich.
      • Bei glatten Zangenextraktionen von Unterkiefer-Prämolaren im nicht entzündlichen Stadium genügt in der Regel eine Injektion von 1,8 ml pro Zahn. Falls danach noch keine volle Wirkung eintritt, kann Ihr Zahnarzt zunächst eine Nachinjektion von 1 - 1,8 ml setzen. Erst wenn auch dann eine vollständige Betäubung ausbleibt, kann Ihr Zahnarzt die sonst übliche Betäubung des ganzen Unterkiefernervs (Mandibularanästhesie) durchführen.
      • Bei kieferchirurgischen Eingriffen wird das Arzneimittell von Ihrem Zahnarzt individuell je nach Schwere und Dauer des Eingriffs dosiert.
      • Erwachsene können im Laufe einer Behandlung bis zu 7 mg Articain pro kg Körpergewicht erhalten. Mengen bis zu 500 mg (entsprechend 12,5 ml Injektionslösung) werden normalerweise gut vertragen.
    • Ältere Menschen und Patienten mit schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen
      • Bei älteren Patienten und bei Patienten mit schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen (z. B. Nierenentzündung oder Leberzirrhose) können erhöhte Plasmaspiegel von Articain auftreten. Wenn Sie zu diesen Patienten gehören, sollte Ihr Zahnarzt besonders darauf achten, dass die kleinstmögliche Menge für eine ausreichende Betäubung angewendet wird.
    • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
      • Wird dieses Arzneimittel bei Kindern und Jugendlichen angewendet, sollte das kleinste für eine ausreichende Betäubung erforderliche Volumen angewendet werden. Die Injektionsmenge ist individuell unter Berücksichtigung von Alter und Gewicht des Kindes und Jugendlichen zu dosieren. Eine Maximaldosis von 5 mg Articain pro kg Körpergewicht sollte nicht überschritten werden.
      • Die Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern unter 1 Jahr wurde nicht untersucht.

 

  • Wenn Ihnen eine größere Menge bei Ihnen angewendet wurde
    • Wenn zu große Mengen angewendet werden, können Funktionsstörungen des Nervensystems auftreten, z. B.:
      • Benommenheit,
      • Schwindel,
      • Übelkeit,
      • Bewusstseinstrübung
      • Krämpfe und Atemstörungen
    • Außerdem kann es zu Störungen der Herz-Kreislauf-Funktion kommen, wie z. B. Blutdruckabfall oder Blutdruckanstieg und Herzrhythmusstörungen, die zum Herzstillstand führen können.
    • Solche Störungen erfordern eine zahnärztliche Überwachung und möglicherweise eine entsprechende Behandlung durch Ihren Zahnarzt.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Zahnarzt, Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt oder Apotheker, bevor das Arzneimittel angewendet wird:
      • wenn Sie an einem Mangel eines spezifischen Enzyms leiden (Cholinesterasemangel), da mit verlängerter und unter Umständen verstärkter Wirkung von dem Arzneimittel zu rechnen ist.
      • wenn eine lokale Entzündung am Injektionsort vorliegt. In diesem Fall ist eine verstärkte Aufnahme von dem Arzneimittel zu erwarten, wodurch die Wirksamkeit verringert wird.
    • Das Präparat darf nur nach sorgfältiger ärztlicher Untersuchung angewendet werden, wenn Sie:
      • an Störungen der Blutgerinnung leiden,
      • an schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen leiden (z. B. bei einer Nierenentzündung oder Leberzirrhose),
      • gleichzeitig mit halogenierten Inhalationsnarkotika behandelt werden,
      • wenn Sie an Epilepsie leiden.
    • Wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden, darf dieses Arzneimittel nur nach sorgfältiger ärztlicher Untersuchung angewendet werden, und Ihr Zahnarzt sollte aufgrund des geringeren Epinephrin (Adrenalin)-Gehalts die Gabe von einem Präparate mit niedrigerem Wirkstofghalt anstelle von diesem Arzneimittel in Erwägung ziehen:
      • Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie z. B.:
        • Angina Pectoris (Durchblutungsstörung des Herzens mit Schmerzen und Engegefühl in der Brust),
        • Arteriosklerose (Verengung von Arterien durch Ablagerungen, z. B. von Blutfetten),
        • Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche),
        • koronare Herzkrankheit (Verengung der Herzkranzgefäße),
        • nach einem Myokardinfarkt (z. B. Herzinfarkt)
        • Herzrhythmusstörungen (unregelmäßiger Puls),
        • Bluthochdruck,
        • Durchblutungsstörungen im Gehirn,
        • nach einem Schlaganfall,
        • chronische Bronchitis, Lungenemphysem (krankhafte Überblähung der Lunge),
        • Diabetes mellitus,
        • schweren Angststörungen.
    • Ihr Zahnarzt wird zur Vermeidung von Nebenwirkungen
      • Ihre medizinische Vorgeschichte sowie Ihre Begleitmedikationen prüfen,
      • eine Testinjektion vornehmen, wenn bei Ihnen ein Allergierisiko gegen das Arzneimittel besteht,
      • die Dosierung so niedrig wie möglich wählen,
      • vor der Injektion sorgfältig prüfen, dass er kein Blutgefäß getroffen hat.
    • Die Anwendung dieses Arzneimittels kann zu verlängerter Taubheit des Mundbereiches nach der zahnärztlichen Behandlung führen. Bei kleinen Kindern sollte darauf geachtet werden, dass sie sich nicht selbst beißen, da dies zu Weichteilgewebsverletzungen führen kann.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Nach einem Eingriff entscheidet Ihr Zahnarzt, wann Sie wieder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen dürfen. In entsprechenden Untersuchungen bewirkte die örtliche Betäubung mit Articain keine feststellbare Beeinträchtigung der normalen Verkehrstüchtigkeit.

Schwangerschaft

  • Schwangerschaft
    • Wenn Sie schwanger sind, sollte Ihr Zahnarzt dieses Arzneimittel nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden.
    • Für Articain liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung während der Schwangerschaft vor, außer zum Zeitpunkt der Geburt. Tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Epinephrin (Adrenalin) in höheren Dosen als denen, die bei einer zahnärztlichen Betäubung angewendet werden, schädliche Auswirkungen auf die Nachkommenschaft hat. Nach versehentlicher Injektion von dem Arzneimittel in ein Blutgefäß bei der Mutter kann es durch den Epinephrin (Adrenalin)-Anteil zu einer Verminderung der Uterusdurchblutung kommen.
    • Wenn Sie schwanger sind, sollte vorzugsweise ein Präparate mit geringerer Wirkstoffmenge anstelle von diesem Arzneimittel angewendet werden, da Ersteres weniger Epinephrin (Adrenalin) enthält.
  • Stillzeit
    • Die Wirkstoffe von dem Arzneimittel werden von Ihrem Körper schnell abgebaut. Dementsprechend treten keine für das Kind schädliche Mengen der Wirkstoffe in die Muttermilch über. Bei kurzfristiger Anwendung müssen Sie daher das Stillen nicht unterbrechen.

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