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Wissenswertes zu Vitamin B12

Vitamin B12 gehört zu den lebenswichtigen Vitaminen, die der Körper nicht selbst produzieren kann, sondern über die Nahrung oder zusätzliche Präparate aufnimmt. Jede Zelle benötigt eine minimale Menge des Vitamins, um funktionieren zu können. 

Vitamin B12 ist notwendig für die Blutbildung, die Herstellung der DNA (Erbgut) und neuer Zellen, von Hormonen und Neurotransmittern und für den Schutz der Nervenzellen im Rückenmark und Gehirn. Das Vitamin bindet auch Gifte im Körper. Ein langfristiger Mangel kann schwere geistige und körperliche Erkrankungen hervorrufen.

Entdeckung

Im 19. Jhdt. starben noch viele Menschen an der perniziösen (bösartigen, unheilbaren) Anämie. Gekennzeichnet war die tödliche Krankheit durch eine Vergrößerung der roten Blutkörperchen, die dadurch nicht mehr funktionsfähig waren. Diese Form der Anämie wurde 1849 das erste Mal als Krankheit beschrieben und erhielt 1872 ihren Namen. Weitere Untersuchungen ergaben, dass mit der Krankheit auch neurologische Symptome wie Taubheitsgefühle einhergingen. 1920 machte George Whipple Hunde durch Blutentnahmen anämisch und verfütterte ihnen Leber. Ihr Blut regenerierte sich. Daraufhin versorgte man die Patienten mit Rinderleber und sie wurden von der tödlichen Krankheit geheilt. Auch Fleisch stellte sich als Heil-Nahrung heraus. 1948 gelang die erste Isolierung von 15 mg Vitamin B12 aus 1000 kg frischer Leber (!). Das Vitamin konnte hochgereinigt aus der Leber hergestellt werden. 1955 wurde die chemische Struktur publiziert und der Weg zur synthetischen Produktion war frei.

Welche Funktion hat Vitamin B12?

Die lebenswichtige Bedeutung bei der Blutbildung wurde gerade aufgeführt. Vitamin B12 (Cobalamin) ist auch notwendig, um die DNA, das menschliche Erbgut, herzustellen. Täglich sterben in unserem Körper mehrere 100 Millionen Zellen ab, die durch neue ersetzt werden müssen. Die DNA ist Voraussetzung, dass Zellen sich teilen und neue gebildet werden können. Benötigt wird das Vitamin vor allem für die Neubildung von roten Blutkörperchen, Zellen der Mund- und Rachenschleimhaut und des Nervensystems. Das Vitamin ist außerdem an der Energieproduktion in den Zellen beteiligt. Der Fettstoffwechsel ist von Vitamin B12 abhängig, vorwiegend zum Aufbau der Zellmembranen (Außenhaut) und der isolierenden Schutzschicht der Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark. Das Vitamin wird gebraucht für die Herstellung von Hormonen und Neurotransmittern (Botenstoffe im Gehirn). Zuletzt trägt es zur Entgiftung im Körper bei. Es baut u.a. den Stoff Homocystein ab, der an der Entstehung von Arteriosklerose beteiligt ist, und bindet Gifte wie Cyanid, das man z.B. über Tabakrauch aufnimmt.

Tagesbedarf und wie man ihn decken kann

Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung brauchen Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene täglich etwa 3 Mikrogramm (µg). Während der Schwangerschaft und Stillzeit erhöht sich der Bedarf auf 3,5 bzw. 4 µg.

Den höchsten Gehalt an Vitamin B12 hat Rinderleber, 100g enthalten ungefähr 60 µg.

Einen relativ hohen Gehalt haben Fische (je 100g: Lachs 2,9µg, Seelachs 3,5µg, Rotbarsch (3,8µg), Forelle (4,5µg), Thunfisch 4,2µg, Hering 8,5µg), Käse (Emmentaler (3,1µg), Camenbert 30% Fett (3µg), Edamer (2µg), Gouda (1,9µg)) und Fleisch und Wurst (Rindfleisch (5µg), Lamm (3µg), Entenbrust (3µg), Schweinefleisch (1,0µg), Salami (1,4µg), Huhn (0,4µg)) , Hühnerei (1,9µg), Magerquark (0,9µg), Joghurt (0,4µg) und Kuhmilch (0,4µg).

Das Vitamin ist hitzeempfindlich, d.h. es wird mehr über Käse als über Fleisch aufgenommen. Es ist eher zugänglich aus leichter verdaulichen Eiweißen wie Fisch als aus Fleisch. Das Transporteiweiß kann pro Mahlzeit nur 1,5 bis 2 µg aufnehmen, so dass eine höhere Zufuhr nicht mehr Aufnahme im Körper bedeutet.

Vitamin B12 ist eigentlich nur in tierischer Nahrung enthalten. In sehr geringen Mengen findet es sich auch in vergorenen Lebensmitteln wie Bier und Sauerkraut.

Ursachen eines Vitamin B12-Mangels

Das Vitamin gelangt in den Magen und wird aus der Nahrung mit Hilfe der Magensäure herausgelöst. Dann wird es an ein Transporteiweiß, den Intrinsic Factor, der in der Magenschleimhaut gebildet wird, gebunden. Er ist auch für die Aufnahme im Dünndarm zuständig. Von dort gelangt das Vitamin ins Blut und zur Leber, wo es zu 60 Prozent gespeichert wird. Der Rest wird im Herzmuskel und der Skelettmuskulatur eingelagert.

Ein Mangel kann deshalb verschiedene Ursachen haben:

  • Zu geringe Aufnahme durch die Nahrung (Vegetarier, Veganer)
  • Erhöhter Bedarf (Schwangere, Stillende, Sportler, ältere Menschen, Alkoholkranke, Raucher, Menschen in Stresssituationen, bei Belastungen durch Schwermetalle und Umweltgifte)
  • Störung der Aufnahme des Vitamins in den Körper: Zu wenig Magensäure oder Schädigung der Magenschleimhaut (chronische Gastritis, Morbus Crohn, Magenschleimhautatrophie (-abnahme) mit zunehmendem Alter, Einnahme von Magensäureblockern (Protonenpumpenhemmer), Infektion mit Heliobacter pylori, Entzündungen der Dünndarmschleimhaut, Mangel oder Fehlen des Transporteiweißes Intrinsic Factor, Einnahme von Antibiotika, Psychopharmaka, Pille, Aspirin, Betablockern, Nitroglycerin, Diabetesmedikamenten, Cholesterinsenkern (Statine), Potenzmittel. Trinken von mehr als 4 Tassen Kaffee am Tag, zu scharfes Essen, zu viel Zucker. Erkrankungen der Leber und Bauchspeicheldrüse. Nierenschäden. Wurmbefall.
  • Autoimmunerkrankungen des Magens
  • Nach operativer Entfernung eines Teils des Magens

Symptome

Von der Mangelversorgung bis zum Auftreten klinischer Symptome kann es Jahre dauern, da die Anfangsbeschwerden, wie Müdigkeit, Depression, Appetitlosigkeit und leichte Entzündungen zu unspezifisch sind, als dass sie mit einem B12-Mangel in Zusammenhang gebracht werden.

Symptome bei Vitamin B12-Mangel:

  • Blässe, Erschöpfung, Infektanfälligkeit
  • Taubheitsgefühle und Kribbeln in den Gliedmaßen, Muskelzittern
  • Brennende Zunge und metallischer Geschmack im Mund
  • Entzündungen im Mund (Aphten) und Verdauungstrakt
  • Appetitlosigkeit, Durchfall, Verstopfung
  • Blutarmut, Arteriosklerose, Herzinfarkt
  • Netzhautschäden, Sehstörungen
  • Lustlosigkeit, Depressionen, Burnout, Reizbarkeit
  • Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche, Demenz
  • Verwirrung, Halluzinationen, Psychosen

Prävention und Behandlung

Der Vitamin B12- Status kann über einen Bluttest, der jedoch wenig aussagefähig ist, oder besser über einen Urintest geprüft werden.

Als Prävention sollte die Mindestmenge von 3µg Vitamin B12 täglich von Erwachsenen über die Nahrung oder als Präparat zu sich genommen werden. Dafür eignen sich am besten die natürlichen Formen des Vitamins (Hydroxocobalamin und Methylcobalamin).

Die Risikogruppen für einen Vitamin B12-Mangel sind oben aufgeführt (Ursachen). Auf jeden Fall notwendig ist die Einnahme von Präparaten für Vegetarier und vor allem für Veganer. Auch der Verzehr von Vitamin-B12-angereicherten Nahrungsmitteln oder das Benutzen von Vitamin B12-Zahnpasta reicht für Veganer nicht aus, um den Bedarf abzudecken.

Bei sehr niedrigen Werten ist auch eine Aufbaukur durch Injektionen mit hoher Dosis möglich, um die Körperdepots so schnell wie möglich wieder zu füllen.

Bei oraler Einnahme ist eine Überdosierung nicht problematisch, da der Körper den Überschuss ausscheidet. Bei hochdosierten Injektionen kann es selten zu allergischen Reaktionen oder Akne-ähnlichen Hauterscheinungen kommen.