Wissenswertes zu Octenisept

Octenisept mit den Wirkstoffen Octenidin und Phenoxyethanol ist ein wässriges, farbloses Wund- und Schleimhaut-Antiseptikum und wird zur Desinfektion von Haut und Schleimhäuten, zur antiseptischen Wundbehandlung und als Therapeutikum für den Vaginal- und Intimbereich eingesetzt.

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3 Erfahrungsberichte Kategorie: Octenisept Darreichungsform: Lösung

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2 Erfahrungsberichte Kategorie: Octenisept Darreichungsform: Lösung

Anwendungsgebiete: Wunden, Wundversorgung, Bakterien, antiseptische Behandlung

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1 Erfahrungsbericht Kategorie: Octenisept Darreichungsform: Lösung

Anwendungsgebiete: Desinfektion, Hautpilze, Händedesinfektion, Vorbereitung auf Operationen, Vorbereitung auf Untersuchung

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Kategorie: Octenisept Darreichungsform: Gel

Anwendungsgebiete: Verletzungen, Wundheilung, Sonnenbrand, Feuchtigkeitspflege, Verbrennungen

3,89 € bis 6,93 €
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1 Erfahrungsbericht Kategorie: Octenisept Darreichungsform: Lösung

Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen, Desinfektion, Hautpilze, antiseptische Behandlung

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Kategorie: Octenisept Darreichungsform: Lösung

Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen, Infektionsprophylaxe, Desinfektion, Hautpilze

7,22 € bis 16,86 €
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Kategorie: Octenisept Darreichungsform: Lösung

Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen, Infektionsprophylaxe, Desinfektion, Wundreinigung

1,49 € bis 3,99 €
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2 Erfahrungsberichte Kategorie: Octenisept Darreichungsform: Lösung

Anwendungsgebiete: Juckreiz, Störungen der Vaginalflora, Hautschädigungen, bakterielle Vaginose, Intimhygiene, Ausfluss, Brennen

5,56 € bis 17,98 €
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Mehr Informationen zum Thema Octenisept

Als Breitband-Antibiotikum wirkt es gegen verschiedenste Bakterien einschließlich Chlamydien und Mykoplasmen sowie gegen Pilze und Hefen, Trichomonaden und Viren (z.B. Herpes simplex und HIV).

Octenidin-haltige Produkte wie Octenisept verhindern das Austrocknen von Wunden und befallenen Hautarealen und schaffen so ein feuchtes Wundmilieu, wodurch die Regeneration der Haut besonders gefördert wird. Zudem verträgt sich Octenisept in aller Regel sehr gut mit Haut und Schleimhaut, ist schmerzfrei in der Anwendung, da es nicht brennt, und wirkt in allen Anwendungsbereichen sehr schnell.

Die Zeitschrift „Ökotest“ hat Octenisept als einzigem getesteten Wund- und Hautdesinfektionsmittel die Note „empfehlenswert“ verliehen.

Nach derzeitigem Stand kann Octenisept auch ohne weitere Bedenken in der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Frühgeborenen, Säuglingen und Kindern angewendet werden. Allerdings sollte vor der Anwendung bei Kindern sicherheitshalber der Arzt konsultiert werden und die Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt erfolgen.

Octenisept ist erhältlich in flüssiger Form und kann so zur Desinfizierung und antiseptischen Wundversorgung, als desinfizierende Mundspülung und zur Behandlung von Keimbefall unterschiedlicher Art im Vaginal- und Intimbereich eingesetzt werden. Auch als Spray und ergänzend auch als Wundgel ist Octenisept erhältlich. Das Gel wurde speziell zur antiseptischen Behandlung von traumatischen, akuten, chronischen und chirurgischen Wunden sowie Verbrennungswunden und kleineren, alltäglichen Verletzungen entwickelt. Octenisept Gel hat einen angenehm kühlenden Effekt und ist sehr leicht, so dass es auf Wunden nicht verklebt.

Octenisept findet sich in vielen Haushalten, in denen pflegebedürftige Angehörige leben, denn zur Wundpflege verwendet man das Mittel häufig bei bettlägerigen Patienten. Zu den weiteren Anwendungsbereichen gehören u.a. die zeitlich begrenzte unterstützende Behandlung von Fußpilz sowie im klinischen Bereich die Desinfektion vor und nach operativen Eingriffen, etwa vor dem Einführen eines Katheters, im Mundbereich und zur Ganzkörperwaschung bei Patienten, die unter einer Infektion mit MRSA (multiresistente Bakterien, auch „Krankenhausbakterien“ genannt) leiden.

Der Wirkstoff Octenidin

Octenisept enthält eine Kombination aus dem als Breitband-Antiseptikum wirkenden Desinfektionsmittel Octenidin und der organischen Verbindung 2-Phenoxyethanol. Phenoxyethanol ist eine farblose, leicht sämige Flüssigkeit, die Bakterien abtötet und in reiner Form auch in dermatologischen Produkten als Konservierungsmittel eingesetzt wird.

Auf der Suche nach einem wirksamen und verträglichen Antiseptikum für die Mundschleimhaut entwickelten Wissenschaftler Mitte der 1980er-Jahre den antiseptischen Stoff Octenidindihydrochlorid (kurz Octenidin). Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des herstellenden Unternehmens Schülke & Mayr GmbH mit Sitz in Norderstedt, Schleswig-Holstein, entwickelte den Wirkstoff weiter. Nach ausführlichen klinischen Studien kam mit dem Antiseptikum Octenisept im Jahre 1990 das erste Produkt mit Octenidin auf den Markt.

Auch in der desinfizierenden, antiseptischen Wundbehandlung wurde Octenisept bald verstärkt eingesetzt, auch als Alternative zum Povidon-Iod, das z.B. in Betaisadona enthalten ist). Mittlerweile ist Octenisept in der Wund-, Haut- und Schleimhautdesinfektion zum Marktführer geworden.

Anwendung und Dosierung

Bei allen Anwendungsformen ist es wichtig zu beachten, dass die zu behandelnden Haut- und Schleimhautpartien gleichmäßig und gründlich mit dem Antiseptikum benetzt werden. Bei der Tupfermethode werden die zu behandelnden Flächen mit gut durchtränkten Tupfern abgerieben. Bei Anwendung des Sprays wird das Präparat direkt auf zugängliche Gebiete aufgesprüht. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Areale gleichmäßig benetzt werden. Für Spülungen im Mund- und Intimbereich wird Octenisept nach Dosierungsanweisung verwendet.

Nach dem Aufbringen auf die zu behandelnden Flächen sollte eine Einwirkzeit von mindestens ein bis zwei Minuten eingehalten werden. Die Einwirkzeiten sind abhängig vom jeweiligen Keim, der bekämpft werden soll, sowie vom Anwendungsgebiet. Sie betragen maximal einige Minuten. Spülungen sollten im Durchschnitt über ca. 20 Sekunden benutzt werden. Bei einem Pilzbefall im Bereich zwischen den Zehen (Interdigitalmykose) sollte die Octenisept Lösung morgens und abends gut abdeckend auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Octenisept sollte nur zeitlich begrenzt eingesetzt werden, da gesicherte Erfahrungen bisher nur bei einer Anwendungsdauer über ca. 14 Tage vorliegen.

Mögliche Nebenwirkungen

Selten tritt unter der Anwendung von Octenisept ein vorübergehendes Brennen der Haut auf. Ebenfalls in seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen wie Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz (auch im Bereich der Augen), Schleimhautschwellungen und einer Verengung der Atemwege (Asthma) kommen. In besonders seltenen Fällen ist das Auftreten eines allergischen Schocks mit Bewusstlosigkeit möglich. In diesem Fall muss sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Sollten allergische Reaktionen wie die benannten festgestellt werden, sollte ebenfalls ein Arzt informiert werden. Das Präparat ist dann ggf. abzusetzen.

Weitere Hinweise zur Anwendung

Bei Spülungen in der Mundhöhle verursacht Octenisept einen bitteren Geschmack. Dieser ist vorübergehend und unbedenklich.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln

Octenisept sollte nicht zusammen mit Povidon-Jod-haltigen Arzneimitteln (z.B. Betaisadona) auf benachbarten Hautflächen angewendet werden. Dort, wo die behandelnden Flächen sich berühren, kann es ansonsten zu starken braunen bis violetten Verfärbungen kommen. Octenisept kann außerdem mit anionischen Tensiden (dermatologischen Reinigungspräparaten) schwer lösliche Verbindungen bilden, wodurch es zu einer Beeinträchtigung der Wirkung von Octenisept kommen kann.

Warnhinweise zur Anwendung

Bei Octenisept müssen einige Anwendungshinweise strikt beachtet werden. So darf Octenisept nicht im Ohr und nicht auf Knorpel verwendet werden, da es hier eine toxische (giftige) Wirkung entfaltet. Auch zur Spülung der Nase, der Blase und der Bauchhöhle darf Octenisept nicht angewendet werden. Bei der Behandlung von Wunden im Handbereich mit Octenisept muss darauf geachtet werden, dass das Präparat abfließen kann. Zu diesem Zweck muss eine Drainage gelegt werden, da es sonst zu Ödemen und Gewebeschädigungen kommen kann. Deshalb sollte eine solche Wundversorgung nur unter ärztlicher Begleitung erfolgen. Dasselbe gilt für das Ausspülen einer tiefen Wunde (etwa durch Stichverletzungen).

Octenisept darf bei der Anwendung nicht unter Druck ins Gewebe eingebracht werden. Außerdem darf das Medikament keinesfalls in größeren Mengen geschluckt werden oder in den Blutkreislauf gelangen.

Octenisept sollte ausschließlich unverdünnt angewendet werden und darf nicht mit anderen Präparaten gemischt werden.

Eine Erwärmung bis auf Körpertemperatur beeinträchtigt die Wirksamkeit von Octenisept nicht.

Das Präparat muss für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. Nach Ablauf des Verfalldatums soll es nicht mehr verwendet werden.