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Cefasilymarin

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Wissenswertes zu Cefasilymarin

Cefasilymarin ist ein rein pflanzliches Arzneimittel auf der Basis eines arzneilich wirksamen Mariendistel-Extrakts. Die Filmtabletten eignen sich zur unterstützenden Behandlung von Lebererkrankungen, zur Stärkung der Leberfunktion und zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte.

Cefasilymarin wird angewendet bei verschiedenen Lebererkrankungen und -schäden, z.B. Leberentzündungen und Leberzirrhose, sowie bei durch Lebergifte verursachten Leberschäden (z.B. nach dem Verzehr giftiger Pilze oder dem Verschlucken bestimmter Giftstoffe). Zur sofortigen Behandlung von akuten Vergiftungen eignet sich das Präparat nicht.

Zwar ist die Leber eines der widerstandsfähigsten Organe des Körpers. Durch starke Belastungen – z.B. durch übermäßigen Alkohol- und/oder Drogenkonsum, die Einnahme von bestimmten Medikamenten, den Einfluss unterschiedlicher Schadstoffe sowie durch starkes Übergewicht oder auch Infektionen – kann die Leber jedoch ernst- und dauerhafte Schäden erleiden. Die Folgen können u.a. eine Fettleber, Leberentzündung, Leberzirrhose oder Leberkrebs sein. Erste Signale für eine Schädigung der Leber sind meist auffallende Müdigkeit, Druckschmerzen im Oberbauch, Gewichtsveränderungen, Juckreiz sowie Farbveränderungen von Urin und Stuhl und eine gelbliche Färbung der Augen. Lebererkrankungen dürfen nicht in Selbstmedikation behandelt werden, sondern gehören in jedem Fall in die Hände eines Facharztes. Ein Arzneimittel wie Cefasilymarin kann die ärztliche Therapie jedoch wirksam unterstützen und wird vielfach von Medizinern empfohlen.

Cefasilymarin Filmtabletten sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Die Heilpflanze Mariendistel und ihr Wirkstoffkomplex Silymarin

Die Mariendistel (Silybum marianum) ist eine Heilpflanze, die schon in der Antike von Heilkundigen verwendet wurde und deren positive Wirkung auf die Lebergesundheit im 19. Jahrhundert entdeckt wurde. Die zu den Korbblütlern (Asteraceae) gehörende Distelpflanze wächst natürlicherweise vor allem in Südeuropa, Nordafrika und Westasien; mit einer Höhe von bis zu 1,50 Metern zählt sie zu den größten, mit ihren glänzend dunkelgrünen Blättern und purpurroten Blüten auch zu den schönsten Distelpflanzen. Sie wird daher häufig auch als Zierpflanze angebaut.

Für den medizinischen Gebrauch wird die Mariendistel im Bereich des Westerwalds in Deutschland, in Österreich und Ungarn sowie in Süd- und Zentralamerika und China kultiviert. Arzneilich verwendet werden ausschließlich die Früchte der Pflanze. Diese enthalten Silymarin, ein Wirkstoffgemisch aus den Pflanzenstoffen Silibinin, Isosilibinin, Silychristin und Silydianin. Neben diesen Wirkstoffen enthält die Mariendistelfrucht sehr fettreiches Öl, das aus Fettsäuren wie Linol- und Ölsäure besteht, viel Eiweiß sowie verdauungs- und gallenflussfördernde Bitterstoffe.

Silymarin-haltige Arzneimittel wie Cefasilymarin können die Leber vor vielfachen schädlichen Einflüssen schützen. Dies geschieht, indem Silymarin die äußere Hülle (Membran) der Leberzellen stabilisiert, sodass schädliche Stoffe weniger leicht in die Zellen eindringen können. Silymarin trägt außerdem dazu bei, dass selbst bei einer Schädigung der Leberzellen wichtige Zellbestandteile (z.B. Enzyme) erhalten bleiben. Zudem vermindert der Wirkstoffkomplex die Bildung von entzündungserregenden Stoffen im Körper. Nicht zuletzt kann Silymarin eine schnellere Regenerationsfähigkeit der geschädigten Leber bewirken, indem es die Produktion neuer Leberzellen fördert.

Verschiedene Studien haben deutliche Hinweise darauf ergeben, dass Silymarin das Fortschreiten von Leberkrankheiten wie z.B. einer Fettleber verlangsamen und bei Vergiftungen der Leber (z.B. nach dem Verzehr giftiger Pilze) heilend wirken kann. So werden Präparate mit Extrakten aus der Mariendistel auch in der klinischen Behandlung eingesetzt.

Der Wirkstoffkomplex Silymarin kann auch die Produktion und Ausscheidung von Gallensaft fördern, Krämpfe lösen und anregend auf den gesamten Kreislauf wirken. Entsprechend kommt er auch bei Gallenproblemen, Verdauungsstörungen, Reiseübelkeit und verschiedenen Beschwerden, die auf Durchblutungsstörungen zurückgeführt werden, zum Einsatz.

Zu beachten ist, dass Mariendistel-Extrakt in niedrigeren Konzentrationen (z.B. in Form von Tee) nicht zur Behandlung von Lebererkrankungen, sondern allenfalls zur Linderung von Gallen- und Verdauungsbeschwerden und Krämpfen geeignet ist.

Dosierung und Anwendung von Cefasilymarin

Sofern vom Arzt nicht anders verordnet, nehmen Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene zwei- bis dreimal täglich unabhängig von den Mahlzeiten eine Tablette mit einem Glas Wasser ein. Die tägliche Höchstdosis sollte ohne Rücksprache mit dem Arzt nicht überschritten werden. Bei einer Überdosierung kann es u.a. zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. In diesem Fall sollte der Arzt aufgesucht werden.

Die Dauer der Behandlung mit Cefasilymarin richtet sich nach Art und Verlauf der Beschwerden bzw. der Erkrankung.

Mögliche Neben- und Wechselwirkungen

Im Allgemeinen ist Cefasilymarin sehr gut verträglich. Bei entsprechend empfindlichen Personen kann es während der Einnahme zu Magen-Darm-Beschwerden (v.a. Übelkeit und Durchfall) sowie zu Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut (v.a. Ausschläge und Juckreiz) sowie zu Anfällen von Atemnot kommen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Cefasilymarin und anderen (auch rezeptfreien) Arzneimitteln kann es zu Wechselwirkungen kommen. Deshalb sollte der Arzt, zumindest aber der Apotheker, stets darüber informiert werden, wenn gleichzeitig mit Cefasilymarin andere (auch rezeptfreie) Arzneimittel angewendet werden. Dies gilt auch für Arzneimittel, deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt!

Weitere wichtige Hinweise zur Anwendung von Cefasilymarin

Generell sollten Präparate, die Extrakte aus der Mariendistelfrucht enthalten, nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Die Hinweise in der Packungsbeilage sollten stets genau gelesen und beachtet werden.

Cefasilymarin darf bei einer Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe sowie bei einer Allergie gegen Korbblütler nicht eingenommen werden.

Schwangere und stillende Frauen sollten, ausgehend von derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Silymarin-haltige Arzneimittel wie Cefasilymarin nicht anwenden. Hält der Arzt die Behandlung mit Cefasilymarin während der Stillzeit für dringend erforderlich, sollte das Abstillen in Erwägung gezogen werden.

Kinder unter 12 Jahren dürfen Cefasilymarin nicht einnehmen.

Die Behandlung mit Cefasilymarin ersetzt keinesfalls die notwendige Vermeidung leberschädigender Einflüsse (z.B. Konsum von Alkohol).

Bei Anzeichen von ernsthaften Leberschäden wie z.B. einer Gelbsucht, etwa einer gelben Verfärbung der Haut oder des Augapfels, ist sofort ein Arzt aufzusuchen.