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Levonorgestrel

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Was ist Levonorgestrel?
Bei Levonorgestrel handelt es sich um ein synthetisches Gelbkörperhormon (Gestagen), das dem körpereigenen Hormon Progesteron nachempfunden ist. Levonorgestrel wird zur hormonellen Schwangerschaftsverhütung und zur Hormonersatztherapie bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt, indem es in das fein abgestimmte Zusammenspiel der körpereigenen Hormone eingreift.

Der natürliche Progesteronspiegel unterliegt im Laufe des weiblichen Zyklus natürlichen Schwankungen. Nach dem Eisprung beginnt der sogenannte Gelbkörper (die verbliebene Eihülle des Follikels), vermehrt Progesteron zu produzieren. Dies sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut stärker durchblutet und somit auf die Einnistung eines befruchteten Eis vorbereitet wird. Im Falle einer Befruchtung und einer daraus resultierenden Schwangerschaft produziert der Gelbkörper in den ersten Wochen weiterhin Progesteron und erhält so die Frühschwangerschaft aufrecht. Erfolgt jedoch keine Befruchtung, bildet sich der Gelbkörper zurück, so dass immer weniger Progesteron produziert wird und es schließlich zur Menstruationsblutung kommt.

Wie wirkt Levonorgestrel und wann wird es angewendet?

Levonorgestrel wirkt dosisabhängig; der genaue Wirkmechanismus ist von der jeweiligen Anwendung abhängig:

  1. Empfängnisverhütung

Niedrig dosiertes Levonorgestrel wird einzeln in sogenannten „Minipillen“ oder in Kombination mit einer Östrogenkompontente in „Mikropillen“ zur Schwangerschaftsverhütung verwendet. Des Weiteren stehen auch Intrauterinpessare zur Kontrazeption zur Verfügung (umgangssprachlich auch „Spirale“ genannt), die mit Levonorgestrel beschichtet sind. Dem Körper wird durch die Anwendung der Kontrazeptiva eine Schwangerschaft vorgetäuscht. Das synthetische Gestagen sogt dafür, dass sich der Schleim im Gebärmutterhals so verfestigt, dass keine Spermien in die Gebärmutter eindringen können. Außerdem baut sich die Gebärmutterschleimhaut nur unzureichend auf, sodass sich eine befruchtete Eizelle nur schwer einnisten kann.

2. Notfallverhütung

In der sogenannten „Pille danach“ verhindert Levonorgestrel in höherer Dosierung den Eisprung indem es die Ausschüttung von des luteinisierenden Hormons (LH) hemmt. Eine hohe LH-Konzentration löst in enger Abstimmung mit anderen Hormonen normalerweise den Eisprung aus.

Notfallkontrazeptiva müssen spätestens 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr oder im Falle des Versagens einer Verhütungsmethode eingenommen werden. Da ein bevorstehender Eisprung zwar verzögern aber nicht rückgängig gemacht werden kann, ist eine möglichst rasche Einnahme entscheiden für den Therapieerfolg.

3. Hormonersatztherapie

Als Gestagenkomponente in der menopausalen Hormonersatztherapie ist Levonorgestrel in Deutschland nur wenig verbreitet. Anwenderinnen stehen in diesem Fall Tabletten oder Transdermale Therapeutischen Systeme zum Aufkleben (TTS) zur Verfügung.

In den Wechseljahren stellen die Eierstöcke allmählich ihre Funktion ein und es kommt zu einem starken Abfall der Gestagen- und später auch der Östrogenfreisetzung. Eine Hormontherapie kann den entstehenden Hormonmangel ausgleichen und so die Beschwerden wie Schweißausbrüche, Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen lindern.

Quellen:
Mutschler Arzneimittelwirkungen, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 11., völlig neu bearbeitete Auflage 2020
Taschenatlas Pharmakologie, 5. Auflage
Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, 11. Auflage, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2013
Fachinfo Fertigarzneimittel