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Wissenswertes zu Johanniskraut

Die Arzneipflanze Johanniskraut ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Johanniskräuter (Hypericum), zu der mehrere Hundert Arten gehören.

Als Heilpflanze im medizinischen Bereich wird jedoch lediglich das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) genutzt. Das Gewächs wird auch Echt-Johanniskraut, Gewöhnliches Johanniskraut, Durchlöchertes Johanniskraut, Tüpfel-Johanniskraut oder Tüpfel-Hartheu genannt. Die Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden und treibt einen verzweigten Stängel aus. Auf den Blättern befinden sich viele transparente Punkte, das sind die Drüsen. Die Blüten sind goldgelb; auch auf ihnen sitzen zahlreiche Drüsen von heller oder dunkler Farbe.

Von allen Johanniskräutern kommt das Echte Johanniskraut in Europa am häufigsten vor. Heimisch ist es außer in Europa auch in Westasien und Nordafrika; in Ostasien, Nord- und Südamerika und in Australien wächst es inzwischen – nach seiner dortigen „Einbürgerung“ – ebenfalls. Zu finden ist Echtes Johanniskraut in Ebenen und mittleren Höhenlagen vor allem in Gebüschen, auf Wiesen, an Waldrändern oder in lichten Wäldern und an Wegesrändern.

Johanniskraut gehört in Deutschland wie auch in einigen anderen Ländern, darunter Österreich und Polen, zu den wichtigsten Arzneipflanzen. Für die Produktion von Arzneimitteln auf Basis von Johanniskraut baut man es auf Feldern an. Da der Bedarf an Echtem Johanniskraut seit mehreren Jahrzehnten stark gestiegen ist und allein durch Sammlung in der Natur nicht mehr gedeckt werden kann, wurden seit den 1990er-Jahren immer mehr Anbauflächen angelegt. Zur Blütezeit zwischen Juni und September werden ein bis zweimal jährlich die Knospen, Blüten und Zweigspitzen geerntet. Medizinisch verwendet werden alle Pflanzenteile bis auf die Wurzeln.

Wofür wird Johanniskraut medizinisch angewendet?

Schon in der Antike, vor über 2000 Jahren, nutzten Heilkundige Johanniskraut als Heilpflanze und setzten es gegen Wunden, Gicht, Hexenschüsse und Rheuma ein. Später entdeckte man das Kraut auch als Arznei gegen Angstzustände und Stimmungsschwankungen. Im Volksglauben galt Johanniskraut auch als wirksame Waffe gegen dunkle Magie. Zur Sonnwendfeier tanzten früher die Menschen mit Johanniskrautkränzen auf den Köpfen um das Feuer und warfen anschließend die Kränze in die Flammen, um vor Hexen, Dämonen und böser Zauberei geschützt zu sein. Zu seiner Blütezeit um Johanni am 24. Juni galt das Johanniskraut als besonders heilkräftig.

In der heutigen Phytomedizin ist Johanniskraut besonders bekannt als langfristiges Mittel gegen nervöse Unruhezustände, Schlafstörungen, leichte bis mittelschwere depressive Verstimmungen mit Müdigkeit, Antriebs- und Lustlosigkeit und Angststörungen. Gynäkologen empfehlen es häufig während des Klimakteriums, da Frauen durch die Abnahme des Östrogens im Körper in dieser Zeit häufig zu leichteren Depressionen neigen. Auch gegen Menstruationsschmerzen kann Johanniskraut gut helfen.

Äußerlich nutzt man Johanniskraut-Präparate in öligen Substanzen, etwa zum Einreiben bei Beschwerden im Bewegungsapparat (Muskelschmerzen, Verstauchungen, Zerrungen), bei Blutergüssen sowie bei Gicht, Rheuma und Hexenschuss. Auch bei verschiedenen Erkrankungen und Problemen der Haut kommt das Kraut oft zum Einsatz, beispielsweise zur Unterstützung der Wundheilung bei leichteren Verbrennungen. Des Weiteren gehören Verdauungsstörungen zu den Anwendungsbereichen.  

Mit Verweis auf ihr großes medizinisches Potenzial wurde die Johanneskraut-Pflanze von Medizinern zur Arzneipflanze des Jahres 2015 gewählt.

Darreichungsformen

Johanniskraut-Präparate sind in verschiedenen Zubereitungs- und Darreichungsformen rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Nur Präparate mit der Indikation „mittelschwere Depression“ sind seit dem Jahr 2009 in Deutschland verschreibungspflichtig. Flüssig gibt es die Arzneien als Tropfen, Tinktur, Öl oder Tee. Getrocknete Johanniskraut-Extrakte stehen in (Film-)Tabletten, Kapseln und Dragees zur Verfügung.

Wichtig zu wissen ist, dass Johanniskraut als pflanzliche Arznei nicht sofort wirkt, sondern erst nach einer kontinuierlichen Anwendung über mehrere Wochen hinweg Effekte zeigt. Für eine ausreichende Wirksamkeit müssen die Präparate zudem häufig hoch dosiert werden.

Wie wirkt Johanniskraut?

Neben zahlreichen Inhaltsstoffen, darunter die Farbstoffe Hypericin und Pseudohypericin sowie verschiedene Flavonoide, gilt als Hauptwirkstoff des Johanniskrauts der sekundäre Pflanzenstoff Hyperforin, dem eine antidepressive Wirkung zugeschrieben wird. Zumindest weisen Untersuchungen darauf hin, dass Hyperforin – ebenso wie synthetische Medikamente gegen Depressionen – möglicherweise im Gehirn eine Wiederaufnahmehemmung von Serotonin, Noradrenalin und Dopamin, dreier wichtiger Botenstoffe im Nervensystem bewirkt. Durch diese Wiederaufnahmehemmung wird die Konzentration der drei Botenstoffe an den Synapsen erhöht, wodurch es zu einer Stimmungsaufhellung kommt.

Wissenschaftlich ist jedoch bisher nicht eindeutig geklärt, ob tatsächlich das Hyperforin im Johanniskraut diese Wirkungen hervorruft, welche genaue Rolle der Inhaltsstoff Hypericin spielt und ob letztlich die Kombination aus den verschiedenen Inhalts- und Wirkstoffen für gesundheitsrelevante Aspekte verantwortlich ist. Ebenso unbekannt ist bisher auch noch der genaue Wirkmechanismus des Johanniskrauts, vor allem im Hinblick auf Depressionen als Anwendungsgebiet. Zahlreiche Studien haben sich damit beschäftigt, ob und – falls ja – wie effektiv Johanniskraut depressive Verstimmungen lindern kann. Die Ergebnisse sind unterschiedlich und lassen noch keine eindeutigen Schlüsse zu. Es gibt klinische Studien, die eine Wirksamkeit belegen, und ebenso solche, die keine Überlegenheit von Johanniskraut gegenüber einem reinen Placebo-Medikament ergaben.

Trotz dieser Widersprüche ist Johanniskraut als pflanzliche Arznei gegen leichte bis mittelschwere Depressionen amtlich zugelassen. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde spricht für den Einsatz von Johanniskraut als Möglichkeit eines ersten Therapieversuchs bei einer leichten bis mittelschweren Depression eine „Kann“-Empfehlung aus. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen geht davon aus, dass Johanniskraut einen Effekt bei leichten Depressionen hat. Nicht zuletzt berichten zahlreiche Anwender von einer deutlichen Stimmungsaufhellung, nachdem sie mehrere Wochen Johanniskraut als Arznei angewendet hatten.

Unumstritten ist die positive Wirkung von Johanniskrautöl (wegen der roten Farbstoffe im Johanniskraut auch Rotöl genannt) auf die Haut. Das Öl hat entzündungshemmende Eigenschaften und beruhigt trockene und schuppige Haut. Studien haben bereits gezeigt, dass Rotöl deswegen sogar Menschen, die unter Neurodermitis leiden, helfen kann.

Auch unerwünschte Nebenwirkungen sind möglich

Auch wenn Medizinpräparate mit Johanniskraut im Allgemeinen gut verträglich sind, sollten sie auf Dauer nicht ohne den Rat des Arztes oder Apothekers eingenommen werden, denn sie können – wenn auch selten – unter bestimmten Umständen unerwünschte Nebenwirkungen auslösen.

In Einzelfällen wurden bei Menschen mit entsprechender psychischer Veranlagung manische Episoden beobachtet, die auf die Einnahme von Johanniskraut zurückgeführt wurden. Auftreten können auch leichtere Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen und Erregungs- wie auch Müdigkeitszustände. Da der im Johanniskraut enthaltene Farbstoff Hypericin die Empfindlichkeit gegenüber UV-Licht verstärkt, sollten vor allem Menschen mit heller Haut, die Johanniskraut einnehmen, direktes Sonnenlicht und Solarien meiden. Planen diese Menschen beispielsweise einen Badeurlaub im Süden, sollten sie erwägen, das Präparat etwa zwei Wochen vor Urlaubsbeginn abzusetzen. Sehr selten kommt es unter der Einnahme von Johanniskraut auch zu allergischen Hautreaktionen.

Vor allem hohe Dosierungen können zu leichten Formen des so genannten Serotonin-Syndroms mit Schwindel, Bewusstseinseintrübungen, allgemeinem Krankheitsgefühl, Angstzuständen und Muskelzuckungen führen. Da diese Überdosierungssymptome leicht mit den Erscheinungsformen einer Depression verwechselt werden, verleiten sie eventuell zu einer weiteren Erhöhung der Dosis. Um dies zu vermeiden, sollte bei den genannten Symptomen ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Zahlreiche Wechselwirkungen

Wer außer Johanniskraut noch weitere Medikamente anwendet, sollte sich vor der Einnahme von Johanniskraut – vor allem in hohen Dosierungen – ausführlich vom Arzt oder Apotheker beraten lassen. Denn das Kraut kann Wechselwirkungen mit zahlreichen Medikamenten zeigen und dabei die Wirkung der anderen Mittel abschwächen bzw. verändern, z.T. auch die Nebenwirkungen der anderen Mittel verstärken. Betroffen sind unter anderem Arzneien gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Antidepressiva, blutverdünnende Mittel, Medikamente, die zur Behandlung von Krebs und AIDS eingesetzt werden sowie die Anti-Baby-Pille.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit wird empfohlen, vorsorglich auf die Einnahme von Johanniskraut-Präparaten zu verzichten. In der Volksmedizin früherer Zeiten wurde Johanniskraut als Abtreibungsmittel verwendet!

Aufgrund der ernstzunehmenden Wechselwirkungen wurde das vorher vollkommen frei erhältliche Johanniskraut ab 2003 apothekenpflichtig. Ausgenommen davon sind nur Zubereitungen mit einem geringen Wirkstoffanteil (z.B. Tees und Säfte) sowie Rotöl-Präparate zur äußerlichen Anwendung. In Irland ist Johanniskraut wegen seiner Wechselwirkungen bereits seit Jahren in jeder Dosierung verschreibungspflichtig.