Wissenswertes zu Eisen

Eisenmangel ist weltweit eine der häufigsten Mangelerkrankungen, da viele Menschen zu wenig Eisen über die Nahrung zu sich nehmen. Bis zu einem Viertel der Weltbevölkerung ist nach aktuellen Schätzungen in unterschiedlichem Ausmaß davon betroffen.

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Die ausgeprägteste Form mit den stärksten Symptomen ist die Eisenmangel-Anämie, also die durch einen Eisenmangel verursachte Blutarmut.

Oft reicht es bei einem bestehenden Eisenmangel nicht aus, allein über die Nahrung mehr Eisen zuzuführen. Dann sind spezielle Eisenpräparate aus der Apotheke notwendig. Es gibt diese Arzneimittel in vielen verschiedenen Darreichungsformen, Zubereitungen und Zusammensetzungen, die sich sowohl in ihrer Verträglichkeit unterscheiden als auch darin, wie schnell und in welchem Umfang das Eisen vom Körper verwertet werden kann.

Therapie von Eisenmangel mit den richtigen Präparaten

Vor allem Präparate mit gut verwertbarem zweiwertigem Eisen sorgen für eine schnelle und nachhaltige Wiederauffüllung der leeren körpereigenen Eisenspeicher. Zweiwertiges Eisen ist die Form von Eisen, die auch natürlicherweise in Fleisch- und Fischprodukten vorkommt. Es wird vom Körper – anders als dreiwertiges Eisen, das natürlicherweise aus Pflanzen stammt – besonders gut aufgenommen und verwertet. Das zweiwertige Eisen wird in den meisten Eisenpräparaten verwendet, das enthaltene Eisen liegt in der Regel als Salz oder Komplex vor.

Nicht selten verursachen Eisenpräparate unangenehme Nebenwirkungen, sehr oft im Magen-Darm-Bereich. Das kommt vor allem bei Präparaten vor, die das enthaltene Eisen schon im Magen freisetzen, also schon vor dem eigentlichen Ort der Eisenaufnahme, dem Zwölffingerdarm (Duodenum). Wird das Eisen im Magen frei, kommt es wegen der hohen Konzentrationen von aggressiv wirkenden Eisen-Ionen zu Irritationen der hochsensiblen Magenschleimhaut. Um die entsprechenden Nebenwirkungen zu vermeiden, wurden Präparate wie beispielsweise ferro sanol duodenum entwickelt. Diese Arzneimittel lösen sich zwar im Magen auf, das Eisen ist jedoch in kleinsten Teilchen enthalten, die wiederum mit einer magensaftresistenten Schicht überzogen sind. Damit kann verhindert werden, dass Eisen-Ionen bereits im Magen die empfindliche Magenschleimhaut angreifen. Im weiteren Verlauf der Passage des Mittels löst sich die magensaftresistente Schicht im Duodenum auf und setzt das enthaltene Eisen direkt am Ort der Eisenaufnahme frei. 

Zur Therapie eines Eisenmangels gibt es in der Apotheke zahlreiche Präparate, neben ferro sanol gehören dazu auch Ferrogamma, Floradix, Tardyferon u.a. sowie eisenhaltige Nahrungsergänzungsmittel wie Sanostol, Rotkäppchen und Doppelherz. Die Frage, welches Präparat für die individuelle Behandlung das richtige ist, beantwortet der Arzt, ggf. hilft auch der Apotheker weiter. Darüber hinaus sollte auch der Beipackzettel immer genau gelesen und die Anwendungsempfehlungen befolgt werden.

Die meisten Eisenpräparate sind rezeptfrei erhältlich. Dringend zu beachten ist jedoch, dass jede Form eines manifesten Eisenmangels in die Hände eines Arztes gehört. Er wird zunächst die Ursachen und den Grad des Eisenmangels abklären und dann entscheiden, welche Form der Therapie und welche individuelle Dosierung eines Eisenpräparates angezeigt sind. Zudem müssen während der Einnahme eines eisenhaltigen Arzneimittels die Blutwerte regelmäßig überwacht werden. Bitte nehmen Sie daher kein Eisenpräparat ohne vorherige Absprache mit Ihrem Arzt ein. Weitere Fragen beantwortet auch der Apotheker.

Wer ist von Eisenmangel betroffen und wie zeigt sich ein Eisenmangel?

Unter Eisenmangel leiden vor allem Kinder und Jugendliche im Wachstum, jedoch auch Säuglinge und Kleinkinder, sowie Mädchen und Frauen vor der Menopause, insbesondere jene mit starken Monatsblutungen. Betroffen sind aber auch häufig ältere Menschen, aktive Sportler, Vegetarier und Veganer sowie Menschen, die sich einseitig ernähren oder strenge Diäten durchführen. Auch Personen, die regelmäßig Blut spenden und Menschen, die an bestimmten Krankheiten leiden und/oder bestimmte Medikamente einnehmen, haben ein erhöhtes Risiko für einen Eisenmangel.

Der Körper greift bei erhöhtem Eisenbedarf zunächst auf das im Körper gespeicherte Eisen zurück. Sind die körpereigenen Depots erschöpft, wird nach und die Blutbildung beeinträchtigt. Dies zeigt sich zum einen in den typischen Eisenmangel-Symptomen: Zu ihnen gehören chronische Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Erschöpfungszustände, Blässe, Kopfschmerzen, Schlafprobleme bis hin zu depressiven Verstimmungen. Auch trockene Haut, Haarausfall und Rillen auf den Fingernägeln können Anzeichen eines Eisenmangels sein. Ob bei Vorliegen dieser Symptome tatsächlich ein manifester Eisenmangel vorliegt, zeigt sich erst durch eine ärztlich durchgeführte Blutuntersuchung. Ergibt diese einen zu niedrigen Hämoglobinwert (HB-Wert), spricht der Arzt von Eisenmangel, in schweren Fällen auch von einer Eisenmangel-Anämie.

Was ist Eisen und wofür ist es wichtig?

Eisen gehört zu den Mineralstoffen und wird, da es im menschlichen Körper (wie auch Selen, Zink u.a.) lediglich in Spuren vorkommt, auch als Spurenelement bezeichnet. Unser Organismus braucht die regelmäßig Zufuhr dieser Spurenelemente aus der Nahrung für die Aufrechterhaltung der gesamten Leistungsfähigkeit.

Eisen ist für viele wichtige Körperfunktionen mitverantwortlich. Mehr als die Hälfte davon befindet sich im roten Blutfarbstoff. Es sorgt vor allem dafür, dass Hämoglobin (das Eiweiß im Inneren der roten Blutkörperchen) gebildet werden kann. Dieses ist unter anderem zuständig für die Stärkung der Immunabwehr und die Sauerstoffversorgung des Körpers. Das Eisen bindet den Sauerstoff, der über die Lungen in den Körper gelangt, und transportiert ihn zu allen Muskeln und Organen. Ist zu wenig Eisen im Blut, hat das dementsprechend zur Folge, dass der Körper nicht mehr ausreichend gut mit Sauerstoff versorgt werden kann und die Vitalität entsprechend nachlässt.

Ausreichend Eisen im Blut sorgt dagegen für körperliche und geistige Energie, fördert die Konzentration und die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln und stärkt die Immunabwehr. Bei Säuglingen und Kleinkindern spielt Eisen u.a. bei der Reifung des Gehirns eine wichtige Rolle und beeinflusst die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen. Außerdem ist die Bildung wichtiger Botenstoffe im Gehirn von Eisen abhängig.