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Wissenswertes zu Agnus Castus

Agnus castus ist besser bekannt unter der deutschen Bezeichnung Mönchspfeffer. 

Die Wirkstoffe aus dieser Pflanze wurden bereits in antiken Zeiten als Heilmittel eingesetzt. Heute wendet man Mönchspfeffer in der Medizin bei verschiedensten hormonellen Funktions- und Gesundheitsstörungen an, etwa als unterstützendes Mittel für die Empfängnisbereitschaft bei Kinderwunsch. Der Wirkstoff wird auch angewendet, um z.B. bei einer vorhandenen Gelbkörperschwäche ausgleichend auf den weiblichen Hormonhaushalt einzuwirken, um so die Fruchtbarkeit zu erhöhen. Außerdem setzt man Mönchspfeffer als pflanzliches Gegenmittel beim prämenstruellen Syndrom (PMS) und verschiedenen Zyklusstörungen ein. So kann Mönchspfeffer z.B. zyklusbedingte Störungen wie Spannungs- und Schwellungsgefühle in den Brüsten, Gereiztheit, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsstörungen ausgleichen. Auch zu Beginn der Wechseljahre wird Mönchspfeffer empfohlen, da er regulierend bei typischen Beschwerden wie z.B. einer unregelmäßigen und beschwerdereichen Regel wirkt. 

In der Apotheke gibt es reine Mönchspfeffer-Präparate in unterschiedlichen Dosierungen und Darreichungsformen sowie homöopathische Präparate in unterschiedlichen Potenzierungen. All diese Arzneimittel sind rezeptfrei erhältlich. Dennoch sollten die Präparate nicht ohne ärztlichen Rat eingenommen und Dosierungsanleitung und Packungshinweise stets genau befolgt werden.

Hintergründe zu Mönchspfeffer

Agnus Castus gehört zur Familie der Lippenblütler. Optisch ähnelt er der Hanfpflanze. Mönchspfefferbüsche treiben von April bis etwa Juni aus und können mehrere Meter hoch werden. Die Pflanze hat lange, schmale Blätter, die kreuzweise angeordnet sind. In der beerenartigen, schwarz-roten Frucht befinden sich die kleinen schwarzen Samen.

Nicht umsonst bedeutet der Name „Agnus Castus“ im Deutschen „Keuschlamm“. Auch als „Keuschbaum“ wurde der Mönchspfeffer früher häufig bezeichnet. Damals war er vor allem dafür bekannt, den Sexualtrieb zu dämpfen. Schon Mönche und Nonnen des Mittelalters benutzten die scharfen Samen aus der Pflanze, um ihre Speisen damit zu würzen und dadurch ihre „Keuschheit“ zu unterstützen. Heute weiß man, dass Mönchspfeffer – je nach Dosierung – zum einen den Sexualtrieb dämpfen, ihn zum anderen aber auch ankurbeln kann.

Darüber hinaus kam Mönchspfeffer schon in der Medizin der Antike und des Mittelalters als Arznei gegen Frauenleiden zum Einsatz. Bereits bei Hippokrates wurde seine Anwendung beschrieben. Im antiken Griechenland ist Agnus Castus sogar ein wichtiger Teil der Mythologie: Die Göttin Hera, die auch als Symbolfigur für eheliche Treue und Keuschheit verehrt wurde, soll unter einem Mönchspfefferbusch geboren worden sein.

Auch kulinarisch schätzte man schon vor Jahrhunderten die schwarzen Samen: Mit ihrem anregend-scharfen Geschmack stellten sie eine gute Alternative zu Pfeffer dar, der im Mittelalter eine sehr teure Importware war.

Die Wirkung von Mönchspfeffer

Die aktiven Wirkstoffe des Mönchspfeffers stecken vor allem in den Samen. In ihnen sind u.a. verschiedene Glukoside, Flavonoide, Ölsäure, Linolsäure und ätherische Öle enthalten. Als wissenschaftlich nachgewiesen gilt, dass die Einnahme von Mönchspfeffer in höherer Dosierung die Produktion des körpereigenen „Glückshormons“ Dopamin ankurbelt und gleichzeitig die Freisetzung des Hormons Prolaktin verringert. Damit steigt bei Männern der Testosteron-Spiegel an, was bedeutet, dass Geschlechtstrieb und Spermaproduktion aktiviert werden. Bei Frauen bewirkt eine verminderte Prolaktin-Ausschüttung, dass der Östrogenspiegel ansteigt und damit auch das den Einsprung stimulierende Hormon FSH (follikelstimulierendes Hormon) verstärkt produziert wird.

In geringer Dosis eingenommen, bewirkt Mönchspfeffer interessanterweise das Gegenteil: dann blockieren die Wirkstoffe die Dopamin-Rezeptoren, was die Produktion des Hormons Prolaktin steigert. Bei Frauen wird damit unter anderem der Eisprung unterdrückt, bei Männern die Testosteron-Produktion gedrosselt.

Offenbar wirken die Extrakte des Mönchspfeffers stark auf die Hirnanhangdrüse (Hypophyse), die für die Regulierung des menschlichen Hormonhaushaltes zuständig ist. Eine Studie wies beispielsweise nach, dass Inhaltsstoffe des Mönchspfeffers an Opiatrezeptoren binden Dies könnte dafür verantwortlich sein, dass Mönchspfeffer Beschwerden des so genannten Prämenstruellen Syndroms (PMS) lindert.

Die Anwendungsbereiche

Vor allem als Arznei bei unterschiedlichen Funktionsstörungen des menschlichen (und auch tierischen) Hormonhaushaltes hat der Mönchspfeffer eine große Bandbreite.

Bei Kinderwunsch wird er eingesetzt, da seine Wirkstoffe eine Produktionssteigerung des Gelbkörperhormons unterstützen. Eine Gelbkörperschwäche ist ein häufiger Grund für einen unerfüllt bleibenden Kinderwunsch. Zu beachten ist dabei, dass sich der Zyklus der Frau und damit auch der Zeitpunkt des Eisprungs durch die Einnahme von Mönchspfeffer verändern können. Doch pendelt sich der Zyklus in aller Regel schnell wieder ein, sodass die fruchtbaren Tage wieder zuverlässig berechnet werden können.

Agnus Castus eignet sich auch zur Behandlung einer weiteren Fruchtbarkeitsstörung, nämlich des Polyzystischen Ovar-Syndroms (PCO). Dabei leiden Frauen u.a. an Übergewicht, Akne, depressiven Verstimmungen und Zyklusunregelmäßigkeiten. Auslöser ist eine Fehlfunktion der Hirnanhangdrüse, durch die der Hormonhauhalt aus der Balance gerät und es zu Unfruchtbarkeit der Frau kommt. Standardmäßig wird PCO hormonell behandelt; als hilfreich hat sich jedoch auch der Mönchspfeffer mit seiner den Hormonhaushalt harmonisierenden Wirkung erwiesen.

Mönchspfeffer-Extrakt mit seiner dopamin-ähnlichen Wirkung greift zudem ausgleichend beim prämenstruellen Syndrom ein, das meist mit Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Brustspannen und Schlafstörungen einhergeht. Häufig liegt diesen Störungen ein zyklusbedingt gesteigerter Prolaktinspiegel zugrunde. Ist dieser zu hoch, harmonieren Östrogene und Progesteron nicht mehr miteinander. Mönchspfeffer hilft, diese Schwankungen auszugleichen.

Bei Menstruationsbeschwerden wie Bauchkrämpfen oder übermäßig starker Blutung und bei Mastodynie (schmerzenden Brüsten, vor allem vor Einsetzen der Menstruation) kann Mönchspfeffer – eventuell kombiniert mit einem Magnesium-Präparat – die Beschwerden zum Abklingen bringen. Die Ursache für beide Zyklusstörungen ist ein erhöhter Progesteronspiegel, der durch die Wirkung des Mönchspfeffers wieder normalisiert wird.  

Bei Wechseljahresbeschwerden kann Mönchspfeffer das sich verändernde Zusammenspiel der weiblichen Hormone harmonisieren, das Allgemeinbefinden verbessern und zahlreiche im Zuge der Wechseljahre auftretende Störungen (z.B. Stimmungsschwankungen, unreine Haut, starkes Schwitzen usw.) regulieren helfen.

Mönchspfeffer ist zudem ein erprobtes natürliches Mittel gegen sexuelle Unlust bei Frauen und Männern. Dies steht nicht im Widerspruch zum ursprünglichen Ruf des Mönchspfeffers, den Geschlechtstrieb einzudämmen. Entscheidend für die triebdämpfende bzw. triebsteigernde Wirkung ist, wie bereits beschrieben, die Höhe der Dosierung.

Selbst in der Tiermedizin werden Präparate mit Agnus Castus gewählt, z.B. bei hormonell bedingten Verhaltensstörungen oder Fruchtbarkeitsstörungen von Hunden oder Pferden. So wurden bei übertrieben „hengstigem“ und aggressivem Verhalten bei Wallachen, bei Unfruchtbarkeit von Stuten und entsprechenden Verhaltensauffälligkeiten von Hunden  positive Veränderungen nach der Gabe von Mönchspfeffer beobachtet. Auch als ergänzendes Therapeutikum beim so genannten Cushing-Syndrom bei Pferden (einer schweren, unheilbaren Erkrankung, die durch eine Fehlfunktion von Nebenniere und Hirnanhangdrüse ausgelöst wird) hat sich Mönchspfeffer als erfolgreich erwiesen.

Mönchspfeffer in der klassischen Homöopathie

Schon der Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann, sah den Mönchspfeffer als eine der mächtigsten Heilpflanzen an. In homöopathischer Verdünnung oder „Potenzierung“, also in einer eher niedrigen Dosierung, wird Mönchspfeffer beim Mann eher als triebstimulierendes Mittel verabreicht. Als so genannte „Urtinktur“, also in reiner Form, ist die Wirkung dagegen eher libidodämpfend. Hahnemann betonte außerdem die positive Wirkung von Mönchspfeffer bei depressiven Verstimmungen und allgemeiner Niedergeschlagenheit bei Männern und Frauen.

Durch Beobachtungen liegt die Annahme nahe, dass Agnus castus bei streng homöopathischer Anwendung insgesamt „sanfter“ wirkt als ein rein pflanzliches Mönchspfeffer-Präparat. Die richtige Anwendung und Dosierung sollte jedoch immer mit einem Arzt, Naturheilkundler oder Homöopathen abgestimmt werden!

Mögliche Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und weitere wichtige Hinweise zur Wirkung von Mönchspfeffer

Als unerwünschte Nebenwirkungen von Mönchspfeffer-Präparaten wurden in einigen Fällen Magenschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen und Zyklusstörungen, gelegentlich auch Hautausschläge beobachtet. Zu diesen Nebenwirkungen kam es allerdings häufig dann, wenn zeitgleich noch andere Mittel eingenommen wurden.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Mitteln gegen Übelkeit und Brechreiz hat sich herausgestellt, dass deren Wirksamkeit durch Inhaltsstoffe des Mönchspfeffers vermindert werden kann. Vorsicht ist auch bei Frauen geboten, die hormonelle Verhütungsmittel anwenden, da auch deren Wirkung durch die Einnahme von Mönchspfeffer eingeschränkt werden kann.

Da die Wirkstoffe des Mönchspfeffers in den Hormonhaushalt eingreifen, sollten die entsprechenden Arzneimittel nie unbedacht und ohne medizinischen Rat eingenommen werden. Schwangere, stillende Mütter oder junge, noch in der Entwicklung steckende Mädchen sollten Mönchspfeffer-Präparate nicht einnehmen. Ebenso wenig dürfen Frauen mit Krankheiten wie Brustkrebs und Tumoren der Hirnanhangdrüse Mönchspfefferextrakt anwenden.