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Die richtige Intimpflege für den Mann

Kommentar schreiben Freitag, 13. Januar 2017

Dass tägliche Hygiene Pflicht ist steht außer Frage. Doch gerade die Herren der Schöpfung sind meist etwas ratlos, wenn es um die Reinigung und Pflege des Intimbereichs geht. In den Drogeriemärkten versprechen Intimdeos und Pflegelotionen, nicht nur für Frauen, einen gesunden und duftenden Intimbereich. Doch sind solche Pflegeprodukte wirklich notwendig? Und wie pflegen Männer ihr „bestes Stück“ richtig?  Frauen schätzen gepflegte und gut riechende Männer. Das spielt bei der Partnerwahl eine entscheidende Rolle. Die Körperpflege spielt also mehr denn je eine wichtige Rolle bei der Partnersuche, nicht zuletzt unter der Gürtellinie. Doch auch ein zu viel an Pflege und Hygiene kommt bei der Damenwelt nicht so gut an.

Den männlichen Intimbereich richtig waschen

Grundsätzlich gilt bei der Intimpflege: weniger ist mehr. Die Schleimhäute bei Mann und Frau sind übersät mit Bakterien, die die Intim Flora aufrechterhalten und gegen Krankheitserreger schützen. Ein zu viel an Hygiene kann diesen natürlichen Schutz abwaschen und Pilzinfektionen oder das unerwünschte Bakterienwachstum körperfremder Eindringlinge steigern. Deshalb gilt: Einmal täglich sollten Männer ihren Intimbereich gründlich mit lauwarmem Wasser waschen. Auf eine spezielle Lotion kann Mann getrost verzichten. Der männliche Intimbereich ist nicht so pH-empfindlich wie der weibliche. Das waschen mit klarem Wasser reicht vollkommen aus um für eine gesunde Frische und Wohlbefinden zu sorgen. Damit die Bakterien am Penis gründlich entfernt werden, muss die Vorhaut über die Eichel zurückgezogen werden. Hier sammelt sich eine weiße bis gelbliche, fetthaltige Substanz, das sogenannte Smegma. Es besteht aus Absonderungen der Talgdrüsen und Hautschüppchen und bietet einen idealen Nährboden für Bakterien. Damit es nicht zu Entzündungen am Penis kommt, muss das Smegma täglich entfernt werden. Lässt sich die Vorhaut nicht so leicht über die Eichel ziehen kann eine Vorhautverengung vorliegen und ein Arztbesuch steht an.

Männliche Hygiene: Genitalien untersuchen

Die tägliche Reinigung des Intimbereichs sollten Männer dazu nutzen den eigenen Körper auf Veränderungen zu prüfen. So können viele Krankheiten früher erkannt und besser behandelt werden. Im Gegensatz zum weiblichen Geschlecht ist der regelmäßige Gang zum Facharzt bei Männern eher die Ausnahme. Beim Duschen sollten also auch die Hoden und der After gewaschen und gegebenenfalls abgetastet werden. Stellen Sie trotz regelmäßiger Hygiene einen Ausfluss oder unangenehmen Geruch aus dem Penis fest, kann es sich um das Symptom einer Krankheit handeln und ein Arzt sollte aufgesucht werden.

Intimrasur = mehr Sauberkeit?

Für viele Männer gehört inzwischen die Intimrasur zu einem routinierten Ablauf. Eine bessere Hygiene wird dadurch zwar nicht erzielt, doch kann sich die Geruchsbildung durch die vergrößerte Oberfläche, aufgrund der Intimbehaarung, intensivieren. Auch dem Befall von Filzläusen kann Mann mit einem getrimmten Schambereich entgegenwirken. Die Rasur sollte nie trocken und gegen die Wuchsrichtung der Haare erfolgen. Besser ist es unter der Dusche oder in der Badewanne nach dem leichten Einschäumen mit einem pH-neutralen Duschgel zum Rasierer zu greifen. Auf Produkte, die Alkohol enthalten, reagiert der Bereich um Penis, Hoden und After empfindlich. Nach der Rasur kann mit einer sanften Lotion die gereizte Haut eingecremt werden – dies ist aber kein Muss.

Intimpflege: Handtücher regelmäßig wechseln

Damit der Intimbereich nicht übermäßig gereizt wird, sollte von starkem reiben mit dem Handtuch abgesehen werden. Besser ist es den Bereich sanft trocken zu tupfen. Das Handtuch sollte nur für den Intimbereich verwendet werden, damit keine Bakterien an anderen Körperstellen verteilt werden. Auch sollte von vorne nach hinten abgetrocknet werden, damit keine Darmbakterien in die Harnröhre eindringen können. Denn auch Männer sind vor Blasenentzündung und Co. nicht gefeit. Die Handtücher müssen in regelmäßigen Abständen gewechselt und heiß gewaschen werden. Ab 60 Grad Celsius werden Bakterien in der Waschmaschine abgetötet. Waschlappen sollte nach jedem Gebrauch in die Wäsche.

Richtige Unterwäsche für gepflegtes Gefühl

Nach der Intimhygiene muss auf jeden Fall eine frische Unterhose her! Studien zeigen immer wieder, dass die Deutschen (Männer und Frauen) das nicht immer so ernst nehmen. Doch nur mit einer neuen Garnitur kann die Intimpflege erfolgreich sein. Am besten geeignet sind Stücke aus luftdurchlässigem Material, die den Schweiß vom Körper weg abtransportieren. Aus synthetische Stoffe sollte bei der Unterwäsche verzichtet werden. Damit das Frischegefühl nach der Dusche möglichst lange anhält, sollten Männer keine zu engen Hosen tragen. Denn ein zu enges Beinkleid fördert die Schweißabsonderung. Der Schweiß in Verbindung mit den Bakterien im Intimbereich sorgt für einen unangenehmen Geruch.

Auf Duftstoffe verzichten

Im empfindlichen Schambereich sollten Männer wie Frauen auf Pflegeprodukte mit Duftstoffen verzichten. Sie können Allergien und Hautreizungen verursachen. Außerdem schätzen Frauen den gepflegten Eigengeruch von Männern. Er wirkt laut Studien wie ein Aphrodisiakum. Mit diesen einfachen Tipps pflegt das starke Geschlecht seinen Intimbereich am besten:

  • Tägliches Waschen mit klarem, lauwarmem Wasser
  • Entfernen von Smegma zwischen Vorhaut und Eichel
  • Sanftes Waschen von Hoden und After
  • Rasur mit Wasser und ggf. pH-neutralem Duschgel
  • Sanftes Trockentupfen mit frischem Handtuch
  • Täglich frische Unterwäsche aus atmungsaktivem Material
  • Keine zu engen Hosen
  • Keine Intimdeos oder Duftsprays

Hier geht es zum apomio Beitrag über die Intimpflege bei der Frau.

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Lisa Vogel
Autor: Lisa Vogel

Von Juli 2014 bis März 2018 arbeitete Lisa Vogel als Werkstudentin in der Redaktion bei apomio.de und unterstützt das Team nun als freie Autorin. Sie hat ein Studium im Fach Ressortjournalismus mit dem Schwerpunkt Biowissenschaften und Medizin an der Hochschule Ansbach mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen. Hier erlangte sie sowohl journalistische als auch medizinische Kenntnisse. Derzeit vertieft sie ihre medialen Kenntnisse im Master Studium Multimediale Information und Kommunikation.

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