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Goji Beere - Gesundheit und Wohlbefinden aus Fernost

1 Kommentar Donnerstag, 11. Oktober 2018

Die Goji Beere ist eine Frucht aus Fernost und hat seit rund 6000 Jahren einen großen Stellenwert in der traditionellen chinesischen Medizin. Zunehmend bekannt wird der sogenannte für Gesundheit und Wohlbefinden und wird als Nahrungsergänzungsmittel und Anti-Aging-Präparat zum Verkauf angeboten. Welche Wirkung steckt in der Goji-Beere? Ist die Goji Beere auch bei Krebserkrankungen anzuwenden? Mehr über die Goji-Beere im folgenden Beitrag.

 

Was sind Goji-Beeren?

 

Die Goji-Beere wird als aktuelles Superfood vermarktet, welches in Müsli, Joghurt, Smoothies, Muffins, Studentenfutter mit Nüssen und Früchten verzehrt wird und auch in einer Vielzahl von Rezepten die Speisen mit der Goji-Beere verfeinert werden kann. Die Goji-Beere gewinnt immer mehr an Aufmerksamkeit, weil es aufgrund ihrer vitalen Inhaltsstoffe die Eigenschaft „supergesund“ zugeschrieben wird. Die Goji-Beere ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Bocksdorne innerhalb der Familie des Nachtschattengewächses, auch gemeine Bocksdorn-Beere bezeichnet, und stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum trägt ebenfalls den Namen Chinesisches Bocksdorn oder Chinesische Wolfsbeere. Derweilen ist die rote Frucht weltweit verbreitet; in der freien Natur kommt sie von Südosteuropa bis China vor und findet Gebrauch in der chinesischen Küche und ist zudem Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin. Die Früchte des gemeinen Bocksdorns, die nur einige wenige Zentimeter groß sind, werden im Sommer und Herbst geerntet und getrocknet und können sowohl gekocht als auch roh verzehrt werden, wenn es sich um süße Früchte handelt, da einige Varianten sehr sauer sind. Je nach Herkunft und Anbau kann demnach der Geschmack variieren und von süßlich, leicht herb bis zu säuerlich schmecken, vergleichbar wie bei Cranberries.

 

Inhaltsstoffe der Goji-Beere

 

Die Goji-Beere enthält viele wichtige Inhaltsstoffe, unter anderem:

 

  • Aminosäuren
  • BVitamine
  • Vitamin C
  • Carotinoide
  • Ballaststoffe
  • Polyphenole
  • essentielle Fettsäuren
  • Spurenelemente, wie Chrom, Mangan, Zink, Selen, Eisen, Kupfer
  • BetaSisterol
  • Cyperone
  • Betaine
  • Polysaccharide

 

In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Superfrucht lebensverlängernde Eigenschaften zugeschrieben und darüber hinaus werden folgende Besonderheiten gelobt:

 

  • Unterstützung des Immunsystems zur Linderung akuter Infekte und Vermeidung  möglicher Folgeerkrankungen
  • Unterstützung einer ausgeglichenen Darmflora für eine gesunde Verdauung und eine optimale Aufnahme von lebenswichtigen Nährstoffen
  • Stärkung von Herz, Leber und Niere
  • Steigerung der Potenz
  • Behandlung von Herzerkrankungen und Bluthochdruck
  • Verbesserung der Sehkraft
  • Behandlung von Schwindel und Kopfschmerzen
  • Unterstützung im Zuge einer Diät zur Gewichtsreduktion

 

Die Darreicherungsform besteht in: getrocknete Früchte, Kapselform, Tee, Pulver und Saft. Auch die Dosierungshinweise variieren und richten sich nach der Darreicherungsform. Ein Beispiel: 10 bis 30 Gramm getrocknete Goji-Beeren decken den Tagesbedarf an allen wichtigen Vitaminen.

 

Wirkungen der Goji-Beere

 

In verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen und Laborstudien seien positive medizinische Auswirkungen durch die Goji-Beere nachgewiesen worden, besonders die sekundären Pflanzenstoffe Zeaxanthin und Lutein, die in der Goji-Beere enthalten sind, stellen sich als gesundheitsförderlich heraus:

 

  • Schutz vor der Zerstörung des Sehnervs bei Vorliegen eines Glaukoms
  • antioxidative Eigenschaften
  • immunmodulierende Wirkungen

 

Auch wenn von einigen Seiten postuliert wird, dass sich die Wunderfrucht auch bei Krebserkrankungen positiv auswirken könne, existieren bisher noch keine aussagekräftige Laborstudien sowie klinische Studien, die diese These zur Wirksamkeit gegen Krebs bestätigen. Trotz allem wird der Goji-Beere eine gewisse Schutzwirkung vor Krebs zugeschrieben.

 

 

Superfood oder doch vergleichbar mit anderen Obst- und Gemüsearten?!

 

Tatsächlich sei der Verzehr von Goji-Beeren vergleichbar gesund wie der Verzehr von anderen Obst- und Gemüsearten, so die Stellungnahme eines Leiters des ernährungswissenschaftlichen Instituts der Universität Granada. So wird behauptet, dass die positiven Auswirkungen nach dem Verzehr der Goji-Beeren bloß eine Placebowirkung sei. Auf der Internetseite der Vebraucherzentrale.de ist folgende ebenfalls nüchterne Aussage zu lesen: “Die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA hat die dazu eingereichten Studien überprüft und bei sämtlichen für Goji/Wolfberry beantragten gesundheitsbezogenen Aussagen festgestellt, dass kein ursächlicher Zusammenhang zwischen den Behauptungen und der Einnahme von Goji-Beeren besteht.“

Feststeht, dass keine Giftigkeit durch den Verzehr der Goji-Beeren besteht, aber die Frucht allergieauslösend sein kann und auch Wechselwirkungen mit Arzneimitteln möglich sind, da die Inhaltsstoffe der Früchte mit den Cytochromen reagieren und Einfluss auf den Leberstoffwechsel haben. Werden Goji-Beeren eingenommen und gleichzeitig Vitamin-K-Antagonisten, das heißt „blutverdünnende“ Medikamente wie zum Beispiel Marcumar eingenommen, besteht eine verstärkte blutverdünnende Wirkung und damit folglich eine erhöhte Blutungsneigung bzw. ein erhöhtes Blutungsrisiko.

 

Auf den Geschmack gekommen: Augen auf beim Goji-Beeren-Kauf

 

Da die Goji-Beere zum Trendlebensmittel geworden ist, wird diese auch vermehrt importiert und läuft Gefahr, dass oftmals starke Pestizidrückstände nachgewiesen werden können und Belastungen mit dem Insektizid Acetamiprid nicht selten sind. Wer in den Genuss von Goji-Beeren gekommen ist und die roten Früchte auch einmal ausprobieren möchte, sollte idealerweise auf Goji-Beeren in Bio-Qualität achten, auch wenn diese nicht günstig, aber dafür frei von Pestiziden sind oder alternativ selber Goji-Beeren im eigenen Garten oder auf dem Balkon pflanzen, selbst ernten und trocknen, um qualitativ hochwertige und nicht gesundheitsgefährdende Früchte zu verzehren. Die Verarbeitung von den Beeren ist vielfältig und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt: Ob als Snack, beim Backen oder als Bestandteil in einem Menü, Goji-Beeren machen das gewisse Extra! Eine vollständige Verantwortlichkeit für den Fortbestand der Gesundheit und des Wohlbefindens kann logischerweise sicherlich nicht nur den wenigen Zentimeter großen Goji-Beeren zugeschrieben werden, denn das Gesamtbild, sprich eine gesunde Lebensweise, eine ausgewogene gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und die regelmäßige körperliche Tätigkeit tragen dazu bei, gesund zu sein. Auch wenn also die Goji-Beeren „das Wundermittel“ schlechthin nicht sein können, versorgen sie unseren Körper mit wichtigen Vitalstoffen und unterstützen, dass wir gesund bleiben. Und das ist auch gut so! Dann geht auch so mancher Trend nicht an Ihnen spurlos vorbei. Aber auch heimischen und nicht unbedingt exotischen Früchte, wie leckere Äpfel, dürfen durchaus weiter Beachtung geschenkt werden.

J. Ehresmann
Autor: J. Ehresmann

Judith Ehresmann ist als gelernte Operationstechnische und Chirurgischtechnische Assistentin in einem Krankenhaus beschäftigt. Das Schreiben hat sich immer mehr als Gegengewicht zu ihrem Vollzeitberuf im Gesundheitswesen entwickelt. Vor allem auch als Ausdruck ihres medizinischen Interesses, mit dem Wunsch, dieses auf ihre Mitmenschen zu übertragen. Frau Ehresmann schreibt unter anderem für den Thieme Verlag und ist seit November 2014 auch als Autorin für apomio.de tätig.

1 Kommentare

KissKar – Sonntag, 14. Oktober 2018
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