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Yin Yoga - gezielte Entspannung der Faszien

Kommentar schreiben Aktualisiert am 30. Mai 2022

Yin Yoga gewinnt in der heutigen Zeit immer mehr an Aufmerksamkeit. In fast jedem Yoga Studio findet man mittlerweile eine Yin Yoga Stunde. Doch was steckt hinter der ruhigen und entspannten Art, Yoga zu praktizieren?

In diesem Yoga Stil geht es nicht wie beim Vinyasa oder Hatha Yoga um Muskelkraft und schweißauftreibende Flows. Eine Yin Yoga Sequenz basiert auf ruhigen Meditationen, sowie Entspannung des Gewebes und des Geistes.

 

 

Was ist Yin Yoga?

Yin Yoga  ist eine in den 1970er Jahren abgewandelte Form des Taoismus. Das chinesische Konzept von Yin und Yang beschreibt die Lehre des Gegensätzlichen.
Yin wird als passive und restaurative Energie  erklärt. Auch im Yin Yoga gilt das Prinzip der Entspannung und Hingabe.

 

Der Yoga Stil stellt die Balance zu aktiven und körperlich anstrengenden Stilen wie dem Hatha Yoga dar. Yin Yoga basiert auf ruhigen Asanas (Körperhaltungen), die größtenteils im Sitzen oder Liegen ausgeführt werden. Die Besonderheit liegt darin, dass die Positionen zwischen einer und acht Minuten gehalten werden. Zwischen den Asanas werden auch häufig Liegesequenzen (Savasana) eingebaut, um sich zu erden und den Fokus im Hier und Jetzt zu behalten.

 

Wie wird Yin Yoga praktiziert?

Intention der Asanas ist, im Gegensatz zu anderen Yoga-Stilen, nicht in der Anstrengung und Forderung der Muskulatur. Es wird darauf geachtet, die Körperhaltungen ohne Muskelkraft auszuführen.


Durch Schwerkraft und Atmung versuchen Yogis in tiefere Dehnungen und Haltungen zu kommen.  Außerdem wird versucht, alle passiven Muskeln loszulassen und zu entspannen. Erfahrene Yogis fallen so auch in einen meditativen Zustand.

 

 

Yin Yoga -  gezielte Entspannung der Faszien | apomio Gesundheitsblog

 

Yin Yoga und Faszien

Faszien sind Gewebe, die den ganzen Körper wie ein Netz durchziehen und alle Muskeln miteinander verbinden. Faszien liegen um unseren Knochen und Nerven und schützen diese. Das fasziale Bindegewebe unterstützt außerdem unser Immunsystem. Ein gesundes Faszien Gewebe ist locker miteinander verflochten,  fest und elastisch zugleich.
 

Doch durch Stress oder Mangel an Bewegung verhärten oder verkürzen sich die Faszien, was sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken kann. Dieser Effekt kann dazu führen, dass wir weniger beweglich werden. In schlimmeren Fällen kann es zu Schmerzen durch Verspannungen oder gar chronischen Schmerzen kommen.
 

Yin Yoga ist speziell darauf ausgelegt, Faszien zu schonen und zu pflegen. Schon nach der ersten Yoga Klasse spüren praktizierende Yogis deutliche Unterschiede im Körper – dank der Faszien. Denn diese sind verantwortlich dafür, dass wir uns frisch und gedehnt fühlen. Bei regelmäßiger Praxis hat Yin Yoga viele weitere Vorteile, die weiter unten im Text aufgeführt sind.


Wer noch mehr mit und an seinen Faszien arbeiten möchte, kann sich auch mal Faszien Yoga anschauen. Hier liegt der komplette Schwerpunkt auf dem faszialen Gewebe. Als Hilfsmittel wird neben den üblichen Yoga Werkzeugen auch noch eine Faszien Rolle verwendet. Beliebte Modelle sind da die Black Roll, die Ihren Hype schon erfahren hat.

 

Welche Hilfsmittel werden benötigt?

Um eine Position über mehrere Minuten ruhig und schmerzlos zu halten, werden häufig auch Hilfsmittel genutzt.

 

  • Yoga Matte: Die klassische Yoga Matte wird in jeder Praxis genutzt, um den Körper vor dem harten Boden zu schützen. Alternativ werden auch Decken oder Teppiche genutzt.
  • Yoga-Decke: Die meisten Yogis verwenden während der Praxis auch eine Decke. Da die Asanas weniger fordernd sind, kann es in der Yoga Stunde auch mal kälter werden.
  • Yoga-Blöcke: Spezielle Yoga-Blöcke aus Kork können vielfältig genutzt werden. Sie dienen als Ablage der Handflächen, Erhöhung der Sitzhöcker oder Ähnliches. Als gute Alternative kann auch ein Stapel dicker Bücher genutzt werden.
  • Yoga-Bolster:  Das längliche Polster ist ein Multifunktionsmittel. Als Kissen für den Nacken, Ablage für den Bauch oder überall, wo es drückt. Das Polster verstärkt die Wirkung der Entspannung.

 

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Körperliche und emotionale Verspannungen lösen

Der Sinn von Yin Yoga liegt darin, in tiefe Dehnungen ohne Anspannung zu kommen. Das hat den Vorteil das Faszien Gewebe zu entspannen. Durch das lange Halten und bewusste Entspannen der Muskeln löst sich auch das Bindegewebe und die Bänder.
Wer Yin Yoga regelmäßig praktiziert, lockert nicht nur körperliche Blockaden, sondern auch emotionale. Verspannungen der Muskeln tragen oftmals Ursprung in Stress und innerer Unruhe.

Der restaurative Yoga-Stil fordert uns dazu auf, Emotionen und Gedanken zu beobachten, zu fassen und dann loszulassen. Idealerweise geschieht das „Loslassen“ parallel zum Entspannen des Muskels. Meist werden Yin-Yoga Stunden mit einer Meditation begonnen oder beendet. Zu einem tiefen OM oder den Tönen einer Klangschale soll man in sich hinein hören.

 

Was braucht mein Körper gerade? Wie fühle ich mich gerade? Der Fokus dieser Praxis liegt auf einem Selbst.
Es geht darum, sowohl angenehme, als auch unangenehme Körperhaltungen hinzunehmen. Oftmals möchte man als Yogi die Position schneller verlassen, da sie sich unangenehm anfühlt. Genau dort sollte man festhalten und den Schmerz aktiv wahrnehmen.

 

Vorteile des Yin-Yoga

  • Höhere Flexibilität bei regelmäßiger Praxis
  • Körperliche und emotionale Blockaden werden gelöst
  • Fokus auf Faszien, Bindegewebe und Bänder
  • Abwechslung zum lauten und schnellen Alltag
  • Verletzungsrisiko wird minimiert
  • Lockerung verfilzter Faszien

 

 

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Für wen ist Yin-Yoga geeignet?

Grundsätzlich ist jede Art von Yoga für jeden geeignet. Vor Allem langsame und restaurative Yoga-Stile wie Yin-Yoga  sind sehr anfängerfreundlich. Die langsamen und intensiven Sequenzen wirken sich nicht überfordernd für Einsteiger aus. Denn ganz im Gegenteil: im Yin-Yoga kann jeder so tief in die Dehnungen gehen, wie es sich für ihn selbst gut anfühlt. Deshalb sind in dieser Yoga Klasse meist alle Erfahrungslevels vertreten.

Vor Allem Geschäftsleute und oft gestresste Menschen, die einen hektischen und unausgeglichenen Alltag haben, werden im Yin-Yoga zur Ruhe kommen. Durch regelmäßige Yoga Übungen werden bewiesenermaßen weniger Stresshormone ausgeschüttet. Yoga birgt noch viele weitere Vorteile, wie die Stimulation des Nervensystems.

Auch Kraftsportler, Kampfsportler oder sehr aktive Personengruppen finden im Yin-Yoga einen guten Ausgleich zu dynamischen und fordernden Sportarten. Yin-Yoga kann als Ausgleich zu anstrengenden Disziplinen dienen. Denn der ruhige Yoga-Stil kann gut an Rest Days präventiv gegen Muskelkater eingebaut werden.

Sogar Schwangere können Yin-Yoga sorglos praktizieren. Ruhiges Yoga hilft Schwangeren und ihren Kindern dabei, innere und äußere Veränderungen wahrzunehmen. Achtsamkeit spielt während der Schwangerschaft eine große Rolle, dies wird im Yoga gut gelehrt. Yin-Yoga verringert  typische Schwangerschaftsbeschwerden wie zum Beispiel Rückenschmerzen, Müdigkeit oder Wassereinlagerungen.

 

Zudem verbessert es auch erheblich das Wohlbefinden und fördert den Gleichgewichtssinn des Kindes. Mittlerweile gibt es auch speziell für Schwangere ausgelegte Yoga-Kurse (pränatal Yoga). Achtung: Frauen sind in der Schwangerschaft oftmals viel flexibler, bedingt durch das Hormon Relaxin. Es wird darum gebeten, Dehnungen nicht tiefer auszuüben als vor der Schwangerschaft.
 

Patienten nach einem Bandscheibenvorfall mit akuten Beschwerden sollten Yoga zunächst einmal vermeiden. Stechende Schmerzen und unangenehme Lähmungen bei der Praxis sind ein absolutes No-Go. Man sollte eventuell auch die Meinung von einem Arzt einholen, bevor man sich wieder der Yoga Praxis zuwendet.


Grundsätzlich gilt, langsam und achtsam mit ruhigem Yoga einzusteigen. Das größte Risiko im Yoga nach einem Bandscheibenvorfall birgt die Vorbeuge. Yin Yoga eignet sich da gut zum Einsteigen, da die Übungen meistens im Sitzen oder Liegen praktiziert werden.

 

Informiere in jedem Fall deinen Yoga Lehrer vor der Yoga Stunde, sodass dieser ein Auge auf dich legen kann und die Asanas gegeben falls anders wählen kann.

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Quellen anzeigen

apomio.de
Autor: apomio.de

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