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Ist die Familie bereit für ein Haustier?

Kommentar schreiben Donnerstag, 11. Dezember 2014

Ob zum Geburtstag oder an Weihnachten: Auf dem Wunschzettel vieler Kinder steht früher oder später ein Hund, eine Katze oder ein Meerschweinchen. Doch bevor eine Familie tierischen Zuwachs bekommt, muss geklärt werden, welches Tier welche Bedingungen bevorzugt und welche Grundvoraussetzungen erfüllt werden sollten.

Meist haben Tiere einen positiven Einfluss auf Kinder. Der Hund ist ein treuer Freund, die Katze ein geduldiger Zuhörer, das Meerschweinchen ein flauschiger Schmuser und die Fische im Aquarium beruhigende Weggefährten. Doch bevor die Familie tierischen Zuwachs bekommt, müssen einige Punkte geklärt werden.

Zum einen müssen alle Familienmitglieder mit der Aufnahme eines Haustieres einverstanden sein. Hegt der große Bruder eine tiefe Abneigung gegen Hunde, sollte eher ein anderes Tier in Betracht gezogen werden. Auch Allergien spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung. Ist ein Mitbewohner anfällig für Tierhaarallergien, sollte im Vorfeld ein Test gemacht werden, denn es bricht jedem Kind das Herz den neuen besten Freund schon nach wenigen Wochen wieder abgeben zu müssen. Auch der finanzielle Aspekt muss berücksichtigt werden. Nicht nur die Anschaffung von Tier und Futter, sondern auch eventuelle Tierarztbesuche und Medikamente schlagen hier zu buche.

Welches Haustier passt in die Familie?

Sind diese Fragen geklärt, gilt es die Vereinbarkeit von Familie und Bedürfnissen des Tieres abzuklären. Ein Hund braucht beispielsweise drei Mal am Tag Auslauf und freut sich über ausgedehnte Spaziergänge. Eine Katze braucht Platz und Zuwendung, ist aber auch eigenwillig und zeigt es, wenn sie genug hat. Hamster sind nachtaktiv und brauchen tagsüber ihre Ruhe, Meerschweinchen und Kaninchen sind zwar streichelbedürftig, fühlen sich jedoch in Gesellschaft mit anderen Artgenossen am wohlsten. Zusammen mit den Kindern kann eine Liste zu jedem Tier erstellt werden. Es ist wichtig, dass den Kleinen klar gemacht wird, dass die Bedürfnisse des neuen Freundes sehr wichtig sind. So kann nur ein Tier ausgewählt werden, dessen Ansprüche erfüllt werden können.

Eine wichtige Frage: Wie lange möchte ich mich an ein Haustier binden? Hunde und Katzen können weit über zehn Jahre alt werden. Oftmals sind die Kinder bis dahin schon aus dem Haus. Ein Meerschweinchen beglückt seine Besitzer etwa fünf bis acht Jahre, Kaninchen ebenfalls.

Ist die Entscheidung gefallen, geht es an die Anschaffung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten an ein Haustier zu gelangen. Im Tierheim sitzen etliche Katzen, Hunde, Häschen, Meerschweinchen und Vögel, die ein neues zu Hause suchen. Häufig sind sie schon ausgewachsen und der Welpen-Faktor fällt weg. Doch ein älteres Tier hat Vorteile: Es hat die größte Entdecker-Phase hinter sich und die Wohnung leidet eventuell nicht so sehr unter der ungestümen Neugierde. Die Pfleger können den Charakter der Tiere beurteilen, sodass Sie genau das Lebewesen bekommen, das in ihre Familie passt. Wer einen Welpen, Kitten oder andere Tierbabys sucht, wird bei Züchtern oder Privatpersonen fündig.

Verantwortung übernehmen

Allen Eltern sollte klar sein, dass gerade kleine Kinder nicht die gesamte Versorgung des Tieres übernehmen können. Die Eltern sind die Verantwortlichen für das Tier. Es gilt den Nachwuchs langsam an die Verantwortung heran zu führen und ihm kleine Aufgaben zu übertragen. Das Auffüllen des Wassers oder das Entsorgen des alten Streus kann eine solche Aufgabe sein. Eltern müssen jedoch darauf achten, dass die Aufgaben gewissenhaft erfüllt werden. Erst mit 12 bis 14 Jahren hat ein Kind genug Verantwortungsbewusstsein, um sich eigenständig um den tierischen Freund zu kümmern.

Baut ein Kind frühzeitig eine freundschaftliche Beziehung zu einem Haustier auf, ist die Versorgung des Weggefährten später keine Bürde, sondern selbstverständlich und die Eltern werden nach und nach entlastet. Geht es dem Tier in der Familie gut, profitieren alle davon.

Lisa Vogel
Autor: Lisa Vogel

Von Juli 2014 bis März 2018 arbeitete Lisa Vogel als Werkstudentin in der Redaktion bei apomio.de und unterstützt das Team nun als freie Autorin. Sie hat ein Studium im Fach Ressortjournalismus mit dem Schwerpunkt Biowissenschaften und Medizin an der Hochschule Ansbach mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen. Hier erlangte sie sowohl journalistische als auch medizinische Kenntnisse. Derzeit vertieft sie ihre medialen Kenntnisse im Master Studium Multimediale Information und Kommunikation.

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