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Wasser: Der wichtigste Nährstoff für den Körper

Kommentar schreiben Montag, 29. Februar 2016

"Trinken Sie genug Wasser?" Wer hat diesen Satz nicht schon mindestens einmal gehört? Einige einfache Regeln geben Ihnen eine Hilfestellung wie Sie Ihren Wasserhaushalt optimal regulieren und sich rundum wohlfühlen. 

Kann man zu viel Wasser trinken?

Technisch gesehen ist es durchaus möglich, zu viel Wasser zu trinken.  Ärzte nennen diesen Zustand „Verdünnungshyponatriämie“, ein Zungenbrecher, den man sich nicht merken muss, denn die Sorge geht eher dahin, dass wir zu wenig Wasser trinken.

Wasser ist der wichtigste kalorienfreie Nährstoff für den Menschen. Frisches, reines Wasser hat lebenswichtige Aufgaben; es wirkt mit

 

  • bei der Regulierung der Körpertemperatur
  • beim Transport von Sauerstoff und Nährstoffen im Blut
  • bei der Entgiftung der Zellen
  • beim Abtransport von Stoffwechselendprodukten über den Urin
  • bei der Entwicklung körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit,
  • es hält die Gelenke geschmeidig,
  • es hält die Haut schön faltenfrei und elastisch und
  • es reguliert den Appetit.

 

Fehlt dem Körper Wasser, können Kopfschmerzen und Müdigkeit erste Warnzeichen sein.  Wenn der Mund trocken und klebrig wird, sich Herzrasen und Lethargie einstellen, ist der Körper dabei auszutrocknen. Geistige Verwirrung bei alten Menschen kann darauf hin deuten, dass zu wenig Wasser im körperlichen Kosmos kursiert.  Auch Übergewicht kann langfristig eine Folge von zu wenig Trinken sein. Tatsächlich haben Studien ergeben, dass die meisten Menschen weniger als einen Liter reines Wasser pro Tag trinken. Das ist weniger als die Hälfte der empfohlenen Tagesmenge. Dazu kommt, dass der Durst oft mit Limonaden, Kaffee, Tee und Alkohol gelöscht wird, die dem Körper Wasser entziehen.

Mehr Wasser für Kinder

Wie hoch der Wassergehalt im Körper sein sollte, hängt ab vom Lebensalter, Geschlecht, Körpergewicht und Fett- bzw. Muskelmasse. Ein Baby besteht zu 80 Prozent aus Wasser, bei Senioren beträgt der Körperwasseranteil nur noch 50 Prozent. Daraus ergibt sich die notwendige Wassermenge: Kinder im Alter zwischen vier und sieben Jahren sollten mindestens 75 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht aus Wasser, Säften und saftigen, wassereichen Lebensmitteln aufnehmen, empfiehlt der Verband für gesunde Ernährung und Diätetik. Zum Vergleich: Ein gesunder Erwachsener braucht nur noch 35 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht.

Welches Wasser ist das Richtige?

In Deutschland gibt es mehr als 500 verschiedene Mineralwässer. Sie sind nachhaltige Naturprodukte, haben als einzige Lebensmittel eine amtliche Anerkennung, werden streng geprüft und nach strengen Entnahmeregeln an der Quelle abgezapft. Jedes von ihnen hat eine individuelle Zusammensetzung an Inhaltsstoffen, hat mehr oder weniger natürliche Kohlensäure.  Die Mineralisierung der Mineralwässer unterscheidet sich von Wasser zu Wasser, je nachdem welche Gesteinsschichten es durchlaufen hat.  Doch hygienisch einwandfrei ist nichts auf dieser Welt: Stiftung Warentest hat im Juni 2015 zwanzig Mineralwässer aus ganz Deutschland unter die Lupe genommen. Nur sechs davon schnitten einwandfrei ab, in drei der geprüften Wässer fanden sich oberirdische Verunreinigungen wie Korrosionsschutzmittel und Abbaustoffe von Pestiziden, die laut Stiftung Warentest jedoch kein Gesundheitsrisiko darstellten. Dennoch erwarten wir Käufer, dass Mineralwässer keimfrei und sauberer sind als Trinkwasser aus der Leitung, dass sie eben keine Verunreinigungen enthalten und vor allem, dass sie mehr Mineralstoffe aufweisen  als Leitungswasser.

Welche Mineralien es in welcher Dosierung  enthält, wird auf dem Etikett der Flasche angegeben, meist Calcium, Kalium, Magnesium, Natrium, Fluorid, Chlorid, Sulfat und Hydrogencarbonat. Da die Mineralien in ionisierter Form gelöst vorliegen, sind sie hoch bioverfügbar. Magnesium zum Beispiel kann zu über 92 Prozent vom Körper aufgenommen werden, Calcium zu fast 85 Prozent.  Zum Vergleich: Das Calcium aus der Milch steht Studien zufolge zu 80 Prozent dem Körper zur Verfügung, Magnesium liefert Milch ebenfalls zu fast 90 Prozent. Wer Milch meidet, greife zu Mineralwasser.

Wichtig ist auch, wie viel Hydrogencarbonat ein Wasser enthält: Sind mindestens 1000 mg/l ausgewiesen, kann es erfolgreich den Abbau von Calcium aus den Knochen hemmen und den Einbau von Calcium in die Knochen unterstützen.

Wenn Sie sich also gesünder fühlen und gesünder aussehen möchten, greifen Sie zu Wasser. Nehmen Sie sich vor, zwei Wochen lang jeden Tag verteilt acht große Gläser frisches Wasser zu trinken. Morgens nach dem Aufwachen ist der Durst des Körpers besonders groß, im Lauf des Nachmittags nimmt er ab. Machen Sie ein Ritual daraus, füllen Sie es in ein schönes Gefäß mit Glas, lassen Sie sich von Ihrer Uhr oder von ihrem Computer ans Trinken erinnern, nehmen Sie sich Zeit für eine kleine Pause. Trinken Sie achtsam, in kleinen Schlucken. Bereits nach so kurzer Zeit werden Sie einen großen Unterschied in ihrem Wohlbefinden spüren, dass eine gute Versorgung mit Wasser zu Ihrer Priorität werden wird.

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Annette Dietzler
Autor: Annette Dietzler

Annette Dietzler lebt und arbeitet in Köln. Als Gesundheitsberaterin bietet sie u.a. bundesweit telefonische Ernährungs- und Vitalstoffberatung. Sie pflegt einen Blog zu den Themen Stressbewältigung, Prävention und Re-aging. Mehr Infos unter www.annette-dietzler-gesundheitsberatung.de

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