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Vitamine reagieren auf Temperatur
Denn: Je länger Obst oder Gemüse lagert, desto weniger gesunde Inhaltsstoffe bleiben übrig. Zum Beispiel reagiert Vitamin C empfindlich auf Licht, Sauerstoff und Temperaturschwankungen. Bei Zimmertemperatur verlieren etwa grüne Bohnen jeden Tag rund 20 Prozent des enthaltenen Vitamins. Hier ist das Tiefkühlgemüse klar im Vorteil. Durch das schnelle Herunterkühlen auf etwa minus 50 Grad Celsius beim Schockfrosten werden enzymatische Prozesse in den Zellen gestoppt. Das Gemüse altert nicht weiter und die Zellen bleiben erhalten. Auch Bakterien können sich auf Tiefgefrorenem nicht vermehren. Damit sich Bakterien nicht nur nicht vermehren können, sondern gar nicht erst auftreten, sollte das frische Gemüse vor dem Schockfrosten kurz stark erhitzt werden. So sterben die Keime ab und die Produkte werden bakterienfrei eingefroren.
Kühlkette sichert Keimfreiheit
Damit die Produkte auch nach dem Kauf frisch auf dem Teller landen, ist es wichtig, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Nach dem Schockfrosten werden Bohnen, Erbsen, Spinat und Co. bei etwa minus 18 Grad Celsius transportiert und im Supermarkt gelagert. Am besten ist es die Produkte in einer dafür geeigneten Tragetasche nach Hause zu transportieren und sofort in den Gefrierschrank legen. Eine Unterbrechung der Kühlkette oder eine unsachgemäße Lagerung der Ware kann zu Gefrierbrand (unansehnliche Stellen an Gemüse und Fleisch; vor allem beim Fleisch sollten diese entfernt werden), Eiskristallen auf den Lebensmitteln oder Bakterienbildung kommen. Ist der Inhalt eines Tiefkühlgemüse-Packung etwa hörbar zu einem Klumpen zusammengefroren, kann es falsch gelagert worden sein oder ein Fehler bei der Verpackung vorliegen. Die Produkte sind zwar nicht automatisch schlecht oder ungenießbar, doch es können bakterielle Verunreinigungen auftreten.
Obst und Gemüse richtig Auftauen
Eingefrorenes Obst kann, wenn es etwa Kuchenbelag werden soll, direkt aus dem Gefrierfach in den Backofen. Auch Gemüse kann sofort aus dem Kälteschlaf in die Pfanne. Besser geeignet um Vitamine und Geschmack aufrecht zu erhalten ist allerdings das Blanchieren vor dem Verzehr oder der Weiterverarbeitung. Hierzu das gefrorene Gemüse erst in kochendes Wasser werfen und anschließend kalt abschrecken. So werden gegebenenfalls angesiedelte Bakterien abgetötet und das Grünzeug kann weiterverarbeitet werden. Fleisch und Fisch sollte vor der Verarbeitung hingegen langsam im Kühlschrank angetaut werden. Das dauert länger, ist aber schonender für die Produkte. Wer selbst frisches Gemüse einfrieren möchte, sollte es vorher waschen, schneiden und gegebenenfalls blanchieren. Danach einfach in ein geeignetes Behältnis geben und in die Truhe stellen. Die meisten Gemüsesorten sind so bis zu über 12 Monate lang haltbar. Für die Zubereitung einfach die gewünschte Portion herausnehmen und den Rest wieder einfrieren.
Gemüse: Je frischer desto besser
Natürlich ist frisches Gemüse aus dem eigenen Garten oder vom Bauern ums Eck die beste Möglichkeit um den Körper mit Vitaminen zu versorgen. Doch das ist nicht allem Menschen möglich. Das gefrorene Grün kann eine praktische Alternative sein. Doch wenn man von gesunden Produkten aus dem Gefrierfach spricht ist natürlich unverarbeitetes Gemüse gemeint. Viele Fertigprodukte aus dem Eisschrank enthalten Konservierungsstoffe, zu viel Fett, zu viel Zucker und wenig Geschmack. Je unverarbeiteter das Produkt ist, desto besser. Gemüsemischungen sollten daher ohne bereist zugefügte Soße gekauft werden. Auch Pizza und Lasagne aus der Gefriertruhe sind natürlich keine gesunden Mahlzeiten. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät meist wie gesund das Produkt ist. Reiht sich E-Stoff an E-Stoff lieber die Finger davon lassen.
Fazit: Tiefkühlgemüse gehört in die Küche
Durch den hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt des tiefgefrorenen Gemüses handelt es sich auch Monate nach dem Kauf noch um gesunde Lebensmittel. Je unverarbeiteter die Produkte sind, desto besser. Natürlich ist frisches Gemüse die beste Variante, doch mit den Supermarktprodukten kann das gefrorene Grün mithalten. Wer das Gemüse nach dem Auftauen blanchiert, erhält die meisten gesunden Inhaltsstoffe. Das Gemüse sollte nur kurz erhitzt werden – je länger es vor sich hin köchelt, desto mehr gute Stoffe gehen zugrunde. Natürlich gilt das nur für Gemüse und Co, denn in Pizza und Pasta stecken von Haus auf wenig wertvolle Stoffe. Vor allem für Single-Haushalte und Menschen ohne Zugang zu einem eigenen Garten oder einem Hofladen in der Nähe, ist Tiefkühlgemüse eine gute Bereicherung auf dem Speiseplan.