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Lebensfreude wiederfinden - Was wir von Kindern lernen können!

Kommentar schreiben Donnerstag, 30. Januar 2020

Freude möchten die meisten Menschen in ihrem Leben haben. Mit Lebensfreude verbinden wir Glück, Optimismus und Zufriedenheit. Wenn wir uns jedoch umsehen, dann erkennen wir, dass es vielen Menschen schwer fällt, glücklich und optimistisch zu sein. Die gute Nachricht ist jedoch, wir haben die Möglichkeit, konkret etwas für unser eigenes Glück zu tun. In diesem Fachartikel gibt es einige Tipps wie das möglich ist. 

 

Was kann hinter zu wenig Freude im Leben stehen?
 

Lebensfreude ist ein subjektives Gefühl, das uns Kraft und Zuversicht schenkt. Allerdings ist Freude kein Dauerzustand, sondern es gehören auch mal Tage dazu, wo man sich nicht wohl fühlt. Glückliche Menschen spüren jedoch weitgehendst eine tiefe innere Ruhe und die Gewissheit, dass das Leben sich positiv für sie entwickeln wird. Ein Übermaß an Ängsten und Sorgen andererseits verhindert die Freude am Leben.

 

Manche von uns haben viele Beschränkungen in ihrer Familie erfahren. Sei es, dass sie nicht den Beruf ergreifen durften, den sie sich vorgestellt haben. Sei es, dass sie immer gute Leistungen bringen mussten und nur dadurch die Eltern zufrieden stellen konnten. Oder, dass die Eltern vorgelebt haben, dass das Leben schwer und anstrengend ist. So kann sich meist die Freude im Leben nicht entwickeln.

Was sind die möglichen Auslöser, wenn wir zu wenig Lebensfreude besitzen?
 

Oft führen einschneidende Erlebnisse im Leben dazu, dass die Lebensfreude verloren geht. So zum Beispiel in emotional sehr intensiven Situationen, mit denen man nicht umgehen konnte.

 

Beispielsweise eine Trennung vom Partner / von der Partnerin. Hier können viele Gefühle wie emotionale Schmerzen und Ängste auftauchen. Oft löst dies auch eine Überforderung aus. Vor allem, wenn wir niemand haben, mit dem wir die Situation besprechen können. Um weiter zu funktionieren, unterdrückt man den Schmerz und die Gefühle inklusive der Lebensfreude.

 

Wenn du gerade eine Kündigung zu verarbeiten hast, kann dies große Existenzängste hervorrufen. Jedoch erlaubst du dir nicht schwach zu sein, sondern unterdrückst vielleicht deine Ängste und lässt nicht zu, dass diese Ohnmachtsgefühle dich übermannen. Dadurch schneidest du dich jedoch auch von anderen Gefühlen ab.

 

In der heutigen Zeit werden die Anforderungen im Beruf immer größer. Mehr Flexibilität und Engagement werden verlangt. Der Körper gibt dir zwar Signale der Überforderung, die du jedoch ignorierst. Dies kann dazu führen, dass die Lebensfreude verloren geht und im schlimmsten Fall zu einem Burnout oder einer Depression führt.1  

Was kann man selbst tun, um sein Leben freudvoller zu gestalten?
 

Hier sind 14 Tipps für mehr Lebensfreude:

 

  1. Lächeln - Sich selbst im Spiegel oder andere Menschen anlächeln. Dies setzt Endorphine frei und man fühlt sich gleich besser.
  2. Dankbar sein - Sich jeden Tag bewusst zu machen, für was man dankbar sein kann.
  3. Gönne dir etwas und tue dir selbst etwas Gutes. Das wird zu deinem Wohlgefühl beitragen.
  4. Loslassen - Entlasse alles Negative aus deinem Leben und befreie dich von materiellem Ballast.
  5. Halte Kontakt zu anderen Menschen.
  6. Mache Anderen eine Freude und dich dadurch selbst glücklicher.
  7. Verlasse deine Komfortzone und nimm neue Herausforderungen an.
  8. Lebe im Moment und genieße jeden Augenblick.
  9. Lasse deine Gefühle zu.
  10. Setze dir ein Ziel, um dich selbst zu inspirieren und dem Leben einen Sinn zu geben.
  11. Denke positiv und sieh die guten Seiten des Lebens.
  12. Feiere das Leben und belohne dich für deine Erfolge.
  13. Vergib dir selbst und Anderen und schließe die Vergangenheit ab.
  14. Sei aktiv und bewege dich.2

 

Was wir von Kindern lernen können?
 

Jedes Neugeborene besitzt als Geburtsrecht die Lebensfreude und drückt diese aus. Meistens müssen wir im fortschreitenden Alter jedoch etwas dafür tun. Nicht immer läuft das Leben so, wie wir uns das vorstellen. Jedoch sollte es uns bewusst sein, dass wir es selbst in der Hand haben, ob wir etwas daran ändern möchten oder nicht.

 

Wenn wir Kinder beobachten, dann erkennen wir, dass sie Eigenschaften besitzen, die zu mehr Lebensfreude führen. Hier wird der Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen deutlich:

 

  • Kinder leben im Moment und sind meist bei einer Sache
    Erwachsene leben oft in der Vergangenheit oder Zukunft
  • Kinder haben Freude an alltäglichen Dingen
    Erwachsene erkennen oft die kleinen Freuden des Lebens nicht
  • Kinder machen sich keine Gedanken darüber, was andere von ihnen denken
    Erwachsenen ist es oft wichtig, wie andere sie sehen
  • Kinder sind neugierig und offen
    Erwachsene fühlen sich oft in ihrem eigenen Alltag gefangen und testen nichts Neues
  • Kinder lassen ihre Emotionen und Gefühle zu und lassen sie auch wieder los
    Erwachsene hadern oft mit ihren Emotionen und verlernen, ihre Gefühle zuzulassen3


Woraus resultiert Lebensfreude überhaupt und was bedeutet dies für unser Leben?
 

Lebensfreude ist ein Gefühl in uns und entspricht wie ich das Leben sehe und für mich selbst einschätze. Betrachte ich mich selbst als Glückspilz oder als Pechvogel? Sehe ich das Glas halb leer oder halb voll?

 

Es gibt verschiedene Optionen, was man selbst tun kann, um mehr Lebensfreude zu haben:

 

  1. Wir legen den Fokus mehr auf Situationen und Menschen, die uns gut tun
  2. Wir leben in der Achtsamkeit und Gegenwart
  3. Wir freuen uns über kleine Dinge z.B. ein Kinderlächeln oder Vogelgezwitscher
  4. Wir lachen gerne und viel
  5. Wir haben ein gutes Sozialsystem (z.B. Familie, Freunde, Vereine)
  6. Wir treiben Sport und sind viel an der frischen Luft
  7. Wir haben eine oder mehrere Aufgaben, die uns gut tun

 
Wie helfen mir soziale Kontakte, um mehr Lebensfreude zu bekommen?
 

Vor allem in Krisensituationen ist uns bewusst, wie wichtig gute soziale Kontakte sind. Diese helfen uns, die Zeiten zu überstehen, wo es uns nicht so gut geht.

 

Allerdings ist es wichtig, sich mit den richtigen Personen zu umgeben. Nicht solche zu wählen, die einen noch tiefer in die Negativität führen. Sondern sich vor allem mit Menschen zu umgeben, die einem gut tun und die uns wieder aufbauen.

 

Ebenso tut es gut, wenn man sich nicht nur auf sich selbst konzentriert. Wenn man das Leben anderer Menschen erleichtern oder anderen Menschen unterstützen kann, ist das wie Balsam für die Seele. Wenn wir bemerken, dass durch unsere Taten etwas Positives geschieht bzw. unser Handeln einen Sinn macht, dann kann die Lebensfreude Einzug halten.4


Was haben unsere Gedanken damit zu tun, ob wir uns glücklich fühlen oder nicht?
 

Eines der besten Möglichkeiten, um mehr Lebensfreude zu haben, ist seine Gedanken zu beobachten und ins positive zu verändern. Laut einer Studie denken wir ca. 60.000 Gedanken pro Tag. Dies ist eine ganze Menge. Leider sind es meistens dieselben, wodurch sich in unserem Leben wenig ändert. Hier gilt es zu beobachten, was wir denken und wie wir Situationen sehen und einschätzen. Wenn wir nun anfangen die Dinge unter einem positiveren Gesichtspunkt zu betrachten, drückt sich dies in unseren Gedanken und unserer Sprache aus. Zum Beispiel kann ich den gleichen Zustand unterschiedlich ausdrücken: „Ich bin nicht unglücklich“ oder „Ich bin glücklich“ - „Das ist doch nicht schlecht“ oder „Das ist gut“. Dies macht einen großen Unterschied in unserem Denken und Fühlen, ob wir eher positive oder negative Worte wählen. 


 

Christine Riemer-Mathies
Autor: Christine Riemer-Mathies

Christine Riemer-Mathies ist Psychologische Beraterin, Coach für Persönlichkeitsentwicklung, Zielerreichung und Beziehungsthemen sowie Ernährungsberaterin. Seit über 10 Jahren hält Sie Vorträge und Seminare zur Verbesserung der Lebensqualität und schreibt für diverse Blogs. Als Methoden setzt sie im Life-Coaching Gespräche und Beratung, Systemische Aufstellung, Klopfakupressur sowie die BILDERN-Methode ein. Außerdem bietet sie Online Seminare auf der Plattform edudip an. Weitere Informationen: www.lebensfreudefinden.de

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