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Warum Sonnenschutz so wichtig für unsere Gesundheit ist

Kommentar schreiben Aktualisiert am 26. Juni 2023

Nach einem kühlen und verregneten Frühling genießen wir aktuell sommerliche Temperaturen und strahlenden Sonnenschein. Doch so wohltuend sich die wärmenden Strahlen auf Psyche und Vitamin-D-Haushalt auswirken: für unsere Haut sind sie mit erheblichen Risiken verbunden. Es ist daher unerlässlich, eine übermäßige oder unsachgemäße Exposition zu vermeiden und entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

 

 

 

Warum ist Sonnenlicht wichtig für unsere Gesundheit?

Es ist schon lange bekannt, dass Sonnenlicht einen essenziellen Einfluss auf Mensch und Umwelt hat. Pflanzen wachsen an einem hellen Standort schneller und Hühner legen mehr Eier, wenn sie Sonnenstrahlen ausgesetzt sind. Und auch für den menschlichen Organismus ist Sonnenlicht unerlässlich:

 

 

Vitamin-D-Produktion

Unter der Bezeichnung Vitamin-D wird eine Gruppe fettlöslicher Vitamine zusammengefasst, die auch als Calciferole bezeichnet werden. Zu den wichtigsten Vertretern gehören Vitamin-D2 (Ergocalciferol) und Vitamin-D3 (Cholecalciferol).

 

Vitamin-D unterscheidet sich von anderen Vitaminen, da es dem Körper einerseits über die Nahrung zugeführt werden kann und sich andererseits mithilfe von Sonnenlicht (UV-B-Strahlen) im Körper in der Haut bildet. Daher wird es auch umgangssprachlich als „Sonnenvitamin“ bezeichnet. 90 Prozent des benötigten Vitamin-D produziert der menschliche Organismus selbst, lediglich 10 Prozent werden über die Nahrung zugeführt. Vitamin-D steuert zahlreiche Stoffwechselvorgänge. Es fördert unter anderem die Aufnahme von Calcium und Phosphat aus dem Darm sowie ihren Einbau in den Knochen. Darüber hinaus ist Vitamin-D bei der Bildung von Proteinen beteiligt und spielt eine Schlüsselrolle für das Immunsystem.

 

Ausgiebige Sonnenbäder sind allerdings nicht erforderlich: Die notwendige Vitamin D-Dosis wird hierzulande in den Sommermonaten bei wolkenlosem Himmel gegen Mittag innerhalb von etwa 15 Minuten durch die Sonnenexposition von Händen, Armen und Gesicht erreicht.

 

Sonnenlicht ist wichtig für unsere Gesundheit - apomio.de Geusnheitdblog

 

Positive Auswirkung auf Stimmung und Gemüt

Sonnenlicht kann helfen, den Spiegel des „Glückshormons“ Serotonin im Gehirn zu erhöhen und in Folge Stimmung und Wohlbefinden zu steigern. Vielen Menschen schlägt die dunkle Jahreszeit besonders aufs Gemüt. Rein astronomisch betrachtet sind im Dezember nur etwa halb so viele Sonnenstunden möglich wie im Juni, zudem scheint die Sonne in den Wintermonaten weniger hell. In Folge gerät der Hormonhaushalt durcheinander, indem der Körper vermehrt das Schlafhormon Melatonin produziert. Gleichzeitig fällt der Serotonin-Spiegel ab, da der Organismus Serotonin in Melatonin umwandelt.

 

 

Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus

Sonnenlicht spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung unseres zirkadianen Rhythmus, der sogenannten  „inneren Uhr“ unseres Körpers. Die Exposition gegenüber natürlichem Licht am Morgen signalisiert unserem Körper, dass es Zeit ist, wach und voller Energie zu sein. Es hilft auch dabei, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren und Schlafstörungen zu reduzieren.

 

 

Positiver Einfluss auf bestimmte Hauterkrankungen

Sonnenlicht kann den Verlauf einiger Hauterkrankungen positiv beeinflussen. Hierzu zählen unter anderem Schuppenflechte (Psoriasis), das atopische Ekzem (Neurodermitis) und die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo). Durch den gezielten therapeutischen Einsatz von UV-A- und UV-B Strahlen können die Krankheitssymptome deutlich reduziert werden.

 

Was ist Sonnenlicht: Sonnenlicht besteht aus verschiedenen Arten von Strahlung, die sich in einem breiten Spektrum von Wellenlängen und Energieintensitäten erstrecken. Neben sichtbarem Licht und langwelligen Infrarotstrahlen, ist die kurzwellige UV-Strahlung von großer Bedeutung für den menschlichen Organismus. Sie besitzt eine Wellenlänge von 280 bis 400 nm und kann in die Bereiche A, B und C unterteilt werden:

- UV-A-Strahlen: Sie besitzen die längste Wellenlänge und sind am wenigsten energiereich. UV-A-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein als andere UV-Strahlen und können zu vorzeitiger Hautalterung führen. Des Weiteren können sie mit der Entstehung von Hautkrebs in Verbindung gebracht werden.

- UV-B-Strahlen: Sie weisen eine mittlere Wellenlänge auf und sind etwas energiereicher als UV-A-Strahlen. UV-B-Strahlen sind für die körpereigene Bildung von Vitamin-D wichtig und führen in der Oberhaut zur Bildung des Pigments Melanin. Sie dringen nicht so tief in die Haut ein, können aber dennoch Sonnenbrände verursachen und sind die Hauptursache für Hautkrebs.

- UV-C-Strahlen: UV-C-Strahlen haben die kürzeste Wellenlänge und am energiereichsten. Sie werden von der Erdatmosphäre absorbiert und erreichen die Oberfläche der Erde normalerweise nicht.

 

Welchen Selbstschutz bietet unsere Haut?

 

Unsere Haut besitzt natürliche Schutzmechanismen, die sie vor den schädlichen Auswirkungen des Sonnenlichtes schützen.

 

Zum einen produziert die Haut das Pigment Melanin, das UV-Strahlen absorbieren und streuen kann. Bei Kontakt mit Sonnenstrahlen kommt es zu einer gesteigerten Melaninbildung und in Folge zu einer Bräunung oder Verdunkelung der Haut. Das zusätzliche Melanin hilft, UV-Strahlen abzuschwächen und verhindert, dass sie in tiefere Hautschichten eindringen.

 

Des Weiteren kommt es bei wiederholter Sonnenexposition zu einer Verdickung der äußersten Hautschicht – der sogenannten Hornschicht oder Stratum corneum. Dieser Verdickungsprozess – auch „Lichtschwiele“ genannt – bietet einen gewissen Schutz vor UV-Strahlen und verringert das Sonnenbrandrisiko.

 

Der Eigenschutz des Körpers funktioniert allerdings sehr zeitverzögert und nur bis zu einem gewissen Maß an Strahlungsintensität. Die Toleranzgrenze variiert von Person zu Person und hängt von ihrem individuellen Hauttyp ab. Menschen mit dunklerer Haut haben in der Regel einen höheren natürlichen Schutz. Es wird empfohlen, den persönlichen Hauttyp von einem Dermatologen bestimmen zu lassen. Das Bundesamt für Strahlenschutz bietet zur groben Selbstbewertung einen Hauttypentest an: https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/wirkung/hauttypen/hauttypen.html

 

Wo liegen die Grenzen des Eigenschutzes?

 

Insbesondere wenn es um intensive oder langanhaltende Sonnenexposition geht, kommt der Eigenschutz der Haut an seine Grenzen. Menschen mit sehr heller oder empfindlicher Haut besitzen in der Regel weniger natürlichen Schutz vor UV-Strahlen. Helle Hauttypen sind daher anfälliger für Sonnenbrand und andere schädliche Auswirkungen von Sonnenlicht.

 

Aber auch einige Medikamente können die natürliche Schutzfunktion der Haut beeinträchtigen und die Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Strahlen erhöhen. Man spricht dann von einer erhöhten Lichtsensibilität, die sich in Form starker Sonnenbrände schon bei geringer Strahlenexposition, Rötungen, Blasenbildung und Pigmentstörungen bemerkbar machen kann.

 

Jeder Sonnenbrand schädigt die Haut - apomio.de Gesundheitsblog

 

In seltenen Fällen verursachen Wirkstoffe wie Tetracycline oder Fluor­chinolone unter Lichteinfluss auch eine Photoonycholyse. Dabei lösen sich oft erst Wochen nach der Einnahme die Nägel ganz oder teilweise ab.

 

In Deutschland sind rund 300 Medikamente mit photosensibilisierendem Potenzial bekannt. Diese sollten allerdings nie ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt abgesetzt werden. Als Hauptauslöser für eine medikamenteninduzierte erhöhte Lichtempfindlichkeit gilt das Diuretikum Hydrochlorothiazid.

 

Stoffgruppe

Wirksstoffe (Auswahl)

Diuretika

Hydrochlorothiazid*, Furosemid, Amilorid, Ethacrinsäure, Triamteren*, Spironolacton, Xipamid*

nicht steroidale Antirheumatika

Naproxen*, Ketoprofen, Piroxicam, Diclofenac, Phenyl­butazon, Mefenaminsäure, Indometacin, Ibuprofen

antimikrobielle Substanzen

Sulfamethoxazol/Trimethoprim*, Sulfasalazin, Ciprofloxacin, Tetracyclin, Doxycyclin, Minocyclin, Isoniazid, Gentamicin, Griseofulvin, Nitrofurantoin

Malariamittel

Chloroquin, Chinin*, Pyrimethamin, Mefloquin,

Antipsychotika

Chlorpromazin*, Thioridazin, Chlorprothixen, Promethazin*, Perazin, Fluphenazin, Promazin, Haloperidol

Antidepressiva

Amitriptylin*, Trimipramin, Nortriptylin, Desipramin, ­Imipramin, Doxepin, Clomipramin*

kardiovaskuläre Substanzen

Amiodaron, Nifedipin, Chinidin*, Captopril*, Enalapril*, Fosinopril, Ramipril, Disopyramid, Hydralazin, Simvastatin

Antiepileptika

Carbamazepin*, Lamotrigin, Phenobarbital, Phenytoin, Topiramat, Valproinsäure

Antihistaminika

Cyproheptadin, Diphenhydramin, Loratadin

zytotoxische Substanzen

5-Fluorouracil, Vinblastin, Dacarbazin*, Procarbacin, Methotrexat, Azathioprin

Hormone

Corticosteroide, Estrogene, Progesterone

systemische Dermatika

Isotretinoin, Methoxalen*, 5-Methoxypsoralen*, 8-Methoxypsoralen

*Wirkstoffe lösen auch photoallergische Reaktionen aus (Quelle: Schauder, S., Phototoxische Reaktionen der Haut durch Medikamente. Dtsch. Ärztbl. 102, Heft 34-35 (2005) A 2314-2319)

 

Pflanzen wie der Riesenbärenklau können ebenfalls phototoxisch wirken und schon bei geringen UV-Dosen, schwere, sonnenbrandähnliche Verbrennungen auslösen.

 

Es ist daher wichtig, den direkten Kontakt zu vermeiden, insbesondere wenn die Haut im Anschluss der Sonne ausgesetzt sein könnte. Sollte man doch versehentlich mit dem Pflanzensaft in Berührung gekommen sein, ist die betroffene Stelle gründlich mit Wasser und Seife abzuwaschen und Sonneneinstrahlung für mindestens 48 Stunden zu meiden.

 

Bestimmte Hauterkrankungen wie Ekzeme oder Verbrennungen können die Hautbarriere schwächen und den Eigenschutz vor Sonnenlicht verringern.

 

Eine verstärkte Lichtempfindlichkeit kann in manchen Fällen auch ein Merkmal von systemischen Erkrankungen sein. Diese betreffen das gesamte Organsystem wie beispielsweise die Autoimmunerkrankung systemischer Lupus erythematodes, die Stoffwechselstörung Porphyrie oder ein Vitamin-B3-Mangel.

 

Betroffene der seltenen „Mondscheinkrankheit“ (Xeroderma pigmentosum) reagieren aufgrund eines genetischen Defektes extrem auf UV-Strahlung und müssen diese konsequent meiden. Die Lebenserwartung dieser Patienten ist unbehandelt gering, da die Krankheit das Hautkrebsrisiko massiv erhöht.

 

 

Negative Auswirkungen von Sonnenlicht auf unseren Körper

 

Obwohl Sonnenlicht wichtig für die körperliche und seelische Gesundheit ist, kann eine übermäßige Exposition auch negative Auswirkungen nach sich ziehen.

 

Ein direktes Signal, dass bestimmte Hautbereiche stark geschädigt wurden, ist der Sonnenbrand.

 

Es handelt sich hierbei um eine akute Entzündung der oberen Hautschicht, die sich durch Rötung, Schmerzen, Blasenbildung und Schuppung der Haut äußert.

 

Sonnenbrand erhöht das Risiko für Hautkrebs und kann langfristige Schäden an der Haut verursachen. Insbesondere eine langfristige Exposition gegenüber UV-B-Strahlen erhöht das Risiko für das maligne Melanom, den gefährlichsten Hautkrebs, sowie für Basalzell- und Plattenepithelkarzinome.

 

Des Weiteren kann eine langfristige übermäßige Sonnenexposition zu vorzeitiger Hautalterung führen. UV-Strahlen wirken sich negativ auf Kollagen und Elastinfasern in der Haut aus, was zu Faltenbildung, Pigmentflecken, schlaffer Haut und einer groben Hauttextur führen kann.

 

Hautkrankheiten wie Herpes und Rosacea werden durch UV-Licht begünstigt, denn UV-Strahlen schwächen das Immunsystem. Unter dem Einfluss der Sonne ziehen sich spezielle Zellen der körperlichen Abwehr aus den oberflächlichen Hautschichten zurück. In Folge können bestimmte Entzündungsprozesse in der Haut in Gang gesetzt und die Hautbarriere geschwächt werden.

 

Des Weiteren verliert die Haut an Feuchtigkeit und trocknet aus. Im ersten Moment führt dieser Effekt dazu, dass fettige Haut trockener erscheint. In Folge wird jedoch die Talgproduktion gesteigert und Unreinheiten nehmen zu.

 

Treffen UV-Strahlen zu stark oder lange auf das äußere Auge, kann die Hornhaut des Auges ebenfalls einen Sonnenbrand erleiden. Betroffene können in Folge unter Augenschäden wie Bindehautentzündung, Photokeratitis (Hornhautentzündung), Katarakten (grauer Star) und degenerativen Netzhauterkrankungen leiden.

 

 

Schutz vor schädlicher UV-Strahlung

 

Spätestens wenn der Eigenschutz der Haut an seine Grenzen kommt, ist es wichtig zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um die Haut zu schützen. Bereits im Kindesalter werden 75 Prozent der UV-Lebensdosis aufgenommen. Die daraus resultierenden UV-Schäden sind maßgeblich für das spätere Entstehen von Hautkrebs verantwortlich. Sonnenschutz ist daher in allen Altersklassen, zu jeder Jahreszeit und überall wichtig.

 

Der UV-Index ist eine gute Orientierungshilfe für Sonnenschutzmaßnahmen. Die Kennzahl beschreibt den am Boden erwarteten UV-Tagesspitzenwert. Je höher dieser ausfällt, desto größer ist das Risiko, einen Sonnenbrand zu bekommen.

 

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Direkte Sonneneinstrahlung – besonders in der Mittagszeit von 11 bis 15 Uhr – sollte generell gemieden werden. Und auch im Schatten ist Sonnenschutz unverzichtbar, da hier immer noch fast die Hälfte des direkten Sonnenlichts auf die Haut trifft.

 

Textiler Sonnenschutz in Form von langen Hosen, Oberteilen und Kleidern aus luftigem, dicht gewebtem Material schützt die Haut zusätzlich. Mit Tüchern, Kappen oder Hüten mit Schirm und Nackenschutz kann der Kopf bedeckt werden, eine Sonnenbrille mit UV-Schutzgläsern schirmt die Augen ab. Bei Badekleidung ist UV-Standard 801 ein guter Richtwert. Dieses Verfahren überprüft auch das beanspruchte Kleidungsstück (z.B. im nassen oder gewaschenen Zustand) und gibt seinen UV-Schutz als Ultraviolet Protection Factor (UPF) an.

 

Auf alle Hautpartien, die nicht durch Kleidung oder Aufenthalt im Schatten geschützt werden können, sollte ein geeigneter Sonnenschutz aufgetragen werden. Wichtig ist hierbei die Wahl des richtigen Produktes sowie dessen korrekte Anwendung. Nur Präparate mit einem Breitbandfilter für UV-A- und UV-B-Strahlen können einem Sonnenbrand so gut wie möglich vorbeugen. Bezüglich der erforderlichen Menge kann die sogenannte „Zwei-Finger-Regel“ hilfreich sein. Hierbei wird der Körper in elf gleich große Zonen eingeteilt, die im Anschluss jeweils mit zwei fingerlangen Cremesträngen eingecremt werden. Stirn, Nacken, Ohren und Füße sollten hierbei nicht vergessen werden.

 

Sonnenschutzmittel sind nur begrenzt wasserfest – auch wenn sie als solche deklariert sind. Nicht nur beim Schwitzen und Baden, sondern auch beim Trocknen der Haut mit einem Handtuch geht viel Schutzleistung verloren.

 

Regelmäßiges Nachcremen ist unverzichtbar, erhöht allerdings nicht den LSF und verlängert somit nicht die erlaubte Aufenthaltszeit in der Sonne!

 

 

Wer braucht besonders viel Schutz vor Sonnenstrahlung?

 

Bestimmte Personengruppen benötigen einen besonderen Schutz vor Sonnenlicht:

 

Helle Hauttypen

Menschen mit heller Haut produzieren weniger Melanin, das als natürlicher Schutz gegen UV-Strahlen dient. Dadurch sind sie anfälliger für Sonnenbrand und haben ein höheres Risiko für Hautschäden.

 

Babys und Kinder

Im Vergleich zu Erwachsenen ist ihre Haut empfindlicher und dünner. Daher benötigen Kinder besonderen Schutz, um Sonnenbrand und langfristige Hautschäden zu vermeiden.

 

Personen mit bestimmten (Haut)erkrankungen

Bestimmte (Haut)erkrankungen wie Ekzeme, Lupus oder Vitiligo führen zu einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht.

 

Personen mit einem erhöhten Risiko für Hautkrebs

Menschen mit einem erhöhten familiären Risiko für Hautkrebs oder Betroffene, die bereits Hautkrebs hatten, sollten besonders vorsichtig sein und sich vor Sonnenlicht schützen.

 

Personen, die bestimmte Medikamente einnehmen

Einige Medikamente, wie bestimmte Antibiotika, entzündungshemmende Arzneistoffe oder Aknetherapeutika, können die Haut empfindlicher gegenüber Sonnenlicht machen.

 

 

Wann sollte man Sonnenlicht meiden?

 

In bestimmten Situationen kann es erforderlich sein, Sonnenlicht zu meiden.

 

Bei den ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes oder anderer Hautreizungen sollte an den nachfolgenden Tagen die Sonne komplett gemieden werden. Dies gilt auch für Personen mit erhöhter Sonnenempfindlichkeit aufgrund von Hauterkrankungen, bestimmten Medikamenten oder genetischen Faktoren. Nach medizinischen Maßnahmen wie Laserbehandlungen, chemischen Peelings oder die Entfernung von Muttermalen sollte ebenfalls auf direkte Sonnenstrahlen verzichtet werden, da die Haut empfindlicher und das Risiko von Komplikationen oder Pigmentstörungen erhöht sein kann.

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Quellen anzeigen

Linda Künzig
Autor: Linda Künzig

Linda Künzig, Apothekerin mit Weiterbildungen im Bereich Homöopathie und Naturheilverfahren. Neben ihrer Tätigkeit in einer öffentlichen Apotheke unterstützt sie seit Mai 2019 die Apomio-Redaktion als freie Autorin.

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