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Vitamin D: Warum Sonnenschein so wichtig ist

Kommentar schreiben Sonntag, 28. Dezember 2014

Vitamin D, in medizinischer Fachsprache auch Cholecalciferol genannt, ist ein lebensnotwendiges Vitamin, welches der menschliche Körper unter Einwirkung von Sonneneinstrahlung selbst herstellen kann. Eine ausreichende Versorgung an Vitamin D schützt vor zahlreichen Krankheiten.

Vitamin D – Gesund durch Vitamin D

Es gibt viele Krankheiten, die mit einem Vitamin D Mangel, der größtenteils auf eine sonnenarme Gegend zurück zu führen ist, in Verbindung gebracht werden:

Klinische Studien haben ergeben, dass ein ausreichender Vitamin D Gehalt im Körper langfristig vor Krankheiten schützen kann und Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und der Anfälligkeit für Infektionen entgegen wirkt.

Neben bestimmten Krebserkrankungen sei auch das Risiko an einer Herz-Kreislauf-Krankheit zu leiden erhöht, wenn der menschliche Organismus nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt wird.

Des Weiteren spielt Vitamin D eine große Rolle bei der Regulierung des Calcium- und Phosphatspiegels: Die Knochenleistung nimmt zu; das Risiko an Osteoporose zu erkranken nimmt ab.

Vitamin D ist demnach von großer Wichtigkeit, um dauerhaft gesund zu bleiben.

Mit Hilfe der Sonne wird der Vitamin D Bedarf gedeckt

Eine gesunde Dosis an Sonnenstrahlung, ohne dabei das Hautkrebsrisiko zu erhöhen, ist für die körpereigene Synthese von Vitamin D förderlich: Mit Hilfe der Sonne wird nämlich der Großteil des Vitamin D Bedarfs, nämlich etwa 80 Prozent, vom menschlichen Körper selbst gedeckt.

Je nach Hauttyp wird unterschiedlich viel UV-Licht aufgenommen – je heller der Hauttyp, desto höher ist die Absorption der UV-Strahlung und dementsprechend höher die Bildung von Vitamin D.

Vitamin D ist auch in der Nahrung enthalten

Als Bestandteil der menschlichen Ernährung kann Vitamin D über die tägliche Nahrungszufuhr aufgenommen werden: Tierische Lebensmitteln wie Fisch, Eiern und Milch sind Vitamin-D-haltig; zu den pflanzlichen Lebensmitteln, die Vitamin D nachweisen,  zählen beispielsweise Avocados und Pilze.

Trotz allem ist der Gehalt von Vitamin D aus der Nahrung, welcher die restlichen 20 Prozent bilden, relativ gering, sodass eine zusätzliche Einnahme von Vitamin D in Form von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll ist: Der Vitamin-D Bedarf wird somit gedeckt.

Eine ausgewogene Ernährung und der Aufenthalt an der frischen Luft sind ausreichend

Um ausreichend mit Vitamin D versorgt zu werden, wird angenommen, dass eine ausgewogene Ernährung und der regelmäßige Aufenthalt an der frischen Luft bei Spaziergängen oder während Sportaktivitäten im Freien oftmals genügen und auf die Gesundheit positive Auswirkungen haben.

Im Hinblick auf das veränderte Freizeitverhalten sowie Arbeitsverhalten ist dies oft schwierig, denn immer mehr Menschen, sowohl Kinder als auch Erwachsene verbringen mehr Zeit in geschlossenen Räumen als draußen an der frischen Luft, was einen Vitamin D Mangel zur Folge haben kann.

Aus Angst vor Hautkrebs bei Sonnenschein wird ebenfalls immer mehr Gebrauch von Sonnencremes mit sehr hohem Schutzfaktor gemacht, sodass eine Vitamin D Herstellung verhindert wird – demnach ist es ratsam einige Minuten ohne Sonnenschutz auszukommen, um den Bedarf an Vitamin D decken zu können.

Die Symptome und Folgen eines Vitamin D Mangels

Neueste Studien haben ergeben, dass mindestens die Hälfte der Menschen einen zu geringen Vitamin D Gehalt im Blut nachweisen – besonders ältere Menschen sind hierbei betroffen.

Denn im Vergleich zu jüngeren Menschen verlassen ältere Menschen immer weniger das Haus, sodass die Aufnahme von Sonneneinstrahlung verwehrt bleibt; auch ist die Vitaminbildung in der Haut nicht mehr so funktionsfähig wie die junger Menschen.

Bei einem bestehenden Vitamin D Mangel kann nicht mehr ausreichend Calcium in den Knochen eingelagert werden, was zur Folge hat, dass die Knochen weich und biegsam werden und bei Stürzen schneller brechen – das Krankheitsbild der Knochenerweichung wird als Osteomalazie bezeichnet.

Auch kann es zu Verformungen des Schädels, der Wirbelsäule und der Beine bei Kindern führen, welche als Rachitis benannt wird.

Wie behebt man den Vitamin D Mangel?

Besonders zur kalten und dunklen Jahreszeit reicht oftmals ein Spaziergang nicht aus, um genügend Vitamin D herstellen zu können, daher ist es von großer Wichtigkeit einen großen Vitamin D Vorrat während der warmen Sommermonate aufzubauen, damit der Körper im Winter von den Vorräten versorgt wird.

Durch Einnahme von Vitamin-D-Präparaten kann ein Mangel auch behoben werden, aber es ist Vorsicht geboten: Man sollte nie eigenhändig, ohne ärztlichen Rat, diese Präparate zu sich nehmen, da die Gefahr einer Überdosis besteht und folglich die Nieren erheblich geschädigt werden können.

Aus diesem Grund sollte stets ein Arzt aufgesucht werden, der den Vitamin D Gehalt im Blut bestimmt und die individuelle benötigte Dosis bestimmt.

Der menschliche Körper braucht Vitamin D

Vitamin D, in der Umgangssprache auch das Sonnenscheinvitamin genannt, ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich: Unabhängig wie alt Sie sind – gönnen Sie sich den Ausgang an die frische Luft. Ihrer Gesundheit zu Liebe.

J. Ehresmann
Autor: J. Ehresmann

Die ausgebildete Operations-Technische Assistentin hat nach ihrer dreijährigen Ausbildung eine Weiterbildung zur Chirurgisch-Technischen Assistentin in der Allgemein- und Visceralchirurgie in Köln absolviert. Inzwischen blickt sie auf eine mehrjährige Erfahrung in der OP-Assistenz in diesem Fachgebiet zurück. Neben ihrer Tätigkeit im OP studiert Frau Ehresmann Humanmedizin in einem Modellstudiengang in Aachen.

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