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Effektive Tipps gegen Hitze

Kommentar schreiben Freitag, 24. Juli 2020

Endlich Sommer! Klettern die Temperaturen aber immer höher, kann die Hitze auch ganz schön zu schaffen machen. Gut zu wissen, wie man die Wohnung kühl hält, welches Ernährung erfrischt und nicht noch mehr einheizt und wie auch sonst das Leben während der Hitze angenehmer gestaltet werden kann. Kann Hitze krank machen? Wie hält man die Wohnung kühl? Was isst und trinkt man am besten? Wie schläft es sich gut im heißen Sommer? Was hat sich noch bewährt, um sich bei hohen Temperaturen zu erfrischen und kühl zu halten? Welche Fehler sollte man vermeiden?

Inhaltsverzeichnis:

Ist zu viel Hitze eine Gefahr für die Gesundheit?

Hitze ist nicht nur anstrengend. Sie kann auch auf die Gesundheit schlagen. Beim Sonnenstich ist der Kopf betroffen. Wird er lange direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt, wird er heiß und rot. Im Inneren reizt das starke Sonnenlicht die Hirnhäute und sie schwellen an. Die Symptome ähneln denen einer Hirnhautentzündung: Kopfschmerzen, Schwindel, Brechreiz und Nackensteifigkeit. Je dicker der Schädelknochen, umso besser ist der Kopf vor einem Sonnenstich geschützt.

Deshalb sind kleine Kinder mit ihren noch sehr dünnen Schädeldecken und Menschen mit wenig Kopfhaar besonders gefährdet. Bei Verdacht auf Sonnenstich sollte sich der Betroffene mit erhöhtem Oberkörper an einen schattigen Ort setzen. Kopf und Nacken sollten mit kalten, feuchten Tüchern oder in einem Tuch eingeschlagenen Eisbeuteln gekühlt werden.

Ein Thermometer wird in Richtung Himmel nach oben gehalten und die Sonne scheint drauf.Ein Hitzschlag betrifft den ganzen Körper. Normalerweise kühlt sich der Körper durch die Erweiterung der Blutgefäße und die Produktion von Schweiß ab. Er verdunstet auf der Haut und kühlt so den Organismus ab. Bei sehr hoher Außentemperatur jedoch staut sich die Wärme im Körper. Die Körpertemperatur kann auf über 40 Grad ansteigen. Ab 41 Grad besteht Lebensgefahr. Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, beschleunigter Puls, schnelle, flache Atmung und manchmal Krämpfe und Verwirrung. Die Haut ist trocken und heiß. Die größte Gefahr ist eine Atemlähmung. Krankenwagen rufen! Den Betroffenen im Schatten flach mit leicht angehobenem Oberkörper lagern. Den Flüssigkeitsverlust mit Wasser oder Fruchtschorle ausgleichen. Ältere Menschen sollten zwischen 12 und 15 Uhr Siesta halten!

Wie bleibt die Wohnung kühl?

Hängen Sie feuchte Bettlaken oder Tücher mit hohem Baumwollanteil vor das Fenster oder über zwei Stühle. Die verdunstende Flüssigkeit und ihre Umgebung werden abgekühlt. Alternativ kann man auch einen Eimer mit kaltem Wasser oder Eiswürfeln in den Raum stellen. Massive Fußboden kühlen. Teppiche und Teppichboden dagegen verhindern, dass der Boden Wärme aufnimmt.

Deshalb sollten bei Hitze Teppiche aus den Räumen möglichst entfernt werden. Gelüftet wird nur nachts und frühmorgens bis 8.30 Uhr. So kommen Sauerstoff und kühle Luft in die Wohnung.

Tagsüber sollten Türen und Fenster geschlossen sein! Optimal ist die Beschattung von außen, damit die Hitze gar nicht erst in Wohnung kommt, z.B. durch helle, von außen angebrachte Jalousien, Rollos mit einer Metallschicht außen, Rollos mit Hohlkammern oder Fensterläden. Die Beschattung von außen kann die Sonnenbestrahlung um 75 % verringern, helle Vorhänge oder Rollos innen um 25 %.

Im Dachgeschoss helfen eine Sonnenschutzfolie an den Fenstern oder eine Sonnenschutzverglasung. Elektrogeräte wie TV, PC, Fön, Spülmaschine und Wäschetrockner heizen der Wohnung zusätzlich ein. Deshalb Elektrogeräte nur bei wirklichem Bedarf betätigen und auch den Stand-by-Betrieb abschalten.

Neben einer ausreichenden Wärmedämmung ist eine Klimaanlage eine sehr effektive Methode, um Räume sicher und schnell auf die gewünschte Temperatur abzukühlen. Das kostet aber auch Energie und Geld! Am effektivsten und stromsparendsten sollen Splitgeräte mit Innen- und Außengerät sein.4

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Hilft ein Ventilator?

Die Raumtemperatur bleibt gleich. Die Luft wird nur zum Zirkulieren gebracht. Aber: Wir sind mit unseren 37 Grad Körpertemperatur wärmer als die Umgebungsluft. Die Luft, die der Ventilator in unsere Richtung bläst, ist kühler als wir. Dadurch ist die uns umgebende warme Luft gezwungen, Feuchtigkeit an uns abzugeben, die einen kühlenden Effekt bewirkt.6

In Zeiten von Corona kann ein Ventilator die Aerosole mit den Viren  im Zimmer verteilen und die Ansteckungsgefahr erhöhen. Ein Ventilator als Virenschleuder? Nicht unbedingt. Da ohnehin ständig gelüftet werden sollte, kann man eine Tür öffnen und den Ventilator am Fenster aufstellen, damit ein Luftzug entsteht: Frische Luft kommt in den Raum und die Aerosole werden nach draußen befördert.7

Was soll man bei Hitze trinken?

Der ideale Durstlöscher ist Wasser. Das kann Leitungswasser sein oder mineralhaltige Flüssigkeit, wie Tees, Saftschorlen, Suppen und Brühen.3 Auch gekühlter Kräutertee, Wasser mit Minze und Zitrone1 oder Sprudel mit einem Schuss Holundersirup eignen sich hervorragend in der Hitze.3 Empfohlen werden bis zu drei Liter Flüssigkeit am Tag.3 Die zweite Regel an heißen Tagen: Nichts eiskalt trinken! Eiskalte Getränke muss der Körper auf Körpertemperatur erwärmen und dafür Hitze entwickeln.4

Also es wird noch wärmer. Hitzespezialisten empfehlen sogar warme Getränke. Der Körper kühlt sie ab und unterstützt das durch ein leichtes Schwitzen, das angenehm erfrischt. Doppelter Frischekick: Warmer Pfefferminztee, wie er im Orient oft genossen wird.5

Kaffee, schwarzer und grüner Tee, Alkohol und stark gezuckerte Getränke sollte man in der Hitze meiden! Sie entziehen dem Körper Flüssigkeit und koffeinhaltige Getränke belasten zudem den Kreislauf, wenn es heiß ist.3

 

Welche Ernährung ist ideale während der Hitze?

Am besten sind mehrere kleine Mahlzeiten mit hohem Wasser- und Mineraliengehalt, z.B. Obst, Salat und Gemüse. Besonders geeignet sind Gurken, Tomaten, Melonen, Erdbeeren und Pfirsiche.3 Eiweißreiche Nahrung wie Fleisch und Wurst dagegen erhöht zusätzlich die Körpertemperatur.1 Temperaturen um die 40 Grad steigern die Salmonellen-Gefahr, besonders bei Hack und Geflügel. Aber auch Eierspeisen, Fisch und Meeresfrüchte sollten komplett durchgegart sein, wenn man sie in der heißen Jahreszeit essen will.4

Was sollte bei der Körperpflege beachtet werden?

Bloß nicht kalt duschen! Auch wenn es verlockend sein mag: Bei einer kalten Dusche ziehen sich die Poren zusammen, um den Körper vor Wärmeverlust zu schützen. Nach der kalten Dusche wärmt sich der Körper so richtig auf. Es fließt noch mehr Schweiß. Experten raten: Lauwarm duschen!Zwei Menschen halten ihre Füße ins Wasser und es spritzt.

Shampoo mit Kühleffekt: 4-5 Tropfen Teebaumöl ins Shampoo soll die Kopfhaut den ganzen Tag kühlen. Wer seine Schweißdrüsen beruhigen will, kann es mit einem Anti-Schweißbad mit 12 Esslöffeln Bockshornkleesamen (aus der Apotheke) in lauwarmem Badewasser versuchen. Verwenden Sie nach der Dusche einen Bodytonic oder eine andere Feuchtigkeitslotion. Der Körper wird erfrischt, die Haut mit Feuchtigkeit versorgt.

Genießen Sie einen natürlichen Frischekick mit etwas Menthol an den Schläfen, Handgelenken und Kniekehlen. In der Hitze gibt es nichts Angenehmeres als ein Erfrischungsspray fürs Gesicht. Neben dem Angebot in Apotheken können Sie sich auch selbst eines herstellen: Einfach Grüntee kochen, abkühlen lassen, in eine Sprühflasche geben und fertig!

Als Schminke eignet sich in der Hitze am besten ein Flüssig-Make-up. Falls die Gesichtshaut doch mal glänzt, tupfen Sie Ihr Gesicht mit Löschpapier oder Tempo ab. Und zuletzt: Schützen Sie Ihre Haut vor der Sonnenbestrahlung mit einem hohen Lichtschutzfaktor!4

Welche Kleidung eignet sich am besten?

Helle Kleidung reflektiert die Sonne. Bei dunkler Kleidung heizt sich der Körper noch mehr auf.1 Luftige, weite Kleidung aus Baumwolle und Leinen verschafft Abkühlung. Vergessen Sie nicht Sonnenhut oder Sonnenkappe und eine Sonnenbrille.4

 

Wie gelingt guter Schlaf in heißen Zeiten?

Bloß nicht vor dem Schlafengehen kalt duschen! Das erhitzt und regt den Kreislauf an. Besser eine Wärmflasche mit kaltem Wasser füllen  und zwischen die Oberschenkel legen. Die Abkühlung verteilt sich über die Blutbahn im ganzen Körper. Auch ganz erfrischend sind vorgekühlte Nachtwäsche oder Laken, die aus Baumwolle, Seide oder anderen Naturfasern bestehen sollten. Geben Sie dazu die Wäsche in einem Kunststoffbeutel in das Gefrierfach. Wäsche aus Naturfaser-Satin gibt noch einen zusätzlichen Kühlungseffekt.

Beate Helm
Autor: Beate Helm

Beate Helm, Heilpraktikerin, freie Redakteurin und Autorin für Gesundheitsthemen und Persönlichkeitsentwicklung. Selfpublisherin. Weiterbildungen in Ernährungswissenschaft, Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Ayurveda, psychologischer Beratung und systemischer Therapie. Langjährige Erfahrung in Yoga und Meditation. Bei apomio seit 04/2015.

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