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Zink - Stark und fit von innen!

Kommentar schreiben Dienstag, 12. Mai 2015

Brüchige Nägel, Haarausfall, Müdigkeit und ein geschwächtes Immunsystem? Ursache kann ein Zinkmangel sein. Das lebensnotwendige Spurenelement ist an nahezu allen wichtigen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Es aktiviert Enzyme und Hormone, beschleunigt die Wundheilung und ist Voraussetzung für ein gut funktionierendes Immunsystem. Welche Funktionen genau erfüllt Zink in unserem Körper? Was sind die Ursachen für Zinkmangel und woran erkennt man ihn? Worauf muss man bei der Einnahme von Zink achten?

Wofür braucht der Körper Zink?

Zink ist unentbehrlich für unsere Gesundheit. Es ist maßgeblich an einer intakten Immunabwehr beteiligt. Die Produktion von Abwehrzellen ist genauso von Zink  abhängig wie das reibungslose Funktionieren der Abläufe im Kampf gegen Bakterien und Pilze. Zudem besitzt das zweithäufigste Spurenelement im Körper antivirale Wirkungen, da es das Eindringen der Schnupfenviren in die Nasenschleimhaut erschwert und die Vermehrung der Viren herabsetzt.

Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Zink innerhalb von 24 Stunden nach Auftreten von Erkältungssymptomen die Dauer und Schwere der Erkrankung vermindert. Zink hat außerdem eine antioxidative Wirkung, d.h. es reduziert freie Radikale, die die Zellen und das Erbgut schädigen und mitverantwortlich für die Entstehung von Artriosklerose sind.

Eine wichtige Funktion erfüllt das Spurenelement bei der Zellteilung und -differenzierung. Deshalb ist es für die Wachstums- und Entwicklungsprozesse im Mutterleib, bei Kindern und Jugendlichen notwendig. Dieselbe Funktion erfüllt es in der Wundheilung nach Verletzungen und Operationen. Es fördert die Neubildung von Zellen und die Reparatur des Hautgewebes. Zink wirkt zusammenziehend und trocknend. Es sorgt dafür, dass sich die Wunde schließt und abgedichtet wird. Die äußerliche Anwendung als Salbe eignet sich auch für Hautschäden mit Rötungen und evtl. Juckreiz, z.B. Windpocken, Windeldermatitis, Insektensticke, Hautausschläge, Verbrennungen ersten Grades, Unterschenkelgeschwüre, Bindehautentzündungen und Lippenherpes.

Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung wird es auch bei Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte zum Einsatz gebracht, genauso bei entzündlichen Prozessen der Magen- und Darmschleimhaut, wie Gastritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn.

Zink ist auch beteiligt bei der Bildung von Haut, Schleimhaut und Haaren bei gesunden Menschen. Weitere wesentliche Aufgaben sind die optimale Aufnahme und Verwertung von Vitamin A für eine gute Sehkraft in der Nacht und die Unterstützung der Blutzuckerregulierung. Zink hat Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt und ohne Zink wäre es dem Körper nicht möglich, Kohlendioxid über den Atem auszuscheiden, und vieles mehr.

Ursachen für den Mangel oder höheren Bedarf an Zink

Der Körper kann Zink nicht herstellen und bis auf einen minimalen Vorrat in der Leber auch nicht speichern. Deshalb muss er dieses lebensnotwendige Spurenelement täglich aufnehmen.

Zink kann fehlen, weil es zu wenig über die Nahrung aufgenommen wird, vom Körper nicht gut genug verwertet werden kann, weil ein Mehrbedarf besteht oder zu viel ausgeschieden wird. Der Tagesbedarf liegt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bei Frauen bei 7 mg/Tag (Schwangere 10 mg, Stillende 11 mg) und bei Männern bei 10 mg/Tag. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt für Erwachsene 15 mg/Tag. Die weiteren Angaben für Kinder und Jugendliche finden Sie auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

In welchen Lebensmitteln ist Zink enthalten?

Lebensmittel mit einem hohen Zinkgehalt sind Austern, Muscheln, Rindfleisch, Innereien (Leber), Gouda und Emmentaler Käse, Weizenkeime, Haferflocken, Linsen, Mais sowie Erd- und Paranüsse. Aus tierischem Eiweiß kann Zink wesentlich besser verwertet werden als aus pflanzlichem. Da Vollkornprodukte und Mais viel Phytinsäure enthalten, die sich mit Zink zu einem vom Körper nicht verwertbaren Komplex verbinden, sind sie in größeren Mengen bei Zinkmangel nicht zu empfehlen. Ist eine ausreichende Aufnahme durch die Nahrung nicht gewährleistet, sollte der Mangel oder Mehrbedarf mit einem Zink-Präparat ausgeglichen werden.

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Faktoren, die zu einem Mangel oder höheren Bedarf an Zink führen können, sind:

  • Mangelernährung (Diäten, Junkfood, hier auch Vegetarismus und vegane Ernährung)
  • Wachstum (Kinder, Jugendliche)
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Ältere Menschen
  • Erkrankungen (Diabetes, Leberzirrhose, Magen-, Darm-, Leber- und Nierenerkrankungen, Krebs, Entzündungen)
  • Medikamente wie Pille, Abführmittel, Kortison, Lipidsenker, Antazida (binden überschüssige Magensäure)
  • Regelmäßiger Konsum von Alkohol, Kaffee, Tee, Cola, Limonade
  • Rauchen
  • Stress
  • Häufiges Schwitzen (Sauna, Sport)

Woran erkennt man einen Zinkmangel?

Grundsätzlich gilt, dass folgende Beschwerdebilder immer ärztlich abgeklärt werden sollten, da auch ernsthafte Erkrankungen die Ursache sein können. Der Zinkstatus im Körper kann durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden.

Ein Defizit an diesem für so viele Stoffwechselvorgänge wichtigen Spurenelement erkennt man schon in der äußeren Erscheinung: Trockene, dünne Haare, Haarausfall, brüchige Nägel mit weißen Flecken, Akne, Risse in den Mundwinkeln, Pilzerkrankungen und eine schlechte Wundheilung. Man ist anfälliger für Infekte aufgrund des geschwächten Immunsystems. Typisch sind häufige Erkältungen und Infektionen im Mund (Entzündungen, Aphten, Geschwüre).

Bei Kindern und Jugendlichen können sich Wachstums- und Entwicklungsstörungen einstellen, da die Zellbildung und die Produktion von Wachstumshormonen von dem Spurenelement abhängig ist. Da Zink auch Einfluss auf die Sexualhormone hat, haben Männer Probleme mit ihrer Potenz, Frauen mit ihrer Libido. Auch der Geschmackssinn kann bei Zinkmangel beeinträchtigt sein. Plötzliche Nachtblindheit kann sich einstellen, da die Vitamin A-Verwertung von einer ausreichenden Zinkversorgung abhängig ist.

Hinweise für die Einnahme von Zink

Pflanzliche Lebensmittel, insbesondere Vollkornprodukte, und andere Spurenelemente und Mineralstoffe, allen voran Eisen, Selen, Kupfer und Calcium hemmen die Aufnahme und Verwertung von Zink. Deshalb sollte ein Zinkpräparat 2-3 Stunden zeitversetzt zum Essen oder der Einnahme eines Eisen-, Selen- oder Calciumpräparats zu sich genommen werden.

Mehr ist bei Zink nicht mehr. Man sollte sich an die empfohlene Tagesdosis halten. Eine ständige Überdosierung kann zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall führen.

Bestimmte Antibiotika (Tetracycline) und Rheumamittel werden in ihrer Wirkung von Zink abgeschwächt und umgekehrt. Deshalb nimmt man diese Mittel am besten mehrere Stunden zeitversetzt voneinander ein oder spricht die Einnahme mit dem Arzt ab.

Bei der vorschriftsmäßigen Einnahme kann das Zinkpräparat die Mangelzustände aufheben und auch von Schwangeren, Stillenden und Kindern bedenkenlos eingenommen werden.

Bei hoher Anfälligkeit für Infekte wird die positive Wirkung auf das Immunsystem durch die Ergänzung von Vitamin C, das  ebenfalls die Abwehrkraft aktiviert, noch verstärkt.

Beate Helm
Autor: Beate Helm

Beate Helm, Heilpraktikerin, freie Redakteurin und Autorin für Gesundheitsthemen und Persönlichkeitsentwicklung. Selfpublisherin. Weiterbildungen in Ernährungswissenschaft, Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Ayurveda, psychologischer Beratung und systemischer Therapie. Langjährige Erfahrung in Yoga und Meditation. Bei apomio seit 04/2015.

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