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Tipps gegen den Vorweihnachtsstress

Kommentar schreiben Donnerstag, 29. November 2018

Alle Jahre wieder: Weihnachten kommt schneller als man denkt und die noch ausstehenden Erledigungen türmen sich auf wie ein riesiger Berg, der unmöglich in der kurzen Zeit noch bewältigt werden kann: Geschenke kaufen und verpacken, Plätzchen backen, Wohnung putzen, Deko anbringen, Baum besorgen und schmücken, Essen einkaufen. Nicht zu vergessen die Weihnachtsfeier bei der Arbeit mit Wichtelgeschenken. Puh! Stress pur! Und wo bleibt die Besinnlichkeit? Erfahren Sie hier, wie Sie entspannt durch den Advent kommen und trotzdem alles schaffen können.

 

Rufen Sie eine Familien/-Partnerkonferenz ein!

 

Wenn Sie Weihnachten im Familien- oder Freundeskreis oder mit dem Partner feiern, macht es Sinn, sich Anfang Dezember zusammenzusetzen und folgende Fragen zu beantworten: Wie soll das gemeinsame Fest aussehen? Wann trifft man sich? Was gibt es zu essen? Was ist sonst noch an Aktivitäten geplant?

 

Verteilen Sie die Aufgaben an alle Beteiligten!

 

Wenn alle feiern und das Fest genießen wollen, kann auch jeder etwas dazu beitragen. Das verbindet und alle fühlen sich einbezogen. Vor allem hat nicht einer alleine die Arbeit, ist abgehetzt und der Rest der Familie oder der Besuch kommt dann froh gelaunt an und setzt sich an den gedeckten Tisch. In der Familie können alle ihren Beitrag leisten, auch die Kleinsten und die älteren Herrschaften. Das macht stolz und zufrieden und jeder findet sich mit seiner Aktivität, Deko, seinem Backwerk, Kuchen oder Salat wieder.

 

Und wenn Sie alleine sind?

 

Dann machen Sie sich dieselben Gedanken. Wie wollen Sie die Feiertage gestalten? Wollen Sie es sich einfach gut gehen lassen und relaxen? Oder in die Kirche, zu einer Meditation, in eine Kunstausstellung gehen oder in der Natur die Energie der Stille tanken? Machen Sie sich ein Programm, auf das Sie sich freuen können. Vielleicht wollen Sie endlich mal Ihre Ruhe haben. Oder Sie laden jemanden ein. Fühlen Sie genau nach, was Ihnen gut tut. Sie brauchen es keinem Recht zu machen, nur sich selbst. 

 

Klären Sie, ob und wie beschenkt wird!

 

Bei Geschenken sollte es keine Unbekannte geben. Muss man jetzt Tante Else auch ein Päckchen schicken oder reicht eine Weihnachtskarte? Brauchen die Kleinen von allen Seiten Riesengeschenke, die sie überfordern, oder spricht man sich ganz offen damit ab, was gebraucht wird und was nicht. Klarheit beschert genau die richtigen Geschenke und erspart unnötigen Stress für Einkäufe, die kein Mensch braucht. Allerdings sollten sich alle an die Absprachen halten. Man kommt sich sonst blöd vor, wenn man selbst nichts hat, wie abgemacht, und von den anderen nacheinander „nur eine Kleinigkeit“ überreicht bekommt.

 

Machen Sie sich einen Plan!

 

Die Aufgaben sind verteilt. Die Geschenkfrage ist geklärt. Damit gewinnen die Vorbereitungen an Übersicht. Der Berg ist deutlich kleiner als sonst. Diese Adventszeit wird stressfrei! Jetzt brauchen Sie nur noch einen Plan, um die Erledigungen auf die 3 Wochen vor Weihnachten aufzuteilen. Schreiben Sie für jede Adventswoche eine Liste zum Abstreichen. Und schon ist Licht am Ende des Tunnels.

 

Das können Sie schon in der 1. Adventswoche erledigen! 

 

Geschenke können nicht früh genug organisiert werden. Es ist schon beruhigend, wenn sie in der Stadt oder online gekauft sind. Dann ist ein großer Brocken erledigt. Bedenken Sie wie jedes Jahr: Mehr Zeit statt Zeug schenken!
Auch was an Geschenkpapier, Bändern, Tesa, Kartons für Geschenkpäckchen zum Verschicken, Paketkarten und Weihnachtskarten mit den passenden Briefmarken gebraucht wird, kann in der 1. Adventswoche besorgt werden. Dasselbe gilt für Weihnachtsservietten, Kerzen und Teelichter. Sind noch genügend Vorräte im Haus? Funktionieren die Lichterketten noch und sind neue Batterien dafür im Haus?

 

Das steht in der 2. Adventswoche an!

 

Falls doch noch ein Geschenk aussteht, besorgen Sie es gleich Anfang der Woche. Dann können Sie alle Geschenke in Ruhe verpacken. Falls Sie Weihnachtspäckchen versenden wollen, ist es jetzt an der Zeit, das zu tun. Dann gibt es keinen Stress mit der Frage, ob es wohl noch rechtzeitig ankommt. Auch Weihnachtskarten können diese Woche geschrieben werden. Digitale Weihnachtsgrüße können für den Versand an Weihnachten vorbereitet werden. Wenn es Ihr Job ist, Plätzchen zu backen, bietet sich diese Woche an.

 

Das bleibt noch für die 3. Adventswoche!

 

Es ist Mitte Dezember und der Berg ist schon sehr zusammengeschrumpft. Was jetzt noch bleibt, ist der Kauf eines Tannenbaums und das Erstellen der Einkaufsliste. Getränke und haltbare Lebensmittel können jetzt schon besorgt werden. Fisch und Fleisch müssen ggf. vorbestellt werden. Schreiben Sie auch eine Liste für die Artikel, die Sie kurz vor Heilig Abend frisch besorgen müssen. Alles andere ist dann schon im Haus. Checken Sie Ihre Garderobe, wenn Sie etwas Besonderes tragen möchten, ob es noch passt und ob es gewaschen ist. Werfen Sie die Weihnachtskarten in den Briefkasten. Prüfen Sie Ihre Hausapotheke, ob Sie für Kopfschmerzen, Völlegefühl, Übelkeit und Erkältung ausgerüstet sind.

 

Planen Sie Auszeiten für zwischendurch ein!  

 

Auch wenn die Erledigungen untereinander aufgeteilt und zeitlich gut geplant sind und die Geschenkfrage geklärt ist, bedeutet die Vorweihnachtszeit doch ein Mehraufwand. Auch die Hektik im Umfeld lässt einen nicht unberührt, auch wenn man selbst gut in der Zeit ist. Deshalb sollten Sie kleine Auszeiten zur Erholung einplanen. Advent heißt übersetzt nicht Stress, sondern Ankunft (des Herrn). Auch wenn Sie nicht christlich sind, können Sie die dunkelste Zeit des Jahres, bevor es an Weihnachten wieder bergauf geht, zur Einkehr nutzen. Stapfen Sie durch den Schnee (falls vorhanden) oder machen Sie einen Spaziergang. Die Natur ruht auch. Sie bereitet sich im Verborgenen auf ihren Auftritt im nächsten Frühjahr vor. Machen Sie es ihr nach.
 

Verwöhnen Sie sich mit Düften, Bädern, Sauna und Massage

 

Gönnen Sie sich ein wohltuendes Bad mit Zusätzen zur Hautpflege (Mandelöl, Olivenöl), zur Entspannung (Lavendel, Neroli, Rosenholz, Bergamotte, Vanille), als Muskelrelaxans und zur Entgiftung (Wacholder) oder gegen Erkältung (Eukalyptus, Thymian, Fichte). Auch eine Duftlampe mit wärmendem Zimt, Vanille, Nelke, Orange und Mandarine entspannt und verbreitet einen weihnachtlichen Duft. Ein Saunabesuch, eine Massage, eine schöne Musik oder ein gutes Buch grenzen Sie gegen den allseits verbreiteten Vorweihnachtsstress ab und verschaffen Ihnen eine Auszeit nur für sich alleine. Inzwischen bietet die VHS sogar Kurse zur Entspannung in der Adventszeit an. Es ist für alles gesorgt, um den Advent zu genießen und dennoch Ihre To-do-Listen zu erledigen.

 

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Beate Helm
Autor: Beate Helm

Beate Helm, Heilpraktikerin, freie Redakteurin und Autorin für Gesundheitsthemen und Persönlichkeitsentwicklung. Selfpublisherin. Weiterbildungen in Ernährungswissenschaft, Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Ayurveda, psychologischer Beratung und systemischer Therapie. Langjährige Erfahrung in Yoga und Meditation. Bei apomio seit 04/2015.

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