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Die Mikronährstofftherapie: Individuellen Nährstoffbedarf ermitteln und Mangelerscheinungen vorbeugen

Kommentar schreiben Donnerstag, 13. Dezember 2018

Sie stecken in gesundem Essen und sind unsichtbare kleine Helfer, die unseren Körper antreiben: Mikronährstoffe. Ohne Vitamine, Mineralien, Enzyme und Spurenelemente würde der menschliche Organismus nicht rund laufen. Doch jeder Mensch hat einen eigenen Bedarf an Mikronährstoffen. Wie sich dieser zusammensetzt, erfahren Sie in folgendem Beitrag.

Was sind Mikronährstoffe?

Als Mikronährstoffe gelten prinzipiell die kleinsten Teilchen unserer Ernährung. Dazu gehören Vitamine, Aminosäuren, Fettsäuren, Mineralien, Enzyme, Spurenelemente und langkettige Kohlenhydrate. Alle diese Stoffe finden sich in einer ausgewogenen Ernährung wieder und werden so täglich in den Körper aufgenommen.

Welche Nährstoffe unser Organismus braucht, um täglich zu funktionieren, finden Sie auf der Seite www.vitamindoctor.com übersichtlich aufgelistet.

Der Grundstein der orthomolekular Medizin

Der US-Amerikanische Chemiker Linus Pauling gilt als Begründer der orthomolekular Medizin. Im Selbstversuch untersuchte er die Wirkung von zusätzlichem Vitamin C auf den Körper. Nach eigenen Angaben führten die täglichen drei Gramm Vitamin C zu einem besseren Wohlbefinden und weniger Erkältungserkrankungen. Immer wieder erhöhte er die Dosis auf bis zu 18 Gramm pro Tag.

Seit diesem Selbstversuch haben sich immer mehr Wissenschaftler mit dem Thema auseinandergesetzt. Der endgültige Beweis für die Wirkung der Mikronährstoffe gegen Krankheiten steht allerdings noch aus.

Mikronährstoffe für Körper und Geist

Die Ernährungsgewohnheiten der Menschen haben sich in den vergangenen Jahren elementar verändert. Der Trend ging von frischen Lebensmitteln immer mehr zu verarbeiteten und industriell hergestellten Produkten. Über diese Ernährungsweise nimmt der Körper zu wenige Nährstoffe auf. Das schlägt auf die Gesundheit, eine Mangelernährung und damit verbundene Erkrankungen sind die Folge.

Mit einer Mikronährstofftherapie kann diesem Mangel entgegengewirkt werden. Studien deuten darauf hin, dass eine Mikronährstofftherapie helfen kann. Es könnte etwa ein Zusammenhang zwischen dem Vitamin C Haushalt und Krebserkrankungen bestehen. Grund genug sich über den persönlichen Tagesbedarf an Nährstoffen genauer zu informieren.

Der tägliche Bedarf verändert sich durch…

  • Genetische Veranlagung

Unsere Gene bestimmen dabei zum einen wie viel wir von einem Nährstoff brauchen und zum anderen wie gut wir ihn in den Organismus aufnehmen können. Der eine verstoffwechselt die Kleinstteile der Nahrung besser und braucht daher geringere Mengen. Ein anderer tut sich schwerer die enthaltenen Nährstoffe aus der Nahrung über den Magen-Darm-Trakt aufzunehmen und leidet leichter an einem Nährstoffmangel.

  • Alter

Kinder befinden sich im Wachstum – für die körperliche Entwicklung brauchen sie viel Vitamin C, Vitamin D und Calcium. Diese Stoffe sind etwa in frischem Obst, Gemüse, Fleisch und Milchprodukten enthalten. Vitamin C ist wichtig für das noch junge Immunsystem, Vitamin D wird für wichtige Stoffwechselprozesse benötigt. Calcium nimmt beim Knochenaufbau eine zentrale Rolle ein und sorgt für ein standhaftes Knochengerüst.

Bei Erwachsenen pendelt sich der Mikronährstoffbedarf irgendwann ein. Wie viel Nährstoffe benötigt werden, empfiehlt zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Auch der Hausarzt kann Sie zu diesem Thema informieren. Dabei spielt nicht nur das Alter eine Rolle beim täglichen Bedarf. Schwangere Frauen benötigen etwa mehr Folsäure als gewöhnlich und sollten diese schon vor einer geplanten Schwangerschaft mit Nahrungsergänzungsmitteln zuführen. Auch die Wechseljahre verändern den körperlichen Nährstoffbedarf.

  • Ernährung und Lebensstil

Es gibt ein Problem: Unsere Gene sind auf dem Stand von vor mehreren tausend Jahren. Unsere Vorfahren ernährten sich sehr abwechslungsreich und gesund, die Nahrung hatte eine hohe Konzentration an gesunden Mikronährstoffen und gleichzeitig wenig Kalorien. Außerdem bewegten sie sich um ein Vielfaches mehr als wir heute.

Unsere Nahrung besteht eher aus verarbeiteten Lebensmitteln mit viel Energie, aber einem geringen Anteil an Nährstoffen. Dadurch kann schnell ein Defizit entstehen. Wir nehmen über die alltägliche Ernährung nicht mehr genug auf und unser Nährstoffhaushalt kommt aus dem Gleichgewicht.

Ein Bewegungsmangel und psychischer Stress durch die tägliche Arbeitsbelastung kann einen negativen Einfluss auf die Aufnahme von Vitaminen und Co haben. Ein Mangel entsteht und kann zu Symptomen führen.

  • Krankheiten

Auch bei verschiedenen Krankheiten kann der Nährstoffbedarf von der Norm abweichen. Hier ist es ratsam sich von einem Ernährungsmediziner beraten zu lassen. Denn oftmals lassen sich bestimmte Symptome durch eine gezielte Ernährung positiv beeinflussen und die Krankheit etwas lindern.

Eine Magen-Darm-Erkrankung führt etwa zu einer verminderten Aufnahme von Vitamin B12. Wer bei einem akuten Infekt gezielt mehr von diesem Vitamin aufnimmt, kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Vitamin B 12 steckt unter anderem in Fisch, Fleisch, Milchprodukten und Eiern.

Mikronährstofftherapie soll helfen

Durch diese Einflüsse auf die Aufnahme der kleinsten Teilchen der Ernährung hat es sich die Mikronährstoffmedizin zum Ziel gemacht durch eine optimierte Ernährung die Körperfunktionen zu verbessern. Dabei ermittelt ein ausgebildeter Mediziner den individuellen Bedarf eines Menschen. Geschlecht, Alter, Krankheiten und unter Umständen auch genetische Veranlagung können bei der Auswertung berücksichtigt werden.

Über Blutanalysen wird der Nährstoffspiegel bestimmt und so ein potenzieller Mangel festgestellt. Die Internetplattform www.vitamindoctor.com bietet einen umfassenden Überblick über Mikronährstoffe, ihre Anwendung in der Medizin und den aktuellen Stand der Forschung.

Das Themengebiet ist sehr facettenreich, dass die Forschung in manchen Ästen noch in den Kinderschuhen steckt und immer wieder neue Erkenntnisse zutage fördert. Das Problem: Studien über Medikamente sind leicht erstellt. Eine Gruppe nimmt ein Medikament ein, die andere nicht. Die Wirkung wird sichtbar. Bei Mikronährstoffen aus der Nahrung ist das kniffeliger – wer welche Wirkstoffe gut aufnimmt und in welchen Dosen Vitamine und Co. benötigt werden ist von Mensch zu Mensch verschieden.

So äußert sich ein Nährstoffmangel

Sollte ein Mangel an einem bestimmten Nährstoff bestehen ist das mitunter nicht leicht zu erkennen. Die Symptome sind zum Teil sehr unspezifisch. Es kommt zu

  • blasser Haut

  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Gewichtsveränderungen (Zu oder Abnahme)
  • innerer Anspannung
  • Missempfindungen in Körperteilen (zum Beispiel ein Kribbeln in den Fingern)
  • dünner werdendem Haar

Bleibt eine Mangelernährung bestehen können organische Schäden entstehen und unter Umständen dauerhaft bleiben.  Beim Verdacht auf einen Nährstoffmangel – egal welcher Nährstoff – sollten Sie daher umgehend den Hausarzt aufsuchen und sich beraten lassen.

Durch die Supplementierung von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen kann ein Mangel leicht wieder ausgeglichen werden. Welche Stoffe in welcher Dosierung eingenommen werden sollten, besprechen Sie am besten mit einem Ernährungsmediziner. Von einer eigenständigen Medikation ist eher abzuraten. Zwar kann bei den meisten Nahrungsergänzungsmitteln durch ein Zuviel kein Schaden entstehen, doch aufgrund möglicher Nebenwirkungen ist eine ärztliche Absprache immer sinnvoll.

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