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Die BILDERN-Methode ® - Inneres stärken durch positive Bilder

Kommentar schreiben Aktualisiert am 01. September 2020

Das Visualisieren von Visionen, Vorstellungen und Zielen ist weit bekannt. Sich innere hilfreiche Bilder zu erschaffen ebenso. Mit der BILDERN-Methode ® ist es möglich, sich alleine oder mit einem Coach gemeinsam von negativen Bildern zu lösen und neue positive und stärkende Bilder zu erschaffen. Dadurch verändert sich die Innenwelt und zugleich die Sichtweise auf die Außenwelt. Somit können Gedanken und Situationen positiv verändert werden.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Was ist die BILDERN-Methode ®?

 

Die BILDERN-Methode ® ist eine Methode zur Erschaffung innerer Bilder, bei der man sich selbst neue Bilder gedanklich kreiert. Hilfreich ist es, durch einen Coach vom Ausgangsbild, das die aktuelle Situation darstellt, die für einen selbst nicht stimmig ist, zu einem Lösungsbild geführt zu werden.

 

Zum Beispiel kann ein Klient mit Unterstützung des Coaches durch Anleitung und Fragen und mit der eigenen Vorstellungskraft ein Lösungsbild kreieren. Somit sieht der Klient neue Perspektiven und löst durch das neue Bild die negative Emotion, die mit dem Ursprungsbild verbunden war, auf. Ein neues stärkendes inneres Bild wird erschaffen. Dieses Lösungsbild holt der Klient sich in seiner Vorstellung immer wieder hervor und fühlt dadurch eine innere Stärke und mehr Selbstbewusstsein.1

 

Wie funktioniert die BILDERN-Methode ®?

 

Zuerst stellt man sich für die aktuelle belastende Situation ein inneres Bild, ein Symbol oder einen Film vor. Bei diesem Ausgangsbild kann es sich um folgendes handeln:

 

  • eine schwierige Situation in der Gegenwart
  • eine nicht bewältigte Situation in der Vergangenheit
  • ein Problem, bei dem kein Ausweg gesehen wird
  • die Sicht auf sich selbst, wobei Selbst und Fremdbild nicht übereinstimmen
  • die Sicht auf andere (z.B. ob man den Partner immer noch so sieht wie vor 10 Jahren, obwohl er sich verändert hat)

 

Beim Coaching mit der BILDERN-Methode ® werden bestimmte Veränderungen beim Bild vorgenommen: Die Farbe verändert sich, der Blickwinkel verändert sich, die Menschen im Bild verändern sich oder gehen weg oder werden größer, die Situation verändert sich von Hilflosigkeit in Aktion treten – handeln – aus der Situation gehen, neue Möglichkeiten für sich entdecken. Manchmal wird durch diesen Vorgang ein ganz neues inneres Bild oder ein Film kreiert.

 

Zum Schluss entsteht ein friedliches und inspirierendes Lösungsbild und das mentale Muster hinsichtlich der Ausgangssituation verändert sich und löst sich auf. Diesem neu erschaffenen inneren Bild wird eine Überschrift vergeben. Der Klient holt sich dieses Bild immer wieder ins Gedächtnis, bis es mental bei ihm integriert ist.1

 

Was sind innere Bilder?

 

Prof. Dr. Gerald Hüther (Neurobiologe an der Universität Göttingen) hat in seinem Buch „Die Macht der inneren Bilder“ definiert, dass innere Bilder alle Vorstellungen und gespeicherten Muster im Gehirn sind, die unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmen. Wir kategorisieren diese Bilder, um uns in dieser Welt zurechtzufinden. Viele dieser Bilder haben wir von früheren Generationen übernommen, da dies für uns als Mensch für das Überleben und zur Orientierung wichtig ist.2

 

Die Fähigkeit zu inneren Bildern ist dem Menschen angeboren

 

Bereits ab der Geburt ist der Mensch in der Lage zu "bildern", also sich selbst Bilder zu erschaffen. Die Zeit im Baby- und Kleinkindalter bedeutet für die Vorstellungsbilder, die in der Regel mit Emotionen verknüpft sind, eine sensible Phase. Sie ist wesentlich für die Entstehungsgeschichte der inneren Bilder, da hier schon eine starke Prägung erfolgt. Bilder und Erfahrungen werden geordnet und strukturiert, um sich die eigene Welt zu erklären. Hier wird bereits die Grundlage für zukünftige soziale Beziehungen gelegt.

 

Die ersten inneren Bilder sind Abbilder normaler und alltäglicher Interaktionserfahrungen, in der Regel mit den Eltern. Sie werden im Körper gespeichert und wirken nachhaltig, auch wenn wir uns dessen im Erwachsenenalter kaum mehr bewusst sind. Diese inneren Bilder entwickeln sich im Laufe des Lebens anhand unserer Erfahrungen und Kenntnisse weiter, so dass in uns eine bestimmte Vorstellung vom Leben entsteht.3

 

Wovon profitiert man durch innere Bilder?

 

Bereits Carl Gustav Jung hat schon früh die Kraft der aktiven Imagination also die Arbeit mit selbsterzeugten Bildern erkannt und sie in seine Arbeit integriert. Hilfreich wurde diese Vorstellung bei psychischen und körperlichen Symptomen angewandt, die sich dadurch gebessert haben.

 

David Servan-Schreiber hat sich mit dem Kohärenztraining, das die Verbindung von Herz und Hirn darstellt, beschäftigt. Dies funktioniert so, dass man sich eine Situation vorstellt, bei der man glücklich war. Dieses Gefühl des inneren Lächelns schickt man mit Hilfe der Vorstellungskraft in die Herzregion und lässt es sich dort ausbreiten. Wenn wir unser Inneres unter Kontrolle haben, gelingt uns das Leben im Außen leichter. Zusätzlich profitiert das Immunsystem von heilenden inneren Bildern.4

 

Was versteht man unter der inneren Erlebniswelt?

 

Unsere innere Welt besteht aus inneren Bildern, die mit Emotionen verknüpft sind. Durch die BILDERN-Methode ®, jedoch auch durch geführte Meditationen können wir Bilder visualisieren. Diese Bilder können sich als Grundlage eignen, um sich selbst besser zu verstehen und sie als Zugang zu den eigenen Wünschen und Emotionen zu nutzen.5

 

Welche inneren Bilder stärken und welche schwächen uns?

 

Zuerst gilt es sich zu fragen, was haben uns die eigenen Eltern oder Bezugspersonen vorgelebt? Wie sollte man sich als Kind verhalten und was haben sie einem erzählt, was man vom Leben erwarten kann? Gab es Menschen, die an einen geglaubt haben? Oder Erlebnisse, die einem Kraft geschenkt haben? Gut zu wissen ist es, dass sich jede negative sowie positive Erfahrung in uns verankert hat.

 

Deshalb gilt es, sich auf die Suche nach festgelegten Vorstellungen in seinem Leben zu machen. Diese Muster sind im Gehirn gespeichert und oft werden sie als Realität angesehen, die nicht zu ändern ist. Dies resultiert daraus, dass sich diese Schemata immer wieder neu bestätigt haben.

 

Dennoch liegt es daran, dass das Gehirn energiesparend arbeitet. Es ordnet Situationen und Menschen ein, um immer wieder aus den bereits gemachten Erfahrungen die gespeicherten Informationen zur Verfügung zu haben. Das Gute daran ist, dass man hier auf Entdeckungstour gehen kann und diese alten Muster, die wir seit Jahren mit uns herumtragen, bewusst aussortieren können. Dies kann geschehen, indem man sich neue Vorstellungen und neue innere Bilder erschafft, um sie so immer zur Verfügung zu haben. Man kann diese innere Kraft nutzen, damit es einem besser geht und man seine Aufgaben im Leben besser bewältigen kann.6

 

Was ist das Resultat nach Durchführung der BILDERN-Methode ®?

 

Nach Durchführung durch die BILDERN-Methode ® sieht man weitere Handlungsmöglichkeiten und Möglichkeiten. Vorher war das Ausgangsbild festgefahren und man hat für sich selbst keine Lösung erkannt. Durch die Bewegung des Ursprungsbildes hin zum Lösungsbild wird das ursprüngliche Problem leichter oder löst sich ganz auf.

 

Durch diesen Imaginationsprozess können hinderliche Bilder verändert und die Energie wieder ins Fließen gebracht werden. Das neue Bild baut innere Ressourcen und ein Gefühl der Zuversicht auf, das der Klient zur Stärkung mit in den Alltag nehmen kann.1

 

Welche Erfolge mit inneren Bildern kann man in seinen Alltag integrieren?

 

Die zur Verfügung stehenden Kraft spendenden inneren Bilder können immer wieder dafür hinzugezogen werden, um sich mental zu stärken. Wenn wir unsere bildhafte Vorstellung verändern, passt sich dadurch auch unser Selbstbild, der Umgang mit anderen Menschen und die Sichtweise auf die Welt an.

 

Positive Bilder können uns stärken so wie uns dabei unterstützen, die Realität anders wahr zu nehmen. Dies geschieht, indem man verankerte negative Bilder mit neuen positiven Bildern zum Beispiel durch die BILDERN-Methode ® überschreibt. So optimieren wir unsere Selbstwahrnehmung, unser Bewusstsein und unsere Emotionen sowie unsere seitherige Sicht auf Situationen, Personen und letztendlich die Welt.6

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Christine Riemer-Mathies
Autor: Christine Riemer-Mathies

Christine Riemer-Mathies ist Psychologische Beraterin, Coach für Persönlichkeitsentwicklung, Zielerreichung und Beziehungsthemen sowie Ernährungsberaterin. Seit über 10 Jahren hält Sie Vorträge und Seminare zur Verbesserung der Lebensqualität und schreibt für diverse Blogs. Als Methoden setzt sie im Life-Coaching Gespräche und Beratung, Systemische Aufstellung, Klopfakupressur sowie die BILDERN-Methode ein. Außerdem bietet sie Online Seminare auf der Plattform edudip an. Weitere Informationen: www.lebensfreudefinden.de

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