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Asthma bronchiale - Ursachen, Symptome und Behandlung

Kommentar schreiben Donnerstag, 25. Dezember 2014

Heftiger Husten, Atemnot und rasselnde Atemgeräusche – ein Asthmaanfall kommt manchmal plötzlich aber heftig. Vor allem Kinder und Frauen sind von der chronischen Atemwegserkrankung betroffen. Lesen Sie hier, was bei einem Asthmaanfall im Körper vor sich geht und wie man die Krankheit schnell erkennt und behandelt.

Asthma bronchiale ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege. Diese chronische Entzündung ist mit einer Hyperaktivität der Bronchien verbunden, die zu pfeifenden Atemgeräuschen, Atemnot, Engegefühl in der Brust und Husten führt, definieren die Autoren der Dualen Reihe für Innere Medizin die Krankheit. Etwa 10 bis 15 Prozent der Kinder und 5 bis 7 Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind von dem Leiden betroffen, so das Robert Koch Institut (RKI). Die genetische Veranlagung spielt bei Asthma auch eine Rolle.

Ursachen von Asthma

Man unterscheidet bei Asthma bronchiale zwischen allergischem Asthma und intrinistischem Asthma. Beim allergischen Asthma sind häufig Inhalationsallergene, wie zum Beispiel Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben der Auslöser für die Atembeschwerden. Auch Nahrungsmittelallergene oder Umwelteinflüsse können einen Anfall auslösen. Allergisches Asthma kann bereits ab dem 2. Lebensjahr auftreten.

Wird ein Allergen eingeatmet oder anderweitig dem Körper zugeführt kommt es in den Bronchien zu mehreren Reaktionen: In der bronchialen Schleimhaut wird eine Entzündungsreaktion ausgelöst, sodass die Bronchien sich verengen (Bronchiokonstriktion), Sekret wird gebildet, die Schleimhäute schwellen an und die Atemwege werden enger.

Das intrinistische Asthma beginnt eher im Erwachsenenalter und wird durch unspezifische Reize, wie zum Beispiel eine Virusinfektion, physikalische Reize wie kalte Luft, Dämpfe oder Rauch, körperliche Anstrengung oder Stress ausgelöst.

Symptome von Asthma

  • anfallsartige Atemnot
  • starkes Husten mit zähem Sekret
  • rasselnde Atemgeräusche
  • Engegefühl in der Brust
  • Im Verlauf der Krankheit kann es zu Atemproblemen (Dyspnoe) unter Belastung oder zur Ruhedyspnoe kommen

Auch wenn nicht alle Symptome vorkommen kann es sich um Asthma handeln. Bei häufigem starken Husten empfiehlt es sich einen Arzt aufzusuchen und eine Diagnose erstellen zu lassen.

Behandlungsmöglichkeiten

Das Ziel der Behandlung ist es das Asthma unter Kontrolle zu bringen und so die Beschwerden so gering wie möglich zu halten. Ein effektives Mittel ist die Reizabschirmung. Wird der Auslöser der Anfälle mittels Allergietests gefunden und gemieden, sinkt die Häufigkeit der allergischen Reaktionen. Auch eine Hyposensibilisierung kann vor allem bei jungen Patienten in Betracht gezogen werden. Reagieren sie auf wenige Stoffe, kann die Sensibilisierung das Problem beheben. Durch regelmäßigen Ausdauersport stabilisiert sich das Asthma. Bei der krankengymnastischen Atemtherapie lernen die Patienten Atem- und Hustentechniken, die ihnen im Falle eines Anfalls helfen. Auch der Aufenthalt in einem allergen- und schadstofffreiem Klima kann dem Patienten helfen.

Zur medikamentösen Therapie werden schnell wirkende Reliver-Medikamente und sogenannte Controller zur Dauertherapie verwendet. Je nach Art und Schweregrad des Asthmas, werden verschiedene Inhalate verschrieben.

Lisa Vogel
Autor: Lisa Vogel

Von Juli 2014 bis März 2018 arbeitete Lisa Vogel als Werkstudentin in der Redaktion bei apomio.de und unterstützt das Team nun als freie Autorin. Sie hat ein Studium im Fach Ressortjournalismus mit dem Schwerpunkt Biowissenschaften und Medizin an der Hochschule Ansbach mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen. Hier erlangte sie sowohl journalistische als auch medizinische Kenntnisse. Derzeit vertieft sie ihre medialen Kenntnisse im Master Studium Multimediale Information und Kommunikation.

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