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Die Pflanze Eisenkraut
Eisenkraut (Verbena officinalis) gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae) und kommt in der Natur an Wegrändern, vor Mauern oder an Ufern vor. Ursprünglich stammt es wahrscheinlich aus Südosteuropa. Volkstümliche Namen für das Gewächs sind Druidenkraut, Hahnenkopf, Katzenblut, Junoträne oder Traubenkraut. Es bevorzugt sonnige und windgeschützte Standorte. Der Bode sollte nährstoffreich, feucht und durchlässig sein – auf festen Lehmböden wächst das Kraut kaum. Die Pflanze ist ein- bis mehrjährig und erreicht eine Wuchshöhe von 20 bis etwa 80 Zentimeter. Die Stängel sind robust und steif und sehr verzweigt. Vom Mai bis zum ersten Frost des Jahres trägt sie kleine blass lilafarbene Blüten an schlanken Ähren.
Die Inhaltsstoffe von Eisenkraut
Das Eisenkraut enthält vor allem die Iridoid-Glykoside Verbenalin, Hastatosid und Verbascosid. Diesen Stoffen wird die gesundheitliche Wirksamkeit der Pflanze zugeschrieben. Daneben kommen Spuren von ätherischen Ölen vor, allerdings in so geringen Mengen, dass die Pflanze keinen spezifischen Geruch ausstrahlt.
Eisenkraut und seine Wirkung
Die Wirkung von Eisenkraut ist wissenschaftlich bislang nicht belegt. Es wirkt entzündungshemmend, anregend, antibakteriell und reinigend. Dadurch wird es vor allem bei Erkrankungen der oberen Atemwege eingesetzt. Der angelagerte Schleim kann gelöst und abtransportiert werden. Der Entzündungsvorgang im Körper kann unterdrückt, beziehungsweise verhindert werden. Außerdem kann die Pflanze schmerzstillend und krampflösend wirken. Auch gegen Nieren-, Gallen- und Leberbeschwerden kann Eisenkraut eingesetzt werden. Es wirkt harntreibend.
Die Anwendungsgebiete von Eisenkraut
Eisenkraut wird wegen der Wirkung seiner Inhaltsstoffe vor allem gegen Mandelentzündungen, Husten und Erkältungen verwendet. Auch bei Keuchhusten, einer Bronchitis und Halsschmerzen kann die Heilpflanze Linderung verschaffen. Wegen der harntreibenden Eigenschaft zählen auch beispielsweise Nieren- und Gallensteine zu den bekannten Anwendungsgebieten.
Auch bei Verdauungsbeschwerden, Rheuma, Gicht oder als Blutverdünner kann Eisenkraut verwendet werden und Linderung verschaffen. Bei Frauen wirkt das Kraut Menstruationszyklus fördernd und nach der Schwangerschaft milchbildend. Äußerlich kann Eisenkraut gegen Wundbeschwerden, Verletzungen, Ekzeme, Geschwüre und blaue Flecke angewendet werden.
Darreichungsformen des Krautes
Zur inneren Anwendung eignet sich ein Tee. Dazu ein bis zwei Teelöffel des klein gehackten getrockneten Krautes mit heißem Wasser übergießen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Auch eine Tinktur aus Eisenkraut entfaltet ihre Wirkung im inneren des Körpers. Gegen äußerliche Beschwerden können mit dem aufgebrühten Tee Waschungen durchgeführt oder Kompressen mit dem getränkt und auf die Wunde gelegt werden.
Nebenwirkungen und Gegenanzeigen
Bislang sind bei der Einnahme von Eisenkraut keine Neben- oder Wechselwirkungen bekannt. Auch Gegenanzeigen konnten nicht nachgewiesen werden.