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Wichtige Impfungen – auch im Erwachsenenalter

Kommentar schreiben Dienstag, 11. Februar 2014

Ob Mumps, Masern, Tetanus oder Röteln eine Impfung ist meist schon im Säuglingsalter vorgenommen worden. Im Laufe der Zeit gerät gerade bei jungen Erwachsenen das Thema Impfschutz oftmals in den Hintergrund. Ein Überblick über Impfungen für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Allgemein gilt: Impfungen sollten so früh wie möglich erfolgen. Falls doch einmal ein Pieks vergessen wurde, sollte dieser sofort entsprechend den Empfehlungen nachgeholt werden. Dies rät die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch Instituts (RKI).

Impfungen im Säuglingsalter

Die meisten Impfungen bekommt man bereits im Säuglingsalter vom Arzt verabreicht. Dazu zählt auch der Wirkstoff gegen Rotaviren. Die erste Dosis sollte schon ab der sechsten Lebenswoche erfolgen und in einem Abstand von mindestens vier Wochen wiederholt werden.

Im Alter von zwei Monaten sind nach STIKO Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B, Haemophilus influenza Typ b (Hib) und Pneumokokken fällig. Alle sieben Wirkstoffe werden zur Grundimmunisierung injiziert und bestehen somit aus bis zu vier Teilimpfungen. Haben die Säuglinge diesem Impfmarathon überstanden, haben Eltern die Möglichkeit ihre Kleinkinder ab dem elften Lebensmonat gegen Masern, Mumps und Röteln und Windpocken immunisieren zu lassen. Alle drei Grundimmunisierungen bestehen aus zwei Teilimpfungen. Ab einem Jahr ist einen Einzelimpfung gegen Meningokokken möglich

Auffrischung bei Kindern

Sind alle Grundimmunisierungen erfolgt, haben die Kleinen erst einmal ihre Ruhe vor dem lästigen Stich. Zwischen dem fünften und dem sechsten Lebensjahr sind dann die ersten Auffrischimpfungen fällig. Die Wirkstoffe gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten müssen erneut verabreicht werden, damit der Schutz weiterhin besteht.

Einige Jahre später, im Alter zwischen 9 und 17 Jahren, müssen die drei Impfungen zum zweiten Mal erneuert werden. Zusätzlich ist die erste Auffrischung der Impfung gegen Kinderlähmung fällig.

Impfschutz für Erwachsene

Bei Säuglingen und Kindern kümmern sich die Eltern um die anfallenden Impfungen. Im Erwachsenenalter gerät das Thema oftmals in den Hintergrund. Doch auch im Alter müssen mache Wirkstoffe aufgefrischt werden.

Im jungen Erwachsenenalter sollten sich Frauen laut RKI gegen Humane Papillomviren, kurz HPV, impfen lassen. Bestimmte Typen des Virus können Gebärmutterhalskrebs verursachen. Der Impfstoff wirkt gegen einige davon. Sie kann vom 12. Bis zum 17. Lebensjahr durchgeführt werden.

Erwachsene ab dem 18. Lebensjahr sollten sich laut Empfehlung einmalig gegen Masern impfen lassen, sofern keine, beziehungsweise nur eine Impfung im Kindesalter erfolgt ist. Bei Erwachsenen treten bei einer Masernerkrankung häufiger Komplikationen auf. Deshalb sollten sie ihren Impfstatus überprüfen und gegebenenfalls die Immunisierung nachholen.

Der Schutz gegen Tetanus und Diphtherie sollte am dem 18. Lebensjahr alle zehn Jahre wiederholt werden, Keuchhusten muss nur einmal aufgefrischt werden.

Auch die Generation 60 plus sollte an den Impfschutz denken. Es empfiehlt sich eine jährliche Impfung gegen Grippe und eine einmalige Spritze gegen Pneumokokken. So kann der Grippe und Lungenentzündung vorbeugend entgegengewirkt werden.

Weitere Informationen und Impfempfehlungen erfolgen beim Hausarzt. Bei den angegebenen Impfungen handelt es sich lediglich um eine Empfehlung des Robert Koch Instituts, ob man sich oder seine Kinder impfen lässt, bleibt jedem selbst überlassen.

Lisa Vogel
Autor: Lisa Vogel

Von Juli 2014 bis März 2018 arbeitete Lisa Vogel als Werkstudentin in der Redaktion bei apomio.de und unterstützt das Team nun als freie Autorin. Sie hat ein Studium im Fach Ressortjournalismus mit dem Schwerpunkt Biowissenschaften und Medizin an der Hochschule Ansbach mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen. Hier erlangte sie sowohl journalistische als auch medizinische Kenntnisse. Derzeit vertieft sie ihre medialen Kenntnisse im Master Studium Multimediale Information und Kommunikation.

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