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Tetanus - kleine Wunde, schlimme Folgen

Kommentar schreiben Dienstag, 16. Dezember 2014

Eine kleine Unachtsamkeit, man stolpert, schürft sich das Knie auf und schon ist es geschehen – man hat sich mit Tetanus-Bakterien infiziert. Mit einer einfachen Impfung kann man sich gegen Wundstarrkrampf schützen. Lesen Sie, was bei einer Tetanus-Infektion im Körper passiert und was man dagegen tun kann.

Tetanus ist eine bakterielle Infektion mit sogenannten Clostridien. Durch offene Wunden dringen sie in den Körper ein und setzt ein Gift namens Tetanustoxin frei. Eine kleine Wunde, beispielsweise verursacht durch einen Holzspieß, oder eine Schürfwunde reicht schon aus. Denn die Bakterien Clostridium tetani kommen quasi überall vor – in der Erde, in Staub und tierischen Ausscheidungen. Das freigesetzte Gift gelangt über den Blutkreislauf und über Nervenbahnen in Gehirn und Rückenmark und verhindert Nervenimpulse, die eine Muskelentspannung verursachen. So entstehen die typischen Muskelkrämpfe.

Symptome von Tetanus:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Schweißausbrüche
  • Muskelschmerzen
  • Erschöpfung
     

Später:
 

  • Verkrampfte Kiefer- und Gesichtsmuskulatur
  • Krämpfe in Armen und Beinen
     

Zwischen Ansteckung und ersten Symptomen können 3 Tage bis mehrere Wochen vergehen. Die starken Krämpfe können zu schweren Verletzungen an der Wirbelsäule oder dem Atmungsapparat führen. Ist das Zwerchfell oder die Kehlkopfmuskulatur von den Krämpfen betroffen kann dies zum Tod durch Ersticken führen.

Da es gegen Tetanus keine Therapie gibt, werden lediglich die Symptome gelindert. Nach bis zu 12 Wochen klingt die Wirkung des Tetanustoxins ab.

Wer sollte geimpft sein?

Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation erkrankten im Jahr 2012 weltweit 10.392 Menschen an Wundstarrkrampf. Eine Impfung hätte die Infektionen verhindern können. Vor allem Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollten entsprechend dem Impfkalender der Ständigen Impfkommission einen vollständigen Impfschutz gegen Tetanus aufweisen, so schreibt das Robert Koch Institut (RKI). Die Auffrischung der Impfung erfolgt alle 10 Jahre.

Erst nach einer Verletzung zu Impfen ist nach RKI zu riskant. Vor allem bei kleinen Verletzungen wird nicht zwingend ein Arzt aufgesucht und die Infektion bleibt unbemerkt.

Lisa Vogel
Autor: Lisa Vogel

Von Juli 2014 bis März 2018 arbeitete Lisa Vogel als Werkstudentin in der Redaktion bei apomio.de und unterstützt das Team nun als freie Autorin. Sie hat ein Studium im Fach Ressortjournalismus mit dem Schwerpunkt Biowissenschaften und Medizin an der Hochschule Ansbach mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen. Hier erlangte sie sowohl journalistische als auch medizinische Kenntnisse. Derzeit vertieft sie ihre medialen Kenntnisse im Master Studium Multimediale Information und Kommunikation.

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