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Mariendistel: Mehr als nur ein Ziergewächs

Kommentar schreiben Mittwoch, 23. Dezember 2015

Die Mariendistel, Silybum marianum, gilt nicht nur als eine wichtige Heilpflanze, sondern ist mit ihren violett-rötlichen Blüten auch als ein schönes Ziergewächs für den Garten geeignet. Die Mariendistel ist das wirksamste natürliche Leberheilmittel.

Die Pflanze  Mariendistel

Die Mariendistel, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommt, gehört zur Familie der Korbblütler und ist bereits seit der Antike als pflanzliche Medizin bekannt. Folgende Legende verhalf der Mariendistel zu ihrem Namen: Die heilige Gottesmutter Maria habe ihr Kind gestillt und dabei tropften Milchtropfen auf die Blätter einer Distel, der Mariendistel. Und ein Erkennungsmerkmal dieser Pflanzenart sind tatsächlich die weißen Flecken auf ihren Blättern. Die Blüten der Mariendistel sind violett-rötlich und kugelförmig; die Blütezeit ist von Juni bis September. Die Mariendistel ist auch unter den Namen Christi Krone, Fieberdistel, Frauendistel, Heilandsdistel, Marienkörner bekannt.

Inhaltsstoffe der Mariendistel

Die Mariendistel besitzt folgende Inhaltsstoffe:

  • Flavon
  • Flavonoide
  • Bitterstoff
  • biogene Amine
  • Gerbstoff
  • Farbstoff
  • unbekannte scharfe Substanz
  • Silybin
  • Silymarin
  • ätherische Öle

Mariendistel und ihre Wirkungen

Die Mariendistel zählt als das wirksamste natürliche Leberheilmittel und ist vom Bundesgesundheitsamt zur inneren Anwendung von toxischen Leberschäden sowie chronischen Leberentzündungen und Leberzirrhose anerkannt worden; durch mehrere wissenschaftliche Studien ist die leberschützende Wirkung belegt worden. Der Mariendistel wird eine antitoxische, regenerative, antioxidative und gallefördernde Heilwirkung zugeschrieben.

Anwendungsbereiche der Mariendistel

Der Hauptanwendungsbereich der Mariendistel sind Leber- und Gallenprobleme. Zu den weiteren Anwendungsbereichen gehören:

  • Allergien
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Migräne
  • Schwindel
  • Reisekrankheit
  • allgemeine Vergiftungen

Darreichungsformen der Mariendistel

Die häufigste Art Mariendistel zu verwenden, sind Fertigpräparate aus der Apotheke. Mariendisteltee kann als Einzel-Tee oder Mischtee getrunken werden: Man übergießt ein bis zwei Teelöffel Mariendistelfrüche mit kochendem Wasser und lässt diese etwa zehn bis zwanzig Minuten ziehen; ein bis drei Tassen Tee können täglich vor den Mahlzeiten getrunken werden. Eine Teekur mit Mariendistelsamen hilft bei Allergien den Stoffwechsel wieder anzuregen. Zur äußerlichen Behandlung kann man Umschläge mit Mariendistel-Tee verwenden.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen bei der Anwendung von Mariendistel sind nicht bekannt.

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J. Ehresmann
Autor: J. Ehresmann

Die ausgebildete Operations-Technische Assistentin hat nach ihrer dreijährigen Ausbildung eine Weiterbildung zur Chirurgisch-Technischen Assistentin in der Allgemein- und Visceralchirurgie in Köln absolviert. Inzwischen blickt sie auf eine mehrjährige Erfahrung in der OP-Assistenz in diesem Fachgebiet zurück. Neben ihrer Tätigkeit im OP studiert Frau Ehresmann Humanmedizin in einem Modellstudiengang in Aachen.

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