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Top 5: Fiese Fettfallen

Kommentar schreiben Donnerstag, 09. Juli 2015

Fett, das wir als Energie aufnehmen, aber nicht verbrauchen, wird im Körper eingelagert. Es macht dick und rund. Deshalb ist es wichtig, zu wissen, welche Nahrungsmittel nur wenig verzehrt werden sollten, um langfristig schlank zu werden oder zu sein. Hier die die fettesten Lebensmittel(gruppen):

Top 1 Fettfalle: Öl, Butter, Margarine

Öl besteht zu 100% aus Fett. Bei Butter und Margarine sind es immer noch 80%. Deshalb sollte damit sparsam umgegangen werden. Das betrifft vor allem das Braten. Selbst mageres Fleisch und Gemüse können in der richtig beschichteten Pfanne ohne Fett zubereitet werden. Der geschmackliche Pfiff wird durch frische Kräuter erreicht. Dasselbe gilt für Rühr- und Spiegeleier. Wenn schon Fett, dann mit dem Löffel dosieren und nicht großzügig den ganzen Pfannenboden füllen.

Alternativen für Butter und Margarine als Brotaufstrich sind Magerquark oder fettarmer Frischkäse wie der italienische Ricotta, , der in seiner Magerversion nur 8% Fett enthält. Unter herzhaftem Brotbelag sind auch Senf und Tomatenmark möglich.

Top 2 Fettfalle: Pesto

Lecker und ideal für die schnelle Küche, aber Finger weg, wenn die Pfunde purzeln sollen. Der italienische Hochgenuss besteht zu 45 bis 65 % aus Fett.

Alternative ist Tomatensauce in allen Variationen, mit verschiedenen Geschmacksrichtungen, frischen Kräutern und, wer es mag, Knoblauch.

Top 3 Fettfalle: Saucen und Dressings

Was sind schon Spargel ohne Sauce Hollandaise? Entwässernd und gesund. Die Sauce dazu enthält 53% Fett. Auch bei der Sauce Bernaise muss man mit 42% rechnen. Saucen wie eine Carbonara oder zum Rahmschnitzel tragen bei 30-40% Fett in der Sahne schnell zu weiteren Kilos bei. Eine richtig dicke Fettfalle stellt Mayonnaise mit 70% - 80% Fett dar. Fertig-Salatdressings strotzen genauso vor Fett und eine Vinaigrette kann es auch auf 60-70% Fettanteil bringen. Wird hier jedoch hochwertiges, kaltgepresstes Oliven- und Rapsöl verwendet, tut man auch sehr viel für seine Gesundheit und versorgt den Körper mit den wichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Alternativen: Wer sein Dressing trotzdem leichter will, kann etwas Brühe dazugeben oder einen milden Balsamico als Hauptbestandteil wählen. Kartoffelsalat geht auch ohne Mayo. Essig, Öl, etwas Senf und reichlich Brühe, vielleicht noch Rucola oder Feldsalat dazu, stellen eine schmackhafte, deutlich kalorienärmere Variante dar. Bei Bedarf kann auch noch etwas Joghurt dazugegeben werden. Fettarme helle Saucen lassen sich mit Magerquark oder einem mageren Frischkäse herstellen. Wer gerne mit Crème fraîche kocht, kann sie durch saure Sahne ersetzen.

Top 4 Fettfalle: Wurst

So manche Wurstarten sind echte Dickmacher. Spitzenreiter sind Teewurst, Leberwurst, Mortadella, Fleischwurst und Salami mit 30-35% Fett. Feinschmecker sind bei Gänseleberpastete mit über 40% dabei. Wenn es diese Sorten dennoch sein müssen, dann möglichst die Butter darunter weglassen und nur dünn auflegen oder –streichen. Durchwachsener Schweinespeck zum Rührei bedeutet eine zusätzliche Fettlast von 65 bis 80% bei jedem Stück.

Alternativen sind Puten- und Hähnchenbrust, gekochter Schinken, Bratenaufschnitt und Corned Beef. Speck kann durch Kasseler ersetzt werden (nur ca. 8%).

Top 5 Fettfalle: Fisch

Fisch gilt eigentlich als kalorienarm. Doch gibt es auch hier ein paar Ausreißer, die mit einem ziemlich hohen Gewicht aufwarten. Dazu gehört an erster Stelle Aal (25%). Darauf folgen Hering, Lachs, Schillerlocken, Makrele und Thunfisch (15%). Wie beim Öl gilt auch hier: Fette Fische sind aufgrund ihrer hochwertigen Fettsäuren sehr gesund und gehören mit auf den Speiseplan. Panaden sind überflüssiger Kalorienballast, angefangen bei Fischstäbchen bis hin zu panierten Tintenfischringen.

Alternativen sind gedünsteter Fisch in der Pfanne (ohne Öl) oder in Alufolie im Backofen. Fettärmere Fische sind Kabeljau und Seelachs.

Chips und Flips Chips enthalten 40 und Erdnussflips 35% Fett. Es gibt inzwischen allerdings auch fettreduzierte Produkte.

Alternativen stellen gesalzenes Popcorn oder selbstgemachte Chips dar. Einfach Kartoffeln hauchdünn hobeln, salzen, mit Paprika, Oregano oder anderen Gewürzen einreiben und ca. 20 in den Ofen. Eine gesunde Alternative sind frische Gemüsesticks (Paprika, Möhren, Gurke), auch lecker mit Magerquark-Dipp und frischen Kräutern.

Süßigkeiten Milchschokolade hat ca. 35% Fett. Mit Nussbeilage kommt man auf 40%. Dasselbe gilt für Nuss-Nougat-Creme.  Bei den Schokoriegeln steht Mars mit 30% Fett an erster Stelle. Snickers hat fast nur die Hälfte, Milky Way kommt mit 5% aus. Ein Mousse au chocolat besteht zu einem Viertel aus Fett. Beim Speise-Eis eher zur Frucht-Variante ohne Milch greifen. Während man sich bei einem Magnum 20% Fettanteil einverleibt, kann man ein Capri fettfrei genießen

Alternativen sind Reiswaffeln und Löffelbiskuits. Gummibärchen sind natürlich fettfrei und in Bioläden auch mit einem niedrigeren Zuckergehalt zu erhalten. Statt Nutella könnte es auch Marmelade mit möglichst wenig Zucker sein.

Tiramisu & Co Tiramisu wird u.a. aus Mascarpone hergestellt, mit fast 50% eine der größten Fettbomben. Daher besteht auch das sündhaft leckere Produkt zu über einem Drittel aus dem Dickmacher. Im scheinbar locker-leichten Croissant verstecken sich 26% Fett  und in einem Berliner immerhin die Hälfte davon. In der Sahnetorte befinden bis zu 20%. Beim Kuchenteig steht der Mürbeteig fettmäßig an erster Stelle

Alternativen bieten das Rosinenbrötchen, Hefegebäck und Michhörnchen. Die fettärmsten Kuchenunterlagen sind der Hefeteig und Biskuit. Allerdings sollte auch auf den Kaloriengehalt der Auflage geachtet werden. Bei Rührkuchen kann das Fett durch ungesüßten Apfelmus ersetzt werden.

Gans und Ente – nur als Weihnachtsschmaus Gans ist der Spitzenreiter bei den Fleischsorten. Sie besteht zu einem Drittel aus Fett. In der Ente befindet sich nur die Hälfte. Lammkeule und –kotelett ziehen mit ebenfalls 15% mit, während das Lammfilet nur 3% Anteil hat. Schweinebauch auf den Grill? Besser nicht, genauso wenig Bratwürste als weitere klassische Fettfalle.

Alternativen sind Pute und Hähnchen, Kalbfleisch, Wild, Schweineschnitzel und Schweinekoteletts nach entferntem Fettrand.

Pommes, Burger und Pizza Bei Pommes, Kroketten, Bratkartoffeln und Pizza schlagen 14% Fettgehalt zu Buche, bei Burgern etwas weniger. Bei der Pizza ist vor allem der Käsebelag ausschlaggebend.

Alternativen sind Pellkartoffeln, Folienkartoffeln, im Backofen gegarte Kartoffeln. Pizza am besten selbst herstellen ohne dicken Käsebelag und ohne Salami (besser: gekochter Schinken, Gemüse, Pilze).

Fett in Nüssen Nüsse verfügen auch über einen hohen Fettanteil. Allerdings handelt es sich erneut um hochwertige Fette, die der Mensch braucht. Außerdem zügeln Nüsse den Appetit und machen schnell satt. Von daher sind ein paar Nüsse am Tag aus gesundheitlicher Sicht empfehlenswert und sicher nicht Ausgangspunkt von Übergewicht in der heutigen Zeit.

Beate Helm
Autor: Beate Helm

Beate Helm, Heilpraktikerin, freie Redakteurin und Autorin für Gesundheitsthemen und Persönlichkeitsentwicklung. Selfpublisherin. Weiterbildungen in Ernährungswissenschaft, Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Ayurveda, psychologischer Beratung und systemischer Therapie. Langjährige Erfahrung in Yoga und Meditation. Bei apomio seit 04/2015.

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