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Das Immunsystem besteht, wie der Name schon verrät, aus einem System aus Organen, Abwehrzellen und Proteinen. „Es ist in der Lage, augenblicklich auf eindringende Krankheitserreger, körperfremde Stoffe oder entartete körpereigene Zellen (Tumorzellen) zu reagieren und diese zu bekämpfen“, schreiben Adolf Faller und Michael Schünke in ihrem Fachbuch „Der Körper des Menschen“. Weiße Blutkörperchen (Leukozyten), wie etwa Fresszellen (Makrophagen) und Killerzellen setzen eingedrungene Erreger außer Gefecht. Die Makrophagen nehmen Bakterien auf und „verdauen“ sie in ihrem inneren. Killerzellen hingegen bekämpfen Viren und entartetes körpereignes Gewebe.
Spezifische Immunabwehr
Die spezifische Immunabwehr umfasst zielgerichtete Mechanismen, die bereits bekannte Erreger eliminieren. Es ist also die erworbene Immunität gegen beispielsweise Kinderkrankheiten. Wer einmal daran erkrankt ist und Antikörper gegen den Erreger bilden konnte, wird nicht noch ein zweites Mal darunter leiden.
Damit die Immunabwehr reibungslos funktioniert müssen Zellen und Organe gut aufeinander abgestimmt sein.
Einschränkungen des Immunsystems
Da das Immunsystem ein kompliziertes Zusammenspiel von Nerven, Organen und Zellen ist, können Dinge wie Stress, Schlafmangel, Bewegungsmangel und falsche Essgewohnheiten die Abwehr beeinträchtigen, so Dr. med. Michael Spitzberg. Steht der Körper unter einer dauerhaften Belastung kann ein Erreger nur schwer abgewehrt werden und wir werden krank. Auch Alkoholkonsum und Rauchen kann laut dem Spezialisten das Immunsystem in seiner Arbeit einschränken.
Mit gesunder Ernährung, genug Schlaf und einem bewegungsreichen Lebensstil kann man das Immunsystem positiv beeinflussen. Damit immer genug Abwehrzellen gebildet werden können, muss über die Nahrung ausreichend Eiweiß aufgenommen werden. Auch Zink, Eisen und Vitamine sind wichtige Bestandteile der körpereigenen Abwehr.
Fit durch den Winter mit Zink, Eiweiß und Ruhe
Zum Beispiel Naturreis liefert jede Menge Zink, Eiweiß und B-Vitamine. Kohlgemüse, Paprika, Hagebutte und Zitrusfrüchte enthalten viel Vitamin C. Eine Vitamin C-Einnahme kann unter Umständen die Dauer einer Erkältung verkürzen. Walnüsse liefern dem Körper hochwertiges Eiweiß, Zink und gesättigte Fettsäuren, die als Nebeneffekt auch den Cholesterin-Spiegel senken.
Doch nicht nur über die Ernährung lässt sich das Immunsystem stärken. Regelmäßige Saunagänge können sich positiv auf die Gesundheit und die körpereigene Abwehr auswirken. Der Körper entspannt und die Durchblutung wird gefördert. Auch einfache Ruhepausen im hektischen Alltag oder Yoga können den Organismus beruhigen und Stress reduzieren.