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Nachgefragt bei Frau Helm: Gute Gefühle?!

Kommentar schreiben Donnerstag, 20. Dezember 2018

Zum Ende des Jahres hin ist immer alles gut: In letzter Minute rafft man sich zu guter Laune am Gabentisch auf. Man teilt gute oder zumindest gut gemeinte Geschenke aus und ist guter Dinge, dass der Besuch bald geht und das hinterlassene Chaos schnell beseitigt ist. Vielleicht ist man gut zu sich und legt sich mit einem tiefen Seufzer erst mal kurz aufs Sofa, bevor man zum dritten Mal die Spülmaschine aus- und einräumt. Erst mal alles sacken lassen, das leckere Essen, die Geschenke, die guten Gespräche mit den guten Geistern, die man an Weihnachten zu Besuch hat.

 

Das Gute fürs ganze Jahr?

 

Wie wäre es, wenn wir dieses Gute mal ganz groß werden lassen und mit ins neue Jahr nehmen? Nicht nur in Form guter Vorsätze. Deren Dynamik kennen wir ja schon. Sondern als Vorrat wie das Eichhörnchen, als Quelle, die uns das nächste Jahr jederzeit zur Verfügung steht und uns nährt und trägt, egal welche Alltagskämpfe toben, Sorgen den Horizont verdunkeln und was Partner, Chef, Kind oder Freund gerade wollen. Gute Gefühle im ganzen Jahr? Seelischer Balsam, wann immer wir es wollen und brauchen? Starten wir doch einen Versuch!

 

Beginnen wir mit einem Dankeschön!

 

Wenn ich nochmal richtig von dem alten Jahr profitieren will, dann koche ich mir einen Tee, hole mir einen Lebkuchen, mache ein paar Kerzen an und nehme mir ein Blatt Papier und einen Stift. Ganz oben auf das Blatt schreibe ich „Geschenke 2018“.

 

Das waren die Geschenke 2018

 

Dann liste ich auf: Was hat es in diesem Jahr an Zuwendung, Hilfe, Ideen, Erkenntnissen, Überraschungen, Lösungen, Herausforderungen, an neuen und viel zu selbstverständlich genommenen gewohnten Geschenken gegeben? Wer war für mich da? Mit wem konnte ich mein Leben, meine Liebe, das Gute und das Schwierige teilen? War ich gesund? Hab ich Krankheiten überwunden? Was habe ich geschaffen? Was habe ich verabschiedet oder was ist mir genommen worden, um Raum für etwas Neues zu haben? Welche Krisen habe ich überwunden? Wann und mit wem war ich am meisten ich selbst? Wo bin ich ein anderer Mensch geworden und fange ein neues Leben an? Ein Meer an Geschenken häuft noch einmal vor meinem inneren Auge auf und füllt das Blatt, das vor mir liegt.

 

Meine Dankesrede. Machen Sie mit!

 

Auch alltäglich erscheinende Geschenke wie eine gemütliche, warme Wohnung, Essen, Kleidung, meinen abwechslungsreichen Beruf, meine Beziehung werden von mir mit aufgenommen. Sie sind nicht selbstverständlich. Jeder Kleinigkeit schenke ich Beachtung in meiner alljährlichen, stillen Dankesrede. Ich danke für all diese Geschenke, auch für das noch so kleine und unscheinbare, für den Reichtum im Jahr 2018. Von Herzen vielen Dank!

Probieren Sie das Ritual selbst aus. Erfahren Sie nochmal bewusst und in Dankbarkeit alles Gute, die Fülle, die es auf jeden Fall, wenn auch neben großen und kleinen Problemen 2018 gegeben hat. Sagen Sie Danke, bevor Sie zu den ganzen guten Vorsätzen für die Zukunft weiterhetzen. Spüren Sie nochmal die Fülle.

 

Und dann schicke ich gute Wünsche in die Welt

 

Wenn ich so viel Gutes geschenkt bekommen habe, will ich mich auch erkennbar bedanken. Dafür nutze ich jede Form von Kommunikationskanälen. Auch damit sind wir ja reich beschenkt. Kein Vergleich zu den langwierigen Dankesbriefen in meiner Kindheit, die pflichtgemäß an Tante X und Onkel Y geschickt werden mussten. Heute bedanke ich mich gerne und es geht auch deutlich einfacher und schneller. Eine E-Mail mit schönem Bild hier, eine WhatsApp mit kleinem Video da und wenige unkonventionelle Karten zum neuen Jahr, die aus Papier sind und von Hand beschrieben werden (ja so etwas gibt es noch.:-)). Das macht mir Spaß, entschleunigt mich und ich freue mich auch selbst, wenn ich neben all den herzlichen digitalen Nachrichten auch noch ganz altmodisch Post in meinem analogen Briefkasten vorfinde. Es ist schön.

 

Mein Erste-Hilfe-Köfferchen updaten und auffüllen – bei Seelenschmerz

 

Was gibt mir ein Gefühl von Sicherheit und Schutz? Worauf kann ich mich verlassen, wenn es mal brennt in meinem Leben? Diese Fragen beantworte ich an jedem Jahresanfang neu. Vielleicht sind Faktoren weggefallen, vielleicht neue dazugekommen. Was hilft mir bei seelischen Schocks und Verletzungen? Konstant geblieben sind: Zen-Meditation, EFT (Emotional Freedom Techniques), Rescue Remedy (Dr. Bach Notfalltropfen), ein Telefonat mit einer guten Freundin oder der Familie oder ein Gespräch mit meinem Mann (je nach Auslöser der Krise J). Neu dazugekommen ist Joggen, eine bestimmte Strecke im Park gleich um die Ecke. Meditation, EFT, Notfalltropfen und Joggen funktionieren immer als Soforthilfe. Sie stehen mir jederzeit zur Verfügung. Die Rescue-Blütenmischung habe ich noch im Haus, also alles ist gut. Das gibt mir Sicherheit. Will ich etwas Neues 2019 hinzufügen. Ja! Eine kleine Abend-Übung. Die kommt gleich weiter unten.
 

… bei körperlichen Beschwerden

 

Da bin ich als Heilpraktikerin natürlich gut versorgt. Dennoch prüfe ich meine Vorräte. Alles noch im grünen Bereich. Also kann ich gut gerüstet ins neue Jahr gehen, seelisch und körperlich für den Notfall und Alltag bestens ausgerüstet. Auch das gibt mir ein gutes Gefühl.

 

Und Ihr Erste-Hilfe-Köfferchen?

 

Wie sieht Ihr Erste-Hilfe-Köfferchen aus? Alles paletti? Oder wollen Sie es aufstocken? Vielleicht mit einem Kurs in einer Entspannungs- oder Selbstheilungsmethode? Der Einführung in Meditation? Dem Beitritt in einer Selbsthilfegruppe? Mit einer Mitgliedschaft im Fitness-Studio? Der Anschaffung von Naturheilmitteln für Ihre körperlichen Schwachstellen? Es gibt 1000 Möglichkeiten für Ihr persönliches Köfferchen. Füllen Sie es auf mit allem Guten für das nächste Jahr! Verschaffen Sie sich ein Gefühl der Sicherheit, dass Sie für sich sorgen, an alles gedacht haben und Ihr Repertoire für Ihr Seelenheil und Ihre Gesundheit 2019 sogar noch ausbauen werden. Gratuliere!

 

Unverzichtbar: Das Wohlfühlpaket

 

Womit werde ich mich als Symbol für viele genussvolle Momente in 2019 gleich zu Jahresbeginn verwöhnen? Ich gönne mir einen Saunabesuch mit einer Lomi Lomi Massage, der hawaiianischen Tempelmassage, die mich auf angenehme Weise tüchtig durchkneten wird, tief entspannt und auf allen Ebenen reinigt. Sie war früher Bestandteil der hawaiianischen Naturheilkunde. Sie kommt gleich auf den Wunschzettel für mein Wohlfühlpaket. Ein Mal im Monat ist genau richtig. Und dann endlich wieder 20 Minuten Yoga am Abend. Es ist so einfach und so tief wirksam. Sie können es an jeder VHS lernen, wer will, auch in einer Yoga-Schule. Es gibt Bücher, youtube-Videos usw. Der Körper wird gestrafft und bleibt beweglich, die Organe werden durchmassiert und durchblutet. Was will ich mehr?

 

Die kleine Abend-Übung

 

Warum nur zum Jahreswechsel und an Geburtstagen reflektieren, das Gute sehen und sich bedanken? Ich möchte das ab 2019 jeden Abend kurz tun, vorm Einschlafen. Ich möchte mir die Frage stellen: Was war gut heute? Und mich dafür bedanken. Ganz einfach! Ich bin gespannt, wie sie mich verändern wird, diese kleine Übung. Ich möchte sie auch in Krisensituationen unter Tag immer wieder anwenden, zusätzlich zu meinen anderen Methoden: Was ist das Gute an der noch so schwierigen Situation? In welche gute Situation kann sie führen? Vielleicht haben Sie ja Lust, die kleine Abend-Übung auch mit ins Programm aufzunehmen.

 

Visionsreise: Das gibt es an Gutem im Jahr 2019!

 

Nach dem Dankeschön, dem Checken und Erweitern des Erste-Hilfe-Köfferchens und dem Wohlfühlpaket mache ich mich auf, eine positive Vision für das nächste Jahr zu entwickeln. Wie ich das mache? Ich nehme einen Lebensbereich, in dem ich etwas verändern will. Ich entwickle eine Vision, wie und wo ich Ende 2019 in diesem Bereich stehen will. Das sind keine Vorsätze. Das ist eine klare Entscheidung. Dann schließe ich die Augen und sehe vor mir eine weiße Leinwand. Auf ihr ist alles möglich. Ich sehe ich mich in erfolgreichen Aktionen, mit positiver Erwartungshaltung und selbstbewusstem Auftreten, mit denen ich mich auf das Ziel zubewege. Mit der klaren Vision vor Augen und dem Weg, wie ich mich dorthin bewege, habe ich die bestmögliche geistige Vorarbeit für das neue Jahr geleistet. Eine gute Selbstprogrammierung. Selffulfilling Prophecy! Es passiert, was man erwartet, dass es passiert. Probieren Sie es aus!

 

Immer nur gut, geht man da nicht den Problemen aus dem Weg?

 

Ganz sicher nicht. Das ist das Einzige, worüber wir uns in good old germany keine Gedanken machen müssen. Wir sind so problemorientiert, so überschüttet von negativen Nachrichten, so voll von versteckten Selbstzweifeln, dass ein balsamischer Schuss Gutes und vor allem die Wahrnehmung all des Guten, das es immer geben wird, auch in schwierigsten Situationen, ein gesunder und notwendiger Ausgleich ist.

 

Noch ein Tipp für 2019

 

Setzen Sie Ihre gewohnte Brille ab, durch die Sie bisher Ihr Leben betrachtet und bewertet haben. Symbolisch, setzen Sie sie ab. Und schwupp, sieht alles sofort ganz anders auch. Hell und Dunkel, Glück und Unglück, Erfolg und Misserfolg, Gesundheit und Krankheit stehen gleichberechtigt nebeneinander. Keine Wertungen. Alles gehört zum Leben dazu. Ergänzen Sie es konsequent durch das Gute. Das Leben ist Fülle. Sehen Sie es! Nehmen Sie es dankbar an! Genießen Sie es! In diesem Sinne eine frohes, neues Jahr 2019.

 

Beate Helm
Autor: Beate Helm

Beate Helm, Heilpraktikerin, freie Redakteurin und Autorin für Gesundheitsthemen und Persönlichkeitsentwicklung. Selfpublisherin. Weiterbildungen in Ernährungswissenschaft, Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Ayurveda, psychologischer Beratung und systemischer Therapie. Langjährige Erfahrung in Yoga und Meditation. Bei apomio seit 04/2015.

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