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Heilendes Licht – mit Infrarotlampen Wohlbefinden und Gesundheit verbessern

3 Kommentare Montag, 29. Februar 2016

Wärme tut gut. Sie löst Verspannungen und fördert die Durchblutung. Das Gewebe wird besser mit Nährstoffen versorgt und entgiftet. Infrarotlicht ist natürlicher Bestandteil des Sonnenlichts und erzeugt eine wohlige, angenehme Wärme. Medizinisch wird es besonders bei Schmerzen im Bewegungsapparat eingesetzt. Das Immunsystem wird gestärkt und das Hautbild verbessert. Im Wellnessbereich finden Infrarotlicht-Strahlen in Infrarotlichtkabinen Anwendung, die ähnliche Wirkung zeigen.

 

Inhaltsverzeichnis:

 

Was ist Infrarotlicht? 

Infrarotlicht ist eine natürliche Strahlung, die uns täglich umgibt. Über 40 % der Sonnenstrahlen liegen im Infrarotbereich. Auch die Wärme von Heizkörper, Kamin und Kachelofen beruht auf Infrarotstrahlung. Infra kommt aus dem Lateinischen und heißt unterhalb. Infrarotlicht liegt unter dem roten Lichtsprektrum der sichtbaren Farben. Infrarot-Strahlen werden in 3 Stufen eingeteilt: Infrarot A (IR-A) mit 780-1400 nm Wellenlänge, Infrarot B (IR-B) mit 1400-3000 nm und Infrarot C (IR-C) mit 3000 nm bis 1 mm Wellenlänge. Je kurzwelliger die Strahlung, desto energiereicher ist sie. Am intensivsten wirken deshalb die Infrarot A-Strahlen.

Was passiert in der Haut? 

Das langwellige IR-C wird nur von der Oberhaut absorbiert. IR-B dringt 2,5 mm ein und gelangt bis in die darunter liegende Lederhaut mit feinsten Blutgefäßen und den Wärmerezeptoren. Sie werden schnell überreizt und es kommt zu einem Hitzeschmerz. Länger anwendbar ist die kurzwelligste und intensivste IR-A-Strahlung. Sie durchdringt die Haut 5-6 mm tief und reicht bis in die Unterhaut. Die in Wärme umgewandelten Strahlen treffen dort auf größere Blutgefäße. Wenn die Temperatur des Blutes 36,9 Grad übersteigt, weiten sich die Gefäße. Blutstrom und Blutzirkulation werden erhöht, um das Blut abzukühlen. Die Durchblutung der Haut und des Gewebes darunter wird dadurch gesteigert.

Welche Wirkungen hat die Wärmestrahlung auf den Körper? 

Sie entspannt Muskeln und Gelenke und lindert so den Schmerz. Die verstärkte Durchblutung versorgt das Gewebe mit mehr Sauerstoff und Nährstoffen. Regenerations- und Heilungsprozesse werden beschleunigt. Der Stoffwechsel wird angekurbelt und seine Abfallprodukte werden schneller abtransportiert, was die Entschlackung und Entgiftung fördert. Das Immunsystem wird aktiviert. Hautkrankheiten werden positiv beeinflusst, chronische Entzündungen der Atemwege werden in ihrer Ausheilung unterstützt.

In einer Infrarot-Kabine wird die Haut beim Schwitzen tief gereinigt und ihre Elastizität verbessert. Die Kabine hat neben der aufgeführten Gesundheitsförderung auch einen hohen Wohlfühleffekt. Nicht nur die Muskeln entspannen, sondern auch Seele und Geist können loslassen. Stress und innere Unruhe werden abgebaut. Eine tiefe Entspannung tritt ein, ideal als Auszeit in der kalten Jahreszeit. Warme Hände und Füße danach sind garantiert. Sportler reduzieren durch einen Besuch in der Kabine vorm Sport das Verletzungsrisiko und bauen nach dem Sport Muskelspannungen und die entstandene Milchsäure besser ab. Sportverletzungen werden gelindert.

Was sind die Indikationen für Infrarotbestrahlung? 

Rotlicht unterstützt den Heilprozess und lindert chronische Schmerzen bei Rheuma, Ischias, Arthritis und anderen Gelenkbeschwerden. Muskelverspannungen, Nervenentzündungen, gefäßbedingter Kopfschmerz und Migräne werden reduziert. Auch die Beweglichkeit der Gelenke und Wirbelsäule wird verbessert. Infrarotlicht lindert die Beschwerden bei chronischen Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen. In der Lunge werden die kleinen Verästelungen der Bronchien entspannt und erweitern sich. Die verbesserte Atmung versorgt mit mehr Sauerstoff und verbessert chronische Atemwegserkrankungen wie Bronchitis und Asthma. Auch der Schleim wird leichter gelöst und kann abgehustet werden. Die Entspannung und Erweiterung der Gefäße sind förderlich für chronische Herz- und Kreislauferkrankungen, wie Durchblutungsstörungen und niedriger Blutdruck. In der Krebstherapie wird die Überwärmung (Hyperthermie) lokal an der Stelle des Krebsgeschehens oder ganzkörperlich als eine Art Fiebertherapie eingesetzt. Patienten mit Akne, Ekzemen, Neurodermitis und Verhornungsstörungen wie Schuppenflechte und Fischschuppenkrankheit profitieren von der Wärmeanwendung. Auch Hautverletzungen heilen mit Tiefenwärme schneller aus. Bei Infektanfälligkeit lohnt sich ein regelmäßiger Besuch in der Infrarotkabine, um das Immunsystem zu aktivieren und den Körper durch Entgiftung zu entlasten.

Wie werden Infrarotlampen und -Kabinen angewendet und was kosten sie? 

Die Rotlichtlampe wird auf die zu bestrahlende, unbekleidete Hautpartie gerichtet. Der Abstand sollte 30-50 cm betragen. Die Dauer der Bestrahlung liegt bei 10-20 Minuten. Sie kann nach Bedarf mehrmals täglich durchgeführt werden. In unmittelbarer Nähe der Lampe sollten sich keine leicht entzündlichen oder brennbaren Gegenstände, wie Kleidung, Haare und Papier befinden. Beachten Sie zusätzlich die Sicherheitsvorkehrungen in der Gebrauchsanweisung. Die Kosten liegen zwischen 15 und 60 Euro für eine Tischlampe und bei ca. 200 Euro für ein Standgerät mit Fuß. Auch bei medizinischer Indikation werden die Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen.

Ein Besuch in der Infrarotlichtkabine wird bis zu 3-mal wöchentlich für eine Dauer von 25-30 Minuten empfehlen. Die Kosten für eine Sitzung betragen ca. 8 Euro.

 

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Welche Risiken bestehen bei einer Infrarotbehandlung? 

Wichtig ist der vorschriftsmäßige Einsatz der Infrarotlichtlampe. Bei einer zu geringen Entfernung von dem Gerät oder zu langer Anwendung kann es zu Verbrennungen kommen. Der vordere Teil des Auges ist für die intensive, kurzwellige IR-A-Strahlung durchlässig. Sie dringt bis zur Netzhaut vor, was zu ihrer Schädigung und langfristig zur Trübung der Linse führen kann. Deshalb sollte man die Augen bei Bestrahlung des Gesichts immer geschlossen halten! Am besten schützt man sie mit einer Augenschutzbrille, die bei Kindern auf jeden Fall empfohlen wird.

Kann Infrarotlicht die Haut schädigen? 

Die Infrarotlicht-Werbung verspricht, dass die Wärme oxidativen Stress in den Zellen herabsetzt, als Radikalfänger fungiert und damit Krebs vorbeugt. Es gibt aber auch Studien an der Uni Düsseldorf, die genau das Gegenteil postulieren. In Zellkulturversuchen wurde festgestellt, dass vor allem das tief wirkende IR-A-Infrarotlicht ähnlich der ultravioletten Strahlung die Hautalterung beschleunigt und zur Entstehung von Krebs beitragen kann. Dabei führt man die ständige Bestrahlung durch Sonne und Heizung ins Feld. Ein Faktor ist die Aktivierung des Enzyms Kollagenase, das Kollagen abbaut und langfristig die Faltenbildung verstärkt. Kollagen ist Bestandteil des Bindegewebes und in der Haut für die Elastizität und die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, zuständig. Außerdem soll IR-A die Entstehung freier Radikale, die Zelle und Erbgut schädigen können, hervorrufen. Bei der medizinischen Anwendung im Krankheitsfall, die zeitlich begrenzt ist, überwiegt sicher der Nutzen der Bestrahlung. Inwieweit der regelmäßige Besuch einer Infrarotkabine unter diesen Gesichtspunkten sein muss, wägt am besten jeder in einer persönlichen Nutzen-Risiko-Abschätzung ab.

Kontraindikationen für die Behandlung 

Infrarotlicht sollte nicht angewendet werden bei akuten Entzündungen, Fieber, Thrombosen, hohem Blutdruck, akuten und schweren Herz-Kreislauf-Beschwerden, schwerem Diabetes mellitus, starker Schilddrüsen-Überfunktion und hämolytischer Anämie.

 

Bildnachweis:
©Angelo Esslinger, pixabay.com
©Hans Braxmeier, pixabay.com
 

Beate Helm
Autor: Beate Helm

Beate Helm, Heilpraktikerin, freie Redakteurin und Autorin für Gesundheitsthemen und Persönlichkeitsentwicklung. Selfpublisherin. Weiterbildungen in Ernährungswissenschaft, Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Ayurveda, psychologischer Beratung und systemischer Therapie. Langjährige Erfahrung in Yoga und Meditation. Bei apomio seit 04/2015.

3 Kommentare

Alexander Keck – Freitag, 05. Oktober 2018
Ich leide unter Lungenkrebs mit metasstasen Leber Wirbelsäule Becken und Kopf ich möchte gerne mal Preise für so ne Lampe Mit freundlichen Grüßen Alexander
Beate Helm – Dienstag, 09. Januar 2018
Hallo Katrin, Rotlicht soll auch eine lindernde Wirkung bei Neurodermitis haben. Die Produkte zur äußerlichen Behandlung würde ich von einem Arzt und/oder Heilpraktiker zusammenstellen lassen. Eine Fernberatung dazu ist leider nicht erlaubt. Allgemein kann man sagen: Achten Sie auf rückfettende, seifenfreie Waschsubstanzen sowie Cremes bzw. Bodylotions mit einem hohen Fettgehalt, z.B. Nachtkerzen- oder Borretschsamenöl und einem hohen Gehalt an feuchtigkeitsspendenden Substanzen wie Urea. Ich würde nicht so viel selbst herumexperimentieren. Suchen Sie besser einen Mediziner auf. Lassen Sie sich auch eine Ernährungsberatung geben. Ich würde mich bei dieser Erkrankung zusätzlich durch eine psychologische Beratung unterstützen lassen. Alles Gute und herzliche Grüße. Beate Helm
katrin – Freitag, 29. Dezember 2017
hallo , ich leide seit geraumer Zeit unter Neurodermities und habe gehoert das Rotlicht helfen kónnte meine haut zu beruighen ! ist dies wahr ? was kann ich sonst noch tuen um mein leiden der trockenen und schuppigen haut äusserlich zu lindern !? Danke im Voraus

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