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Die Pflanze Goldrute
Die Goldrute ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, dessen Wuchshöhe fünf bis hundert Zentimeter beträgt, besitzt einen aufrechten, unten kahlen, oben behaarten Stängel mit wechselständigen Blättern und kleinen, gelben, traubenförmigen Blüten. Es gibt mittlerweile hundert Goldruten-Arten, die alle in Nordamerika verbreitet sind. Seit mehr als 700 Jahren verwendet man die Goldrute bei der Behandlung gegen Harnwegsinfekte. Volkstümliche Namen für die Goldrute sind auch Himmelsbrand, Ochsenbrot und Petrusstab.
Inhaltsstoffe der Goldrute
Die Goldrute enthält folgende Inhaltsstoffe:
- Saponin
- Bitterstoff
- Inulin
- Gerbstoff
- ätherisches Öl
Glodrute und ihre Wirkungen
Bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung kann die Goldrute als Tee oder Fertigpräparat Linderung schaffen. Dabei sollte neben der Einnahme von Goldrute auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, damit der durchspülende, harntreibende Effekt eintreten kann. Der Pflanzenart wird zudem eine blutreinigende, entzündungshemmende und schmerzstillende Heilwirkung zugeschrieben.
Anwendungsbereiche der Heilpflanze
Die Goldrute wird angewendet bei:
- Nieren-, Blasen- und Harnleiden
- Gelenkschmerzen, Rheuma
- geschwollene Beine, Ödeme
- Entzündungen der Mund- und Rachenhöhle
- Gicht
- Insektenstiche
Darreichungsformen der Goldrute
Die Goldrute ist sowohl als Tee, Tinktur sowie Kräuterwein zu verwenden. Dazu benutzt man das Goldrutenkraut zur Zeit der Blüte. Bei einer Ziehzeit von 15 bis 20 Minuten sollte der Tee nicht mehr als viermal pro Tag eingenommen werden. Bei bestehenden Insektenstichen kann man die Goldrute zerstampft auf die Wundstelle legen. Bei Halsentzündungen haben schon die Indianer auf den Blüten gekaut, um eine schmerzlindernde Wirkung zu erzielen.
Nebenwirkungen und Gegenanzeigen
Die Einnahme von Goldrute kann in seltenen Fällen allergische Reaktionen auslösen und zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind derzeit nicht bekannt.