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Frauenmantel: Das Mittel bei PMS?

Kommentar schreiben Aktualisiert am 14. Dezember 2015

Der Frauenmantel, lateinisch Alchemilla vulgaris, zählt zur Familie der Rosengewächse und ist in Europa, Asien und Afrika beheimatet. Der Frauenmantel gilt – wie der Name bereits andeuten lässt - als Heilkraut, das besonders in der Frauenheilkunde seine Wirkung zeigt.

Die Pflanze Frauenmantel

Der Frauenmantel ist eine zarte Pflanzenart, die kelchartige gelappte Blätter aufweist und zartgelbe doldige Rispenblüten trägt. In den frühen Morgenstunden sammeln sich Tautropfen in den Blättern. Die Blütemonate sind von Mai bis September. Die volkstümlichen Bezeichnungen für den Frauenmantel sind unter anderem auch Frauenhäubel, Frauenhilf, Frauenrock, Herrgottsmäntelchen, Muttergottesmantel, Marienkraut, Neunlappenkraut, Taukraut, Taumantel oder Weiberkittel. In der Antike war die Pflanzenart noch nicht bekannt; erst ab dem Mittelalter sind Behandlungen mit dem Frauenmantel in Kräuterbüchern aufgezeichnet worden und auch Hildegard von Bingen sprach Empfehlungen zum Frauenmantel aus.

Inhaltsstoffe des Frauenmantels

Folgende Inhaltsstoffe sind im Frauenmantel enthalten:

  • Gerbstoffe (hoher Anteil)
  • Bitterstoffe
  • Phytosterin
  • Glykoside
  • Saponine
  • Tannine
  • Ätherisches Öl

Fraunemantel und seine Wirkungen

Der Frauenmantel wird in der Naturheilkunde eingesetzt und findet traditionell hauptsächlich bei der Behandlung von Erkrankungen aus der Frauenheilkunde und bei Erkrankungen wie Verdauungsstörungen Verwendung. Man schreibt der Pflanzenart eine beruhigende, harntreibende, krampflösende sowie blutstillende Heilwirkung zu.

Anwendungsbereiche

Zu den Anwendungsbereichen des Frauenmantels zählen:

  • PMS/ Prämenstruelles Syndrom
  • Menstruationsbeschwerden (Unterleibsschmerzen, unregelmäßige Menstruation, zu starke Menstruation)
  • Weißfluss
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Muttermilch fördernd
  • Östrogendominanz
  • Kopfschmerzen
  • Erkältung
  • Zahnfleischentzündung
  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen
  • Magenschwäche
  • Durchfall
  • Ödeme
  • Nachtschweiß
  • Schlaflosigkeit

Darreichungsformen der Heilpflanze

Der Frauenmantel kann in Form von Tee eingenommen werden und Beschwerden wie Periodenkrämpfe, PMS oder Wechseljahresbeschwerden lindern. Ein Esslöffel Teemischung pro Tasse und eine Ziehzeit von 10 bis 15 Minuten sind für die Zubereitung erforderlich. Der Tee kann auch mit etwas Honig gesüßt verzehrt werden. Pro Tag können insgesamt drei Tassen Tee getrunken werden. Bei Halsleiden kann man den Tee gurgeln. Umschläge mit dem Tee sollen bei vielerlei Hautbeschwerden Linderung schaffen; ein Bad mit Frauenmantel Tee soll gegen Weißfluss helfen.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Der im Frauenmantel hohe Anteil an Gerbstoffe kann sich bei einigen Menschen reizend auf die Schleimhäute auswirken und Magenbeschwerden wie Übelkeit und Brechreiz auslösen.

J. Ehresmann
Autor: J. Ehresmann

Die ausgebildete Operations-Technische Assistentin hat nach ihrer dreijährigen Ausbildung eine Weiterbildung zur Chirurgisch-Technischen Assistentin in der Allgemein- und Visceralchirurgie in Köln absolviert. Inzwischen blickt sie auf eine mehrjährige Erfahrung in der OP-Assistenz in diesem Fachgebiet zurück. Neben ihrer Tätigkeit im OP studiert Frau Ehresmann Humanmedizin in einem Modellstudiengang in Aachen.

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