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Die 5 besten Maniküre-Tipps

Kommentar schreiben Donnerstag, 03. September 2015

Rissige, brüchige Nägel sind nicht nur unschön, sondern können auch Zeichen von Mangelerscheinungen sein. Meist werden zu wenige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente mit der Nahrung aufgenommen. Auch fehlende Pflege und zu häufiges Lackieren können die Ursache sein. Wer seine Nägel kräftigen und wieder auf Hochglanz bringen will, erhält hier die 5 wichtigsten Tipps dazu. Das gilt auch für die Herren der Schöpfung.

1. Die Kräftigung der Nägel

Um brüchige und zu weiche Nägel zu stabilisieren, müssen die notwendigen Nährstoffe zur Verfügung stehen. Das Nagel-Vitamin Nr. 1 ist Biotin. Hauptlieferanten sind Leber, Sojaprodukte, Hasel- und Walnüsse, Hefe, Lachs, Eier, Haferflocken, ungeschälter Reis und Pilze. Ein Mangel an Biotin ist zudem an Hautproblemen, Haarausfall, Appetitlosigkeit und einer schlechten Stimmung erkennbar.

Auch Zink ist für die optimale Versorgung der Nägel wichtig. Fische, Meeresfrüchte, Getreideprodukte, Cashew- und Paranüsse, Kuhmilch und ihre Käsesorten verfügen über einen hohen Zinkgehalt. Silicium in Form von Kieselsäure ist nicht nur für Knochen und Gelenke, sondern auch für kräftige Nägel Voraussetzung. Siliciumquellen sind das volle Korn von Hafer, Gerste, Dinkel und Hirse sowie Kartoffeln. Am einfachsten wird der Siliciumbedarf durch ein Nahrungsergänzungsmittel gedeckt, z.B. das Schüßler Salz Nr. 11 (Silicea). Auch Calcium (Milchprodukte) und Eisen sind wichtige Nährstoffe beim Aufbau gesunder Nägel. Fehlt Eisen im Blut kann es zu Querrillen, löffel- oder uhrglasförmigen Nägeln kommen. Diese Veränderungen sollten ärztlich abgeklärt werden. Der Nagel wächst langsam und die optimale Nährstoffzufuhr wird frühestens nach ein paar Wochen erste Ergebnisse zeigen. Also Geduld! Nagelhärter sind reine Formaldehyd- und damit Giftbomben, so dass sie keine echte Alternative zur Kräftigung von innen darstellen. Angriffe von außen kommen durch zu viel Lackieren, Aceton-haltigen Nagellack und Nagellackentferner sowie Chemikalien in Putz- und Spülmitteln. Daher bei diesen Tätigkeiten zum Schutz Handschuhe tragen.

2. Der Glanz der Nägel

Auch bei glanzlosen Nägeln kann man von einem Mangel an Nährstoffen ausgehen. Sein Ausgleich wird sicher wieder mehr Schimmer auf Ihre Nägel zaubern. Ein bewährtes Hausmittel ist das Einreiben mit Vaseline. Eine gute Alternative dazu stellen natürliche Öle, wie Oliven-, Mandel-, Jojoba- oder Avocadoöl dar. Um Rillen auszugleichen und sofortigen Glanz herbeizuführen, eignet sich eine Polierfeile. Sie besteht aus drei Oberflächen mit unterschiedlicher Körnung. Mit der gröbsten Feile werden die Rillen geglättet, mit der nächstfeineren die noch verbliebenen Unebenheiten beseitigt und mit der feinsten Körnung die Nägel auf Hochglanz poliert. Längsrillen zeigen sich meist mit zunehmendem Alter. Rillen immer polieren und nicht mit Rillenfüller glätten. Das trocknet die Nägel noch mehr aus. Die Nägel sollten allerdings nicht allzu oft poliert werden, da dies die Nägel bei jedem mal etwas dünner macht.

3. Die Nägel aufhellen

Für Raucher gibt es oft das Problem mit gelben Fingernägeln. Aber auch Frauen, die ihre Nägel oft lackieren und keinen Unterlack benutzen, haben mit Verfärbungen zu kämpfen. Einfachstes Gegenmittel ist das Behandeln der Nägel mit einem Stück Zitrone oder mit Zitronensaft auf einem Wattebausch. Weißverfärbungen der Nägel können Folge einer Verletzung sein, was sich daran zeigt, dass sie herauswachsen. Ansonsten kommen Zinkmangel oder eine Nierenerkrankung als Ursache in Frage. Auch dunkelrote, blaue bis schwarze Verfärbungen sind Folge einer Verletzung, eines Blutergusses z.B. nach einer handwerklichen Betätigung. Auf jeden Fall ärztlich abgeklärt müssen braune Verfärbungen.

4. Der richtige Nagellack

Zuerst wird die Nageloberfläche mit einer Polierfeile geglättet und einem acetonfreien Nagellackentferner gereinigt. Aceton ist eine aggressive Substanz, die dem Nagel Fett und Feuchtigkeit entzieht, und die deshalb bei der Nagelpflege nichts zu suchen hat. Dann beginnt man mit dem Unterlack. Er schützt vor Verfärbung und verhindert, dass der darauf folgende Lack abblättert. Wenn er trocken ist, kommt der eigentliche Lack. Man beginnt in der Mitte des Nagels und streicht bis zur Fingerkuppe. Danach einen Streifen rechts und links davon. Nicht ganz bis zum Außenrand lackieren, damit der Nagel schmaler wirkt. Die Schicht muss absolut trocken sein, bevor die nächste aufgetragen wird. Den Abschluss bildet ein Oberlack zum Schutz und für extra Glanz.

5. Die Pflege der Nägel

Sind die Nägel mit einer Schere, und sicher nicht mit einem Nagelknipser oder gar einer Nagelzange gekürzt, wird ihnen mit der Feile der letzte Schliff gegeben. Besser als Schneiden ist regelmäßiges Feilen. Metallfeilen sind out. Durch die entstehende Hitze werden die Nägel aufgeraut und brüchig. Der Feinheitsgrad einer Feile wird in Grit gemessen. Je höher die Zahl, umso feiner die Körnung. Weiche, brüchige Nägel werden mit einer hohen Gritzahl (mindestens 240) und einer Sandblattfeile bearbeitet, stabile Nägel mit einer mittleren Gritzahl (100-180) und einer Glasfeile. Die Feile wird gerade angesetzt und es wird nur in eine Richtung gefeilt. Zuerst mit der groben Seite kürzen, dann mit der feinen Seite in Form bringen.

Fingernägel sollten mindestens 1 mm über die Fingerkuppe hinausragen. Die Form ist Geschmacksache, orientiert sich aber am besten an der Form des Nagelbetts. Ist es gerade, wird auch der Nagel gerade gefeilt, ist es mandelförmig, spiegelt sich das auch in einer mandelförmigen Rundung des Nagels wieder. Zum täglichen Händewaschen kommt eine milde Seife zum Einsatz. Ein Pflegebad findet am besten abends statt: Die Hände 5-10 Minuten lang in ein käuflich erworbenes oder selbst hergestelltes warmes Bad geben. Dazu wird Olivenöl mit Milch und Wasser gemischt und erwärmt. Wer Düfte mag, kann naturreines Zypressen-, Sandelholz- oder Lavendelöl dazugeben. Bei brüchigen Nägeln Zitronenschalenöl hinzufügen. Danach eine Pflegecreme mit natürlichen Fetten und Ölen und dem Feuchtigkeitsspender Panthenol auftragen. Die Creme kann auch über Nacht unter dem Schutz eines Baumwollhandschuhs einwirken. Auch die Nagelhaut braucht Pflege. Sie wird nach einem Nagelbad oder nach Einwirkung eines Nagelöls sanft mit einem Rosenholzstäbchen zurück geschoben. Nicht abschneiden!

Männer und Nagelpflege

Ja, es gibt sie, die Männer, die der Pflege ihrer Nägel immer größere Aufmerksamkeit schenken. Sie sollen auch schon in Nagelstudios gesichtet worden sein. Zuhause beginnt die Pflege bei der Reinigung mit Nagelbürste und einer milden Seife. Dann Fingernägel vollends säubern, mit einer Schere kürzen und ziemlich gerade feilen. Auch der Mann darf seine Nägel polieren. Die Nagelhaut, die bei ihm meist stärker ausgebildet ist, wird mit Nagelöl weich gemacht und zurückgeschoben oder er benutzt einen Nagelhautentferner. Auch hier gilt: Wegen der Verletzungsgefahr und dem unschönen Aussehen: Auf keinen Fall abschneiden! Die regelmäßige Pflege mit einer Handcreme gehört auch beim Mann zum Pflege-Pflichtprogramm.

Beate Helm
Autor: Beate Helm

Beate Helm, Heilpraktikerin, freie Redakteurin und Autorin für Gesundheitsthemen und Persönlichkeitsentwicklung. Selfpublisherin. Weiterbildungen in Ernährungswissenschaft, Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Ayurveda, psychologischer Beratung und systemischer Therapie. Langjährige Erfahrung in Yoga und Meditation. Bei apomio seit 04/2015.

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