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Die Pflanze Fieberklee
Der Fieberklee wächst in Sumpfen, Mooren und an Ufern und ist in Europa, Nordamerika und Asien beheimatet. Die Pflanzenart wird zwischen 10 und 35 Zentimeter hoch und ist charakteristisch durch die weißen, am Rand gefransten Blüten und den dreiteiligen, ovalen Laubblättern erkennbar. Der Fieberklee wird unter anderem auch Bachgräsli, Bitterklee, Magenklee, Wasserklee, Wiesenmangold, Zottenblume oder Gottvergesstee genannt. Im 16. Jahrhundert ist er erstmals als Heilpflanze beschrieben und im 17. Jahrhundert zu heilenden Zwecken eingesetzt worden. Heute hat der Einsatz bei Fiebersenkung nur eine geringe Bedeutung; vielmehr wird der Fieberklee zur Verdauung und Appetitanregung genutzt.
Inhaltsstoffe des Fieberklees
Der Fieberklee enthält folgende Inhaltsstoffe:
- Alkaloide
- Bitterstoffe
- Cumarine
- Dihydrofoliamenthin
- Emulsin
- fettes Öl
- Flavanoide
- Gerbstoffe
- Gentianin
- Loganin
- Menyanthin
- Mineralien
- Palmitin
- Saponine
- Tannine
Fieberklee und seine Wirkungen
Der Fieberklee wird in der Naturheilkunde eingesetzt und findet bei der Behandlung von Erkrankungen wie Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit und Wechselfieber Verwendung. Man schreibt der Pflanzenart eine appetitanregende, blutreinigende, entzündungshemmende, fiebersenkende, harntreibende, krampflösende, reinigende sowie verdauungsfördernde Heilwirkung zu.
Anwendungsbereiche der Heilpflanze
Zu den Anwendungsbereichen zählen:
- Altersschwäche
- Blähungen
- Bleichsucht
- Blutarmut
- Gallensteine
- Gastritis
- Gicht
- Hautausschläge
- Husten
- Infektionen
- Migräne
- Oberbauchbeschwerden
- Sodbrennen
- Verdauungsschwäche
- Verstopfung
- Wechselfieber
Darreichungsformen von Fiberklee
Der Fieberklee kann in Form von Tee eingenommen werden. Dieser sollte ungesüßt sein. Zur Appetitanregung empfiehlt man, 30 Minuten vor der Nahrungsaufnahme den Tee schluckweise zu trinken. Pro Tag sollten nicht mehr als zwei Tassen getrunken werden. Bei fiebrigem Halsleiden kann man den Tee gurgeln. Umschläge mit dem Tee sollen bei Hautkrankheiten Linderung schaffen.
Nebenwirkungen und Gegenanzeigen
Nebenwirkungen durch die Einnahme von Fieberklee sind nicht bekannt. Bei einer Überdosierung kann es allerdings zu Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen führen. Kontraindiziert ist die Einnahme von Fieberklee bei bestehenden Darmentzündungen, Magengeschwüren sowie Durchfall.