Johanniskraut Trockenextrakt, (4,6-6,5:1), Auszugsmittel: Ethanol 38% (m/m)

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Johanniskraut Trockenextrakt 4,6-6,5:1 – Auszugsmittel Ethanol 38% (m/m)

Standardisierter Wirkstoff aus Hypericum perforatum (Johanniskraut) in Form eines Trockenextrakts im Verhältnis 4,6-6,5:1. Das Auszugsmittel Ethanol 38% (m/m) ermöglicht eine gleichbleibende Aktivwirkstoffqualität und hohe Reinheit für pharmazeutische Anwendungen.

Beschreibung des Wirkstoffs

Der Trockenextrakt wird aus Blüten und Blättern des Johanniskrauts gewonnen. Das standardisierte Verhältnis 4,6-6,5:1 bedeutet, dass aus einer definierten Menge Ausgangsmaterial eine definierte Menge Trockenextrakt entsteht, wodurch die Gehalte an Hauptwirkstoffen stabil bleiben. Ethanol 38% (m/m) dient als Lösungsmittel während des Extraktionsprozesses und trägt zur Produktqualität bei.

Wirkung und Wirkmechanismus

Der Extrakt beeinflusst zentrale Neurotransmittersysteme, insbesondere Serotonin, Noradrenalin und Dopamin. Durch Hyperforin und weitere Inhaltsstoffe kann es die Stimmung verbessern. Die Wirkung setzt meist frühestens nach mehreren Wochen ein und ist individuell unterschiedlich.

Anwendungsgebiete

Leichte bis mittlere depressive Verstimmungen, Gereiztheit und Schlafstörungen in Zusammenhang mit depressiven Symptomen. Nicht geeignet für schwere Depressionen, Suizidalität oder bei bestimmten psychiatrischen Erkrankungen; eine ärztliche Abklärung ist ratsam.

Anwendung und Dosierung

Die Einnahme erfolgt gemäß Packungsbeilage oder ärztlicher Anordnung. Typische Dosierung: 1–3 Mal täglich 300 mg Trockenextrakt (entsprechend 1 x 300 mg oder 2–3 x 300 mg je Tag). Die Einnahme erfolgt mit Wasser. Die Therapiedauer variiert; bei fehlendem Ansprechen oder Verschlechterung ist ärztliche Konsultation erforderlich.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen und Schwindel. Lichtempfindlichkeit (Photosensitivität) kann bei heller Haut auftreten. Seltene allergische Reaktionen möglich. Bei schweren oder anhaltenden Beschwerden Neuaufnahme oder Absetzen erwägen und ärztlichen Rat einholen.

Wechselwirkungen

Johanniskraut kann die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen, indem es Enzyme der Leber beeinflusst und deren Abbau verändert. Relevante Interaktionen umfassen Antidepressiva (insbesondere SSRIs und MAO-Hemmer), hormonelle Verhütungsmittel, Blutverdünner, Antiepileptika und Immunsuppressiva. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Präparate, die Sie einnehmen, um Risiken zu vermeiden.

Besondere Informationen

Nicht geeignet für Schwangere oder Stillende; Vorsicht bei Lebererkrankungen und Lichtempfindlichkeit. Enthält Ethanol als Auszugsmittel (38% des Extrakts). Bei Alkoholproblemen oder bestimmten Vorerkrankungen Rücksprache mit dem Arzt halten. Das Präparat kann Wechselwirkungen verursachen; regelmäßige ärztliche Kontrolle wird empfohlen.

Medikamente mit Johanniskraut

Zusätzliche Präparate, die Johanniskraut enthalten, finden sich oft in Form von standardisierten Trockenextrakten, Tabletten oder Tropfen. Prüfen Sie immer die Packungsbeilage und sprechen Sie mit dem Apotheker, bevor Sie andere Johanniskrautpräparate ergänzend verwenden, um Wechselwirkungen zu vermeiden.

Häufig Gestellte Fragen

Frage 1: Was bedeutet die Angabe 4,6-6,5:1?

Antwort: Sie beschreibt das Extraktionsverhältnis, d. h. aus 4,6–6,5 Teile Ausgangsmaterial wird 1 Teil Trockenextrakt gewonnen; standardisiert.

Frage 2: Wie lange dauert es, bis eine Wirkung einsetzt?

Antwort: Normalerweise mehrere Wochen, meist 3–6 Wochen; individuelle Unterschiede.

Frage 3: Welche Wechselwirkungen sind besonders wichtig?

Antwort: Johanniskraut kann die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen, insbesondere CYP450-abhängige Abbauprozesse. Wichtige Interaktionen bestehen mit SSRIs, MAO-Hemmern, hormoneller Verhütungsmittel, Blutverdünnern, Antiepileptika und Immunsuppressiva. Informieren Sie Ihren Arzt.

Frage 4: Ist Ethanol im Extrakt sicher?

Antwort: In empfohlenen Dosierungen ist Ethanol als Bestandteil des Extrakts üblich; bei Lebererkrankungen, Alkoholproblemen oder Kleinkindern Rücksprache mit dem Arzt halten.

Frage 5: Darf ich Johanniskraut in der Schwangerschaft verwenden?

Antwort: Nicht empfohlen; ärztliche Beratung erforderlich.

Fazit

Der Standardisierte Johanniskraut Trockenextrakt 4,6-6,5:1 mit Ethanol 38% bietet eine standardisierte Wirkstoffform für milde bis moderate depressive Symptome. Beachten Sie Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und suchen Sie ärztliche Beratung bei Unsicherheit oder Vorerkrankungen.