TREMARIT 5MG (30 Stück)
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Pflichtangaben: TREMARIT 5MG
Indikation
- Das Präparat ist ein Parkinsonmittel (Parasympatholytikum).
- Das Arzneimittel wird angewendet
- zur unterstützenden Behandlung des Tremors bei Parkinson-Syndrom
- bei isolierten extrapyramidalen Tremorformen, essentiellem und Alters-(senilem)Tremor
- bei durch Neuroleptika oder ähnlich wirkende Medikamente bedingten extrapyramidalen Symptomen wie Frühdyskinesien, Akathisie, Parkinsonoid.
Kontraindikation
- Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Metixenhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile des Präparates sind
- bei akuten Vergiftungen mit Schlafmitteln, Schmerzmitteln, trizyklischen Antidepressiva, krampflösenden Mitteln (Spasmolytika), Mitteln gegen Allergien (Antihistaminika), Psychopharmaka sowie Alkohol
- bei unbehandeltem grünem Star (Engwinkelglaukom)
- bei Darmträgheit (Darmatonie)
- bei mechanischen Einengungen (Stenosen) im Bereich des Magen-Darm-Kanals
- bei Dickdarmerweiterungen (Megakolon)
- bei Patienten mit manifester oder beginnender Demenz darf Metixen nicht angewendet werden.
Dosierung
- Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
- Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
- Die optimale Dosis des Arzneimittels sollte grundsätzlich langsam aufgebaut werden. Sie richtet sich nach dem therapeutischen Effekt und den möglicherweise auftretenden Nebenwirkungen.
- Bei älteren Patienten, besonders bei Patienten mit einer Schädigung des Gehirns (hirnorganische Veränderungen vaskulärer oder degenerativer Art) muss das Präparat vorsichtig dosiert werden.
- Im Regelfall empfiehlt sich folgendes Dosierungsschema:
- 1. Behandlungswoche: 3 x 1/2 Tablette über den Tag verteilt.
- 2. Behandlungswoche: morgens 1 Tablette, mittags und abends je 1/2 Tablette.
- 3. Behandlungswoche: morgens und mittags je 1 Tablette, abends 1/2 Tablette.
- 4. Behandlungswoche: 3 x 1 Tablette über den Tag verteilt.
- Die Steigerung der Tagesdosis in wöchentlichen Abständen um jeweils 1/2 Tablette ist fortzuführen, bis die individuell optimale Dosis erreicht ist.
- Erfahrungswerte für die optimale Metixenhydrochlorid-Dosis bei verschiedenen Krankheitsbildern:
- Tremor bei Parkinson-Syndrom: 20 - 30 mg
- andere Tremorformen: 15 - 25 mg.
- Eine maximale Tagesdosis von 45 mg Metixenhydrochlorid, entsprechend 3 x 3 Tabletten, sollte nicht überschritten werden. Eine Dosierung von mehr als 6 Tabletten pro Tag (= über 30 mg) ist schweren Fällen vorbehalten.
- Ältere Patienten
- Bei älteren Patienten, insbesondere bei Vorliegen einer Schädigung des Gehirns (hirnorganische Veränderungen vaskulärer oder degenerativer Art) muss das Arzneimittel vorsichtig dosiert werden.
- Ältere Patienten, speziell solche mit einer Schädigung des Gehirns (hirnorganische Veränderungen vaskulärer oder degenerativer Art), können häufig schon gegenüber normalen therapeutischen Dosen der Substanz empfindlicher reagieren.
- Dauer der Anwendung
- Die Dauer der Anwendung bestimmt der behandelnde Arzt.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.
- Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
- Nach Einnahme hoher Dosen des Arzneimittels können folgende Symptome auftreten:
- gerötetes Gesicht, Erregung, Verwirrtheit, trockene Haut, Fieber, Erweiterung der Pupillen, beschleunigter Herzschlag (Tachykardie), Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie) und beschleunigte Atmung (Tachypnö), gelegentlich auch Koma mit krampfartigen (klonischen) Zuckungen, Übererregbarkeit (Hyperreflexie und Babinski-Phänomen). Es besteht die Gefahr des Atem- und Herzstillstandes.
- Benachrichtigen Sie bei diesen Anzeichen bitte unverzüglich Ihren Arzt.
- Folgende ärztliche Maßnahmen werden bei Überdosierung empfohlen:
- Allgemeine Maßnahmen:
- Kontrolle und Unterstützung der Herz-, Kreislauf- und Atemfunktion. Bei vital bedrohlicher Vergiftung Intubation und Beatmung.
- Entfernung des Arzneimittels aus dem Magen-Darm-Trakt durch Magenspülung, gefolgt von der wiederholten Gabe von Aktivkohle und salinischer Abführmittel.
- im Bedarfsfall Legen eines venösen Zugangs, Wärmeabfuhr, Anlegen eines Blasenkatheters.
- Spezifische Maßnahmen:
- Bei Vorliegen von zentralen (z. B. Koma, Halluzinationen, Agitiertheit) und peripheren (Mydriasis, Tachykardie, Mundtrockenheit, Darmatonie, Harnverhaltung) Symptomen Gabe von Physostigmin (Anticholium®; Erwachsene initial 2 mg langsam i.v., Kinder 0,5 mg langsam i.v.). Die Injektion kann gegebenenfalls wiederholt werden.
- Allgemeine Maßnahmen:
- Nach Einnahme hoher Dosen des Arzneimittels können folgende Symptome auftreten:
- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
- Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
- Bitte nehmen Sie die nächste Dosis wie vorgesehen ein und lassen Sie sich durch Ihren behandelnden Arzt beraten.
- Wenn Sie die Einnahme abbrechen
- Die Einnahme des Arzneimittels soll, außer beim Auftreten schwerer Nebenwirkungen, nicht schnell und abrupt beendet werden, um überschießende Gegenregulationen des Organismus zu vermeiden. Wenn Sie die Einnahme des Präparates beenden möchten, halten Sie bitte zuvor Rücksprache mit Ihrem Arzt.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Patientenhinweise
- Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich
- Das Präparat soll nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt angewendet werden bei Patienten mit
- Myasthenia gravis (gesteigerte Ermüdbarkeit der Sprach-, Kau- und Schluckmuskulatur sowie des Lidhebers)
- Vergrößerung der Vorsteherdrüse mit Neigung zu Restharnbildung (Prostata-Adenom)
- Erkrankungen, die zu einer bedrohlichen Beschleunigung des Herzschlags (Tachykardie) führen können
- vorgeschädigtem Herzen.
- Untersuchungen an Tieren zeigen, dass Arzneimittel wie Metixenhydrochlorid (Anticholinergika) möglicherweise zu einer erhöhten Bereitschaft zu Krampfanfällen führen. Dies ist bei entsprechender Veranlagung zu beachten.
- Nebenwirkungen treten besonders zu Beginn der Behandlung und dann auf, wenn die Dosis zu rasch gesteigert wird.
- Das Präparat soll nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt angewendet werden bei Patienten mit
- Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
- Das Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und besonders in den ersten Tagen der Therapie zu Müdigkeit, Schwindel, Benommenheit und zu Störungen der Einstellung des Auges auf verschiedene Entfernungen (Akkommodationsstörungen) führen. Sie können möglicherweise Gefahren nicht mehr rechtzeitig erkennen und auf unerwartete Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie bitte nicht Auto oder andere Fahrzeuge!
- Bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge und Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! Die Entscheidung, ob Sie bestimmte Tätigkeiten ausführen können, trifft in jedem Einzelfall der behandelnde Arzt. Beachten Sie besonders, dass Alkohol, andere zentral wirksame Medikamente sowie Anticholinergika (z. B. manche Arzneimittel gegen Magen-Darm-Krämpfe, Asthma, Parkinsonkrankheit) Ihre Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtern können!
Schwangerschaft
- Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Schwangerschaft
- Tierexperimentell und klinisch bestehen keine Hinweise für eine keimschädigende Wirkung von Metixenhydrochlorid. Die Anwendung des Arzneimittels sollte jedoch in der Schwangerschaft nur unter sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
- Stillzeit
- Über eine Ausscheidung in die Muttermilch ist nichts bekannt.
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