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Produktinformationen zu Tetryzolin Nasenspray DMP

Allgemeine Informationen zu dem Produkt

Dr. Gerhard Mann Chem.-pharm.Fabrik GmbH PZN: 3769132 (rezeptfrei) 14 ml
Verordnungsart: rezeptfrei

Pflichtangaben: Tetryzolin Nasenspray DMP

Indikation

Arzneimittel zur Beeinflussung des Organnervensystems (vegetatives Nervensystem) aus der Arzneigruppe der alpha-Sympathomimetika.

Es wird angewendet zur Abschwellung der Nasenschleimhaut bei
- Schnupfen und Heuschnupfen,
- Nasopharyngitis (Nasen-Rachen-Entzündung),
- Entzündung der Nasennebenhöhlen,
- Untersuchungen zur Krankheitserkennung und
- Eingriffen zur Behandlung.

Kontraindikation

Darf nicht angewendet werden:
- wenn Sie überempfindlich gegenüber Tetryzolinhydrochlorid oder einem der sonstigen Bestandteile sind.
- bei trockener Nasenschleimhautentzündung (Rhinitis sicca),
- bei Kindern unter 6 Jahren.

Dosierung

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Geben Sie mehrmals täglich einen Sprühstoß in jedes Nasenloch, wobei die Anwendung nicht häufiger als alle 4 Stunden erfolgen soll.

 

Das Arzneimittel darf nicht länger als 3 - 5 Tage hintereinander angewendet werden. Danach ist eine Pause von mehreren Tagen einzulegen, ehe Sie das Arzneimittel wieder benutzen.

 

Überdosierung:

Bei Verschlucken der Flüssigkeit können folgende Krankheitszeichen auftreten: Übelkeit, Zyanose (bläuliche Haut durch verminderten Sauerstoffgehalt des Blutes), Fieber, Krämpfe, erhöhter und unregelmäßiger Herzschlag, Herzstillstand, Bluthochdruck, Lungenödem (vermehrtes Gewebswasser in der Lunge), Atemstörungen und psychische Störungen, unter Umständen auch Hemmung zentralnervöser Funktionen mit Schläfrigkeit, Erniedrigung der Körpertemperatur, zu langsamem Herzschlag, schockähnlichem Blutdruckabfall, Atemstillstand und Koma (tiefe Bewusstlosigkeit).

Bei Kleinkindern kann es zu zentralnervösen Störungen, Verminderung der Atmung und Kreislaufzusammenbruch kommen.

Rufen Sie bei Auftreten dieser Krankheitszeichen den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe!

Mögliche ärztliche Gegenmaßnahmen:

Gabe medizinischer Kohle, Magenspülung und Sauerstoffbeatmung. Vasopressoren (Arzneimittel zur Blutdrucksenkung) dürfen nicht gegeben werden. Ggf. sind Fieber und Krämpfe zu behandeln. Bei Auftreten anticholinerger Symptome ist ein Gegenmittel, z.B. Physostigmin, zu verabreichen.


Vergessene Anwendung:

Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

 

Patientenhinweise

Das Arzneimittel sollte erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt angewendet werden bei:
- schweren Herz-Kreislauferkrankungen (z. B. koronarer Herzkrankheit, Bluthochdruck oder Phäochromozytom),
- Stoffwechselstörungen, z. B. Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) oder Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),
- Behandlung mit blutdrucksteigernden Medikamenten (z. B. MAO-Hemmern) sowie
- Glaukom (insbesondere Engwinkelglaukom).

Erklärung: Die koronare Herzkrankheit wird durch Verengung der Blutgefäße des Herzens ausgelöst. Dies kann zu Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Störungen des Herzschlags (Herzrhythmusstörungen), anfallsweisen Schmerzen (Angina pectoris) und Untergang von Herzgewebe (Herzinfarkt) führen.

Ein Phäochromozytom ist ein meist gutartiger Tumor vor allem des Nebennierenmarks, der Stoffe abgibt, die zu zeitweise sehr hohem Bluthochdruck führen.

Das Glaukom ist eine Erkrankung, bei der es zu einem erhöhtem Augeninnendruck kommt (sog. grüner Star). Wenn die Erkrankung durch eine Verengung der Augenkammerwinkel verursacht wird, spricht man von einem Engwinkelglaukom.

 

Besondere Vorsicht bei der Anwendung ist erforderlich:

Nach längerem oder zu häufigem Gebrauch sowie nach Anwendung zu hoher Dosen können Brennen und Trockenheit der Nasenschleimhaut sowie eine Rhinitis medicamentosa (Schädigung der Nasenschleimhaut mit Schwellung und Austrocknung durch Arzneimittel) auftreten. Dies ist schon nach einem durchgehenden Gebrauch von 5 - 7 Tagen möglich.

Weiterhin kann es nach längerem Gebrauch zu einer nicht wieder behebbaren Schleimhautschädigung mit trockener Nasenschleimhautentzündung (Rhinitis sicca) kommen.

Kinder:
Das Arzneimittel darf nicht bei Kindern unter 6 Jahren angewendet werden. Die Anwendung bei Kindern ab 6 Jahren und bei höherer Dosierung darf nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Längerfristige Anwendung und Überdosierung, vor allem bei Kindern, sind zu vermeiden.

Das Arzneimittel darf nicht geschluckt werden und ist deshalb für Kinder unerreichbar aufzubewahren.

 

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Durch einen Übertritt des Arzneimittels in den Körperkreislauf kann es zu Herzklopfen, Kopfschmerzen, Zittern, besonders an den Händen (Tremor), Schwäche, Schwitzen und Blutdruckanstieg kommen. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten sie nicht ohne sicheren Halt!

 

Schwangerschaft

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Das Arzneimittel darf in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.

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