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Migräne

Freitag, 12. Februar 2021
Inhaltsverzeichnis 

Was versteht man unter Migräne?

Was sind die Ursachen von Migräne?

Was sind die Symptome einer Migräne?

Wie wird Migräne behandelt?

Was versteht man unter Migräne?

Bei Migräne handelt es sich um eine akute Kopfschmerzform. Diese tritt anfallsweise und meist einseitig auf, ist hämmernd oder pulsierend und wird häufig von einer hohen Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Gerüchen, aber auch von Übelkeit und Erbrechen begleitet.

 

Die Schmerzdauer kann sich über einen Zeitraum von 4 bis 72 Stunden erstrecken. In der Regel treten Migränekopfschmerzen erstmals während der Pubertät oder im jungen Erwachsenenalter auf. Bei den meisten Betroffenen kehrt die Migräne periodisch wieder (weniger als 15 Tage pro Monat). Nach dem 50. Lebensjahr verlieren die Kopfschmerzen in der Regel deutlich an Intensität oder lassen vollständig nach. Von Migräne sind Frauen dreimal so häufig im Vergleich zu Männern betroffen. Eine genetische Ursache für Migräne ist sehr wahrscheinlich. Mehr als 50 Prozent der Patienten, die unter Migräne leiden, haben enge Verwandte, die ebenfalls davon betroffen sind.

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Was sind die Ursachen von Migräne?

Die genaue Ursache von Migräne ist nicht bekannt, doch es gibt viele Faktoren, die eine Migräneattacke auslösen können (man spricht dann von sogenannten Triggern). Diese Trigger sich von Patient zu Patient unterschiedlich:

  • Stress und Schlafmangel
  • Verminderte Aufnahme von Flüssigkeit
  • Hunger, z.B. durch das Auslassen einer Mahlzeit oder Fasten
  • Kurz vor und zu Beginn der Menstruation
  • Reizüberflutung
  • Spezielle Wetterlagen wie z.B. Föhn
  • Medikamente wie z.B. Nitroverbindungen, orale Kontrazeptiva
  • Bestimmte alkoholische Getränke wie z.B. Rotwein
  • Bestimmte Lebensmittel wie z.B. lange gereifte Lebensmittel, Geschmacksverstärker, Koffein
  • Koffeinentzug

 

Was sind die Symptome einer Migräne?

Migräneanfälle können sehr unterschiedlich verlaufen. Meist durchläuft eine Attacke bestimmte Phasen, die in ihrer Dauer variieren und nicht zwangsweise alle auftreten müssen.

 

1. Prodromalphase

Einer Migräne geht häufig ein Prodrom voraus. Hierbei handelt es sich um Frühwarnanzeichen für eine bevorstehende Attacke. Mehrere Stunden bis zwei Tage vorher kann sich der Migränekopfschmerz beispielsweise mit einem der folgenden Symptome ankündigen:

  • Gereiztheit und Stimmungsschwankungen
  • Müdigkeit
  • Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel
  • Konzentrationsstörungen
  • Teilnahmslosigkeit
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht und Lärm

 

2. Aura

Im Anschluss auf das Prodrom können Wahrnehmungsstörungen folgen, die in der Fachsprache Migräneaura genannt werden. Diese betreffen meist das Sehen, so dass Betroffene unter Flimmersehen oder dem Sehen von Zickzack-Linien, unter Gesichtsfeldausfällen oder unter verzerrtem, unscharfen, vergrößerten oder verkleinern Sehen leiden. Zweithäufigstes Aurasymptom sind Empfindungsstörungen mit einem Kribbeln, das sich langsam von der Hand über den Arm bis zum Kopf ausbreitet. Ebenso können sich Sprachstörungen bemerkbar machen. Orientierungsstörungen und Lähmungserscheinungen kommen dagegen sehr selten vor. Die Migräneaura geht manchmal auch mit Gleichgewichtsstörungen einher. Die Symptome einer Migräneaura setzen im Gegensatz zu einem Schlaganfall typischerweise langsam ein und klingen ebenso langsam wieder ab.

 

3. Kopfschmerzphase

Migränekopfschmerz tritt meist einseitig auf, ist hämmernd oder pulsierend und wird besonders im Bereich von Stirn, Schläfen und den Augen lokalisiert. Begleitet wird dieser Schmerz häufig von einer hohen Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Gerüchen, aber auch von Übelkeit und Erbrechen. Die Symptome verschlimmern sich bei Bewegung, wohingegen Ruhe und Dunkelheit sie lindern. Die Kopfschmerzphase einer Migräneattacke dauert beim Erwachsenen ohne medikamentöse Behandlung mindestens vier Stunden und kann bis zu drei Tage lang anhalten.

 

4. Rückbildungs- und Erholungsphase

Selbst nach dem vollständigen Abklingen der Kopfschmerzen und weiteren Symptome der Migräne, leiden viele Betroffene noch über Stunden bis Tage unter Müdigkeit und Erschöpfung.

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Wie wird Migräne behandelt?

Migräne kann nicht vollständig geheilt, aber kontrolliert werden. Ein wichtiger Ansatz ist das Führen eines Kopfschmerztagebuches um geeignete Maßnahmen zu treffen:

  • Beseitigung auslösender Reize
  • Verhaltensbezogene Maßnahmen (Entspannung, Biofeedback und Stressbewältigung)
  • Yoga
  • Arzneimittel, um das Fortschreiten der Migräne zu unterbinden
  • Arzneimittel zur Schmerzbehandlung während einer Migräneattacke
  • Arzneimittel zur Migräneprophylaxe
Linda Künzig
Autor: Linda Künzig

Linda Künzig, Apothekerin mit Weiterbildungen im Bereich Homöopathie und Naturheilverfahren. Neben ihrer Tätigkeit in einer öffentlichen Apotheke unterstützt sie seit Mai 2019 die Apomio-Redaktion als freie Autorin.