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Depression

Mittwoch, 16. Dezember 2020
Inhaltsverzeichnis 

Was versteht man unter einer Depression?

Was sind die Ursachen einer Depression?

Was sind die Symptome einer Depression?

Wie wird eine Depression behandelt?

 

Was versteht man unter einer Depression?

Der Krankheitsname „Depression“ leitet sich vom lateinischen Wort „deprimere“ (niederdrücken) ab. Man versteht man darunter eine seelische Störung, die mit einer gedrückten und pessimistischen Stimmungslage einhergeht. Eine Depression stellt im Vergleich zur Trauer, die eine angebrachte psychische Reaktion auf einen entsprechenden Vorfall ist, eine den Lebensumständen nicht entsprechende und somit unbegründete psychische Verstimmung dar. In manchen Fällen kann sie auch mit Angstzuständen oder Selbstmordneigungen verbunden sein.

 

Was sind die Ursachen einer Depression?

Depressionen haben meist mehr als einen einzigen Auslöser. Genetische sowie körperliche Faktoren treten mit psychischen und psychosozialen Ursachen in Korrelation und verstärken sich gegenseitig. Als körperlichen Auslöser gilt eine Störung des Hirnstoffwechsels. Hierbei ist die Konzentration der Botenstoffe Serotonin und/oder Noradrenalin gestört. In Folge können Informationen zwischen den Gehirnzellen nicht mehr fehlerfrei übertragen werden, was zu einer veränderten Gefühlslage der betroffenen Patienten führt. Aber auch Erkrankungen wie Parkinson, Tumore, eine Unterfunktion der Schilddrüse oder Störungen des Hormonhaushalts können Auslöser für Depressionen sein. Eine Differenzierung, ob sich die Depression in diesen Fällen als Reaktion auf die Erkrankung entwickelt oder die Depression den auslösenden Faktor darstellt, ist oft nicht eindeutig möglich. Auch in diesem Zusammenhang ist eine Kombination physischer, psychischer und psychosozialer Faktoren sehr wahrscheinlich.

 

Was sind die Symptome einer Depression?

Das Krankheitsbild von Depressionen hat eine sehr große Bandbreite und kann sich auf sehr unterschiedlich Art und Weise äußern. Viele Betroffene leiden unter einer Mut-, Freud-, Antriebs- und Kraftlosigkeit. Sie haben das Gefühl, nichts mehr empfinden zu können. Dinge, die vor der Depression Freude bereiteten, erscheinen plötzlich nichtig, selbst leichte Beschäftigungen werden als beschwerlich empfunden. Depressionen lassen sich in eine monopolare oder unipolare Form unterteilen.
 

  • Monopolare (Unipolare) Depression

Eine monopolare Depression macht sich durch eine innere Leere, einen Verlust an Energie und Selbstvertrauen, aber auch durch Angstzustände bemerkbar. Schwerwiegende Verläufe werden von Gedanken an den eigenen Tod oder an Selbsttötung begleitet.

Körperliche Anzeichen für eine monopolare Depression sind starke Schlafstörungen, ausbleibender oder verstärkter Appetit, verminderte sexuelle Lust, körperliche Unruhe oder Teilnahmslosigkeit. Oft werden diese Symptome von Magen-, Kopf- und Rückenschmerzen, aber auch von Schwindel oder Enge im Brustbereich begleitet, für die keine körperlichen Ursachen gefunden werden können.
 

  • Bipolare Depression

Die bipolare Form der Depression wird auch als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet. Charakteristisch ist hierbei ein mehr oder weniger schneller und häufiger Wechsel zwischen unterschiedlichen Krankheitsphasen. Bei depressiven Abschnitten leiden die Betroffenen an den typischen Symptomen der monopolaren Depressionsform. Die manischen Phasen stehen dazu im extremen Gegensatz. Betroffene sind stark euphorisch, aufgekratzt, teilweise auch gereizt und aggressiv. Begleitet kann dieser Zustand von Wahnvorstellungen sein. Das Risiko für Suizidversuche und Suchterkrankungen ist bei manisch-depressiv Erkrankten besonders hoch.

 

Wie werden Depressionen behandelt?

Bei der Behandlung von Depressionen setzt man in der Regel auf drei wichtige Ansätze:
 

  1. Medikamentöse Therapie mit Antidepressiva
  2. Psychotherapeutische Maßnahmen
  3. Ergänzende therapeutische Methoden wie beispielsweise Ergo- oder Bewegungstherapie, oder sozialpädagogische Ansätze

Am erfolgversprechendsten ist meist eine für den Betroffenen individuell angepasste Kombination aus den drei Therapieoptionen.

Linda Künzig
Autor: Linda Künzig

Linda Künzig, Apothekerin mit Weiterbildungen im Bereich Homöopathie und Naturheilverfahren. Neben ihrer Tätigkeit in einer öffentlichen Apotheke unterstützt sie seit Mai 2019 die Apomio-Redaktion als freie Autorin.