Wissenswertes zu Unverträglichkeiten

Betroffene wissen ein Lied davon zu singen: Sie essen oder trinken bestimmte Nahrungsmittel – und wenig später geht es ihnen richtig schlecht. Die Ursache ist dann oft eine Nahrungsmittelunverträglichkeit.

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Präparate bei Unverträglichkeiten

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Kategorie: Fructoseintoleranz Darreichungsform: Kapseln

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1 Erfahrungsbericht Kategorie: Fructoseintoleranz Darreichungsform: Kapseln

Anwendungsgebiete: Erkältung, depressive Verstimmungen, Reizbarkeit, Zinkmangel, Folsäuremangel, Fructose-Intoleranz

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Kategorie: Fructoseintoleranz

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Experten unterscheiden zwischen einer Allergie und einer Unverträglichkeit auf Lebensmittel. Bei einer Allergie liegt die Ursache im körpereigenen Immunsystem. Dieses betrachtet bestimmte Bestandteile von Lebensmitteln als „gefährlich“ und ruft eine „überschießende“ Reaktion des Körpers hervor. Nahrungsmittel-Intoleranzen haben andere, unterschiedliche Ursachen. Ihre häufigsten und bekanntesten Formen sind die Fruchtzucker-Unverträglichkeit (Fruktose-Intoleranz), die Milchzucker-Unverträglichkeit (Laktose-Intoleranz) und die Histamin-Unverträglichkeit (Histaminintoleranz).

Fruchtzucker-Unverträglichkeit (Fruktose-Intoleranz)

Menschen mit einer Fruktose-Intoleranz leiden typischerweise an Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall, sobald sie Obst gegessen haben. Die Symptome äußern sich dabei unterschiedlich heftig. Fruchtzucker (Fruktose) ist der im Obst vorhandene Zucker, der Früchten ihre natürliche Süße verleiht. Ein bestimmtes Protein im Körper leitet den aufgenommenen Zucker durch den Darm weiter ins Blut, wobei das „Transporter-Eiweiß“ immer nur eine begrenzte Menge an Fruktose befördern kann. Das heißt, dass jeder Mensch, der zu viel Obst auf einmal isst, wahrscheinlich Beschwerden, z.B. Blähungen, bekommt. Das liegt daran, dass in diesem Fall zu viel der Fruktose im Darm verbleibt und dort durch Darmbakterien aufgespaltet und vergoren wird, was dann die Beschwerden auslöst. Bei etwa einem Drittel aller Deutschen wird jedoch vermutet, dass sie schon auf recht kleine Mengen an Fruchtzucker mit den typischen Beschwerden reagieren. Die Ursachen hierfür sind noch nicht umfassend bekannt. Vermutet wird zum einen eine Funktionsabschwächung des zuständigen Transport-Eiweißes. Zum anderen ist in immer mehr Lebensmitteln Fruchtzucker enthalten, z.B. in vielen Light-Produkten oder Softdrinks, wodurch viele Menschen ganz einfach viel mehr Fruktose mit der Nahrung aufnehmen als in früheren Zeiten.

Eine Fruktose-Intoleranz kann der Arzt mit einem einfachen Atemtest feststellen. Die Betroffenen sollten auf jeden Fall ihre Ernährungsgewohnheiten umstellen und dazu einen Arzt oder Ernährungs-Fachberater konsultieren. Dabei muss meist eine Weile probiert werden, welche Fruchtsorten in welchem Maße die Unverträglichkeitssymptome hervorrufen. Meist muss nicht ganz auf den Verzehr von frischen Früchten verzichtet werden: Es genügt normalerweise, Obstsorten mit besonders hohem Fruchtzuckergehalt wie Trockenfrüchte, Obstsäfte, Äpfel, Trauben und Honig, nicht oder nur wenig zu essen. Dagegen werden andere Sorten empfohlen, weil sie nur wenig Fruchtzucker oder gleichzeitig Glukose in einem günstigen Verhältnis enthalten, z.B. Beeren, Aprikosen und Bananen. Sie wirken sich günstig aus, da Glukose (Traubenzucker) die Aufnahme des Fruchtzuckers im Darm erleichtert.

Auch Nahrungsergänzungsmittel aus der Apotheke können die Symptome deutlich lindern. Es gibt z.B. Präparate mit einer Enzym-Kombination, die die Verdauung ansonsten schwer verdaulicher Stoffe im Körper fördern. Zudem gibt es diätetische Nahrungsergänzungsmittel, die speziell für Personen mit Laktose-Intoleranz entwickelt wurden, z.B. Zink- und Folsäurepräparate für Menschen, die wenig Obst essen können und daher auf eine zusätzliche Versorgung wichtiger Nährstoffe angewiesen sind.

Milchzuckerunverträglichkeit (Laktose-Intoleranz)

Schätzungsweise 15 Prozent aller Deutschen vertragen Milchzucker nicht oder nur in kleinen Mengen. Die Ursache liegt in den meisten Fällen in einem Mangel an dem wichtigen Enzym Laktase. Dies ist notwendig, um den Milchzucker im Darm aufzuspalten und damit zu verwerten. Bei einem Laktasemangel wird also weniger Laktose im Körper abgebaut, wodurch der Milchzucker in den Dickdarm gelangt und dort von Darmbakterien vergoren wird. Dabei werden verschiedene Stoffe und Gase frei, die bei den Betroffen zu den typischen Symptomen führen: Blähungen, Bauchschmerzen und -grimmen sowie Durchfall. Bei manchen kommen außerdem noch Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit dazu.  

Eine Milchzucker-Unverträglichkeit kann mittels eines Atemtests festgestellt werden. Betroffene müssen durch Ausprobieren herausfinden, welche Milchprodukte sie nicht vertragen. Meist verursachen pure Milch, Sahne, Quark, Frischkäse sowie Schokolade Probleme, da sie sehr viel Laktose enthalten. Dagegen ist ein Milchprodukt wie Hartkäse so gut wie laktosefrei und damit meist gut verträglich. Auch die sehr geringen Mengen an Milchzucker in Arzneimitteln sind meist auch für laktose-intolerante Patienten geeignet. 

Zahlreiche laktosefreie Produkte erleichtern den Betroffenen inzwischen deutlich das Leben. In ihnen ist der Milchzucker bereits aufgespalten. Zudem stehen in der Apotheke frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel, die Laktase enthalten, zur Verfügung. Für diese Pulver, Kautabletten oder Kapseln wird das Enzym biotechnologisch gewonnen. Es spaltet den aufgenommenen Milchzucker und sorgt somit dafür, dass Milchprodukte und andere laktosehaltige Speisen besser verdaulich werden. Es wird empfohlen, vor Beginn der Einnahme einen Arzt, Apotheker oder Ernährungsberater zu befragen.

Histamin-Unverträglichkeit (Histamin-Intoleranz oder Histaminose)

Diese Unverträglichkeit ist eine erworbene oder angebo­rene Stoffwechselstörung. Vermutlich tragen zum einen körperliche Ursachen, zum anderen Umweltfaktoren zu ihrer Entstehung bei. Auch Medika­mente, Stress und diverse Chemi­kalien können zu den Symptomen führen, daher ist die Histami­n-Intoleranz auch keine reine Nahrungs­mittel­unverträg­lichkeit.

Histamin ist zum einen ein körpereigener Botenstoff, zum anderen findet er sich in zahlreichen Lebensmitteln, verstärkt z.B. in Rotwein, Käse, Salami, Fischkonserven, mehreren Obst- und Gemüsesorten und vielen mehr. Eine Unverträglichkeit von Histamin liegt vor, wenn Histamin im Körper zu langsam oder nur unvollständig abgebaut werden kann. Das geschieht entweder, wenn über­mäßig viel Histamin aus Speicher­zellen freigesetzt wird oder wenn zu viel zusätz­liches Histamin mit der Nahrung aufgenommen wird. Auch eine Störung beim Histamin-Abbau im Körper kommt als Ursache infrage, etwa durch einen Mangel an dem Histamin-bindenden Enzym DAO.

Die Symptome der Histamin-Intole­ranz gleichen einer Allergie, einer Lebens­mittel­vergiftung oder einer Erkältung. Zu ihnen gehören Kopfschmerzen und Migräne, Magen-Darm-Beschwerden, verstärktes Herzklopfen, eine tropfende oder verstopfte Nase, Atembeschwerden, Hautausschlag und Juckreiz.

Bei Verdacht auf eine Histamin-Unverträglichkeit sollte man einen Allergologen und/oder einen Ernährungsberater aufsuchen. Dann muss herausgefunden werden, welche Lebensmittel in welchem Maße Probleme machen. Darüber hinaus gibt es derzeit noch keine Methoden zu einer gesicherten Diagnose.

Zur Behandlung müssen zum einen unverträg­liche Lebensmittel konsequent gemieden bzw. deren Verzehr reduziert werden. Auch Medikamente und diätetische Nahrungsergänzungsmittel stehen zur Unterstützung der Behandlung und Linderung der Symptome zur Verfügung. Z.B. kommt ein Präparat wie Daosin infrage, das das fehlende Enzym DAO im Körper ersetzt. Es wirkt jedoch nur gegen die Histamine, die durch die Nahrung aufgenommen werden und hat keinen Einfluss auf das Histamin, das im Körper gespeichert ist und freigesetzt wird. Ist dies der Fall, sind Antihistaminika die Mittel der Wahl. Nahrungsergänzende Präparate mit Zink und Kupfer sowie mit Vitamin B6 fördern den Aufbau und das Funktionieren des Histamin-abbauenden Enzyms DAO. Außerdem ist eine ausreichende Versorgung durch Vitamin C bei Histaminintoleranz notwendig.

Wichtig: Medikamente zur Behandlung einer Histamin-Intoleranz sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.