Wissenswertes zu Tavegil

Tavegil Tabletten enthalten ein Antihistaminikum und werden zur Behandlung allergischer Erkrankungen angewendet. Indikationen sind Heuschnupfen, ganzjähriger allergischer Schnupfen, chronische Nesselsucht ohne erkennbare Ursache und allergisch bedingter Juckreiz.

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Kategorie: Tavegil Darreichungsform: Tabletten

Anwendungsgebiete: Tränende Augen, Juckreiz, Allergien, Heuschnupfen, Nesselsucht, Rötungen, Hautallergien

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Kategorie: Tavegil

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Kategorie: Tavegil

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Kategorie: Tavegil

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Kategorie: Tavegil Darreichungsform: Tabletten

Anwendungsgebiete: Tränende Augen, Juckreiz, Allergien, Heuschnupfen, Rötungen, Hautallergien

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Kategorie: Tavegil

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Kategorie: Tavegil Darreichungsform: Tabletten

Anwendungsgebiete: Juckreiz, Allergien, Heuschnupfen, Rötungen, Hautallergien, Niesreiz

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Kategorie: Tavegil

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Kategorie: Tavegil

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Kategorie: Tavegil

3,91 € bis 6,99 €
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Mehr Informationen zum Thema Tavegil

Tavegil Ampullen werden in der Notfallbehandlung eines anaphylaktischen Schocks, d.h. allergisch bedingtem Kreislaufversagen und zur Vorbeugung allergischer Reaktionen bei der Gabe von Kontrastmitteln verwendet. Tavegil reduziert die Wirkung von Histamin, das für die Symptome einer Allergie verantwortlich ist. Der Wirkstoff Clemastin wird schnell über den Verdauungstrakt aufgenommen, so dass eine Linderung innerhalb von 1-2 Stunden eintritt.

Was sind die Ursachen einer Allergie?

Neben der erblichen Veranlagung (atopische Konstitution) geht man von der Hypothese aus, dass die übertriebene Hygiene in den Industriestaaten ein wichtiger Faktor für die Ausbreitung von Allergien wie auch Autoimmunerkrankungen ist. Wird das Immunsystem zunehmend arbeitslos, sucht es sich neue „Feinde“ aus, an denen es trainieren und sich fit halten kann. Bei Allergien kommt dieselbe Art von Antikörpern zum Einsatz, wie sie das Abwehrsystem normalerweise gegen Parasiten ins Feld führt. Da diese in unseren Breiten dank Hygiene und Medikamente weitgehend ausgerottet sind, müssen harmlose Substanzen von den Immunzellen zu gefährlichen Fremdkörpern deklariert und bekämpft werden. Erwiesen ist auf jeden Fall, dass Menschen, die auf dem Land oder in Entwicklungsländern groß werden, deutlich weniger mit Allergien zu kämpfen haben. Auch die Anwendung von Antibiotika und Kortison bei jeder kleinsten Beschwerde wirkt sich nicht positiv auf das Immunsystem aus. Ein weiterer Faktor ist das Stillen. Erhält ein Kind mindestens 6 Monate lang Muttermilch, sinkt sein Risiko, an einer Allergie zu erkranken, deutlich.

Was ist eine Allergie und wie entsteht sie?

Bei einer Allergie verursachen harmlose Stoffe eine überschießende Reaktion des Immunsystems. Beim Erstkontakt mit dem Allergen (Pollen o.a.), wird der Körper sensibilisiert, ohne dass es zu einer Reaktion kommt. Das Immunsystem ordnet die Substanz als Fremdkörper (Antigen) ein, der bekämpft werden muss. Es entwickelt den passenden Abwehrstoff (Antikörper). Beim nächsten Kontakt kennt er den „Feind“ schon und hat den Antikörper sofort parat. Dieser bindet das Allergen und zieht es so aus dem Verkehr. Es kann keinen Schaden mehr anrichten. Der Abwehrprozess ist abgeschlossen. Nicht so bei einer Allergie. Der gebildete Antigen-Antikörper-Komplex löst eine verstärkte Ausschüttung von Histamin und damit Entzündungssymptome aus.

Was ist Histamin?

Bei Allergien wirkt Histamin als Gewebshormon. Es dockt an H1-Histamin-Rezeptoren an Zellen verschiedener Gewebe an: An Blutgefäßen löst es eine Erweiterung und die Erhöhung der Durchlässigkeit aus. Die Gefäßerweiterung bewirkt eine verstärkte Durchblutung, d.h. Rötung der Haut und Schleimhaut. Aufgrund der verstärkten Durchlässigkeit gelangt mehr Flüssigkeit in das umliegende Gewebe und es schwillt an. Es entstehen Blasen und Quaddeln, z.B. bei einer Nesselsucht. Histamin ist auch Ursache für den Juckreiz bei allergischen Reaktionen. Durch den Einfluss von Histamin zieht sich die glatte Muskulatur zusammen und verengt sich. Folge der Verengung der Bronchialmuskulatur ist allergisches Asthma.

Wie wirkt Tavegil gegen die Symptome einer Allergie?

Tavegil enthält als Antihistaminikum den Wirkstoff Clemastin. Es wirkt als Gegenspieler von Histamin, indem es an die H1-Histamin-Rezeptoren auf den Zellen andockt, ohne sie zu aktivieren. Histamin wird so von seinen Andockstellen verdrängt und kann seine Wirkung nicht mehr ausüben. Die allergische Reaktion von Rötung, Schwellung, Tränenfluss, vermehrte Sekretion, Nies- und Juckreiz wird verhindert oder geht zurück. Clemastin als Antihistaminikum der 1. Generation kann in größerem Maße die Blut-Hirn-Schranke passieren als die Antihistaminika der 2. und 3. Generation. Das erklärt seine beruhigende Wirkung. Sie kann tagsüber zu Müdigkeit und einem herabgesetzten Reaktionsvermögen führen. Vorteil ist jedoch, dass sie zu einem guten Schlaf in der Nacht verhelfen.
Tavegil Tabletten lindern die Symptome einer Allergie. Gegen akute, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein anaphylaktikscher Schock oder die Schwellungen des Quinke-Ödems werden Tavegil-Injektionslösungen in Kombinationen mit anderen Wirkstoffen gespritzt. Tavegil Ampullen finden außerdem Anwendung, um allergischen Reaktionen durch Kontrastmittel und Komplikationen in der Anästhesie vorzubeugen.

Kontraindikationen: Wann dürfen Sie Tavegil nicht einnehmen?

Absolute Gegenanzeigen sind die Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Antihistaminika mit ähnlicher chemischer Struktur oder einem anderen Bestandteil, Porphyrie (Störung der Bildung des Blutfarbstoffs) und eine eingeschränkte Funktion von Leber oder Nieren. Von Kindern unter 6 Jahren sollte Tavegil nicht angewendet werden.

Auf welche Warnhinweise müssen Sie achten?

Besondere Vorsicht gilt bei Grünem Star, einengendem Magengeschwür, einer Verengung oder einem Verschluss im Bereich des Magenausgangs und Zwölffingerdarms, symptomatischer Prostatavergrößerung mit Restharnbildung, Blasenhalsobstruktion, Herzerkrankungen besonders Herzrhythmusstörungen, Störungen der Blutsalze und angeborenem Long-QT-Syndrom.
In der Schwangerschaft und Stillzeit darf Tavegil nur angewendet werden, wenn der Arzt es dringend für erforderlich hält.
Vorsicht im Straßenverkehr und bei der Bedienung von Maschinen: Das Reaktionsvermögen ist herabgesetzt!

Welche Nebenwirkungen können bei Tavegil auftreten?

Sehr häufig kommt es zu Müdigkeit und besonders bei Kindern auch zu Erregungszuständen des zentralen Nervensystems. Häufig treten Schläfrigkeit und eine schwerwiegende Sedierung auf. Gelegentlich sind Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Hautreaktionen, Übelkeit, Magenbeschwerden, Verstopfung und Beschwerden beim Wasserlassen möglich. In seltenen Fällen kommt es zu einer Tachykardie (Herzrasen).

Welche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind möglich?

Die Einnahme von Tavegil kann die Wirkung von Schmerzmitteln, Beruhigungs- und Schlafmitteln, Narkosemitteln, Psychopharmaka und Alkohol verstärken. Anti-Depressiva oder Parkinsonmittel vom Typ der MAO-Hemmer können die anticholinerge Wirkung von Clemastin, wie Mundtrockenheit und Pupillenerweiterung, verstärken und verlängern. Makrolid-Antibiotika und bestimmte Wirkstoffe gegen Pilzerkrankungen, z.B. Antimykotika vom Azol-Typ sollten nicht gleichzeitig mit dem Wirkstoff Clemastin angewendet werden.

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