Wissenswertes zu Ohrenpflege für Hunde und Katzen

Pflegemittel zur Ohrenreinigung lösen Verschmutzungen, beugen Reizungen und Entzündungen vor und verhindern eine unangenehme Geruchsbildung. Sie sollten regelmäßig angewendet werden, wenn die natürliche Selbstreinigung gestört ist, zu viel Ohrenschmalz produziert wird oder Ihr Vierbeiner anfällig für Ohrprobleme ist.

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Kategorie: Ohrenpflege für Hunde und Katzen

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Wenn Sie die Prozedur mit liebevoller Zuwendung und einem Leckerli als Belohnung koppeln, kann sie die Bindung zu Ihrem Liebling sogar verstärken. Ohrenreiniger sollten schon im Welpenalter eingeführt und zur Selbstverständlichkeit werden. Sie sind als Spülungen, Balsam und Pflegetücher auf dem Markt. Die meisten können für Hunde und Katzen angewendet werden. Sie enthalten natürliche Substanzen wie Algen und Teebaumöl oder Desinfektionsmittel und Alkohol. Verwenden Sie keine Wattestäbchen zur Ohrenreinigung! Die Anwendung der Ohrenreiniger ist einfach. Es sind auch Produkte mit Applikator erhältlich.

Wie findet die natürliche Selbstreinigung der Ohren bei Hund und Katze statt?

Auch Hunde und Katzen produzieren Ohrenschmalz (Cerumen). Er befeuchtet die Haut im Gehörgang, nimmt die Schmutz- und Staubpartikel und abgestorbenen Hautpartikel auf und fließt langsam nach außen ab. Ohrenschmalz enthält Abwehrstoffe, die Bakterien bekämpfen und verhindern sollen, dass Insekten in den Gehörgang eindringen. Katzen reinigen ihre Ohren gewöhnlich selbst. Aber auch sie können zu viel Cerumen produzieren, der mit einem Ohrenreiniger entfernt werden muss.

Welche Vorteile hat eine regelmäßige Ohrenreinigung bei Hunden und Katzen

Es sammelt sich keine größere Menge Ohrenschmalz an, der den Gehörgang einengt oder verschließt. Verschmutzungen werden vermieden. Der Ansammlung von Bakterien, Pilzen, Milben und anderen Parasiten wird entgegengewirkt. Hund und Katze müssen sich nicht mit juckenden Substanzen im äußeren Gehörgang quälen. Entzündungen wird vorgebeugt. Unangenehme Gerüche können sich gar nicht erst entwickeln. Manche Ohrenreiniger enthalten außerdem wohlriechende Düfte, die desodorieren.

Welche Hunde und Katzen sind besonders anfällig für Ohrprobleme?

Bei manchen Rassen und Züchtungen sind die Formen der Ohren so verändert, dass die Selbstreinigung gestört ist. Das betrifft vor allem Hunde. Anfällig sind an Allergien erkrankte Tiere. Auch bei langhaarigen Rassen mit abgeknickten und stark überhängenden Ohren ist das Risiko für Ohrbeschwerden und –erkrankungen erhöht. Sie werden weniger gut durchlüftet. Im Gehörgang, der meist zu eng ist, entwickeln sich Wärme und Feuchtigkeit – ideale Bedingungen für Keime und Pilze. Auch bei stark behaarten Ohren, z.B. beim Pudel, kann das Ohrenschmalz nicht so gut abfließen und den Gehörgang verstopfen. Auch hier wird das Ohr nicht gut durchlüftet, was Krankheitserreger und Parasiten auf den Plan ruft. Der Gehörgang kann sich schmerzhaft und gefährlich entzünden.

Woran erkennen Sie eine Ohrentzündung bei Hunden und Katzen? 

Häufiges Kratzen und ein bräunliches Sekret, das aus dem Ohr läuft oder an seinen Innenseiten haftet, oder gar Blut und Eiter im Gehörgang, sprechen sehr für eine Ohrentzündung. Das Tier ist unruhig, berührungsempfindlich und –ängstlich am Ohr und hält seinen Kopf häufig schief oder schüttelt ihn. Vielleicht reibt es Kopf oder Ohren am Teppich. Bei diesen Symptomen sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Die beste Prävention vor Entzündungen ist die regelmäßige Ohrenreinigung, die je nach Rasse ca. alle 2 Wochen stattfinden sollte. 

Welche Methoden zur Ohrenreinigung gibt es?

Die Ohren von Hunden sollten täglich nach dem Aufenthalt im Freien inspiziert werden. Das gilt vor allem für die gefährdeten Hundearten. Auch Katzenohren brauchen ständige Beobachtung. So können Infekte und Parasiten frühzeitig entdeckt und vom Tierarzt behandelt werden. Auch ein Überschuss an Ohrenschmalz wird schnell erkannt und kann sofort entfernt werden. Für leichte Verschmutzungen oder etwas Ohrenschmalz genügt ein fusselfreies Baumwolltuch, das in warmes Wasser getunkt und um den Finger gewickelt wird. Damit fahren Sie mehrfach vorsichtig über die innere Ohrmuschel. Zur Auflösung und Entfernung größerer und festerer Mengen an Ohrenschmalz und Verschmutzungen eignen sich ein spezieller Ohrenreiniger oder Ohrenreinigungstücher für Hunde bzw. Katzen.

Welche Wirkstoffe enthalten Ohrenreiniger?

Als natürliche Wirkstoffe bei der Ohrenreinigung werden fermentierter Algen-Extrakt, antimikrobielles Teebaumöl oder Arnika-Extrakt, feuchtigkeitsspendendes Glycerin, pflegendes, juckreizlinderndes und antientzündliches Panthenol sowie zellschützendes Vitamin E eingesetzt. Es sind auch Ohrenreiniger mit Alkohol und Desinfektionsmittel erhältlich.

Wie werden die Ohren von Hunden und Katzen gereinigt? 

Um für Ihren Liebling eine angenehme Temperatur des Ohrenreinigers sicherzustellen, stecken Sie ihn für 5-10 Minuten in ein Wasserbad in Körpertemperatur oder einfach in die Hosentasche. Leichter ist die Prozedur zu zweit, so dass einer den Kopf still halten und der andere den Ohreiniger einbringen kann. Aber es geht auch alleine. Um den Ohrkanal zu öffnen, fassen Sie die Ohrmuschel an der Spitze und ziehen sie senkrecht nach oben. Jetzt können Sie den Ohrenreiniger wie in einen Trichter hineinlaufen lassen, bis Sie den Flüssigkeitsspiegel sehen. Gehen Sie dabei zügig vor und klappen Sie die Ohrmuschel schnell nach unten und drücken den Gehörgang mit Daumen und Zeigefinger zu, um ein Schütteln des Tieres zu vermeiden. Massieren Sie ca. 1 Minute den Gehörgang auf und ab. Wenn Sie nicht ganz sicher sind, lassen Sie sich den Ablauf von Ihrem Tierarzt demonstrieren. Nach der Massage lassen Sie das Ohr los und Hund bzw. Katze schütteln sich den Ohrenreiniger und mit ihm den gelösten Ohrenschmalz und Schmutz heraus. Die überschüssige Menge Reiniger und Schmutz können Sie vorsichtig mit einem fusselfreien Tuch oder einem Papiertuch abwischen.

Wann dürfen Ohrenreiniger nicht angewendet werden? 

Gegenanzeigen sind eine Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen anderen Bestandteil, Schäden am Trommelfell oder der oberen Hautschicht sowie Entzündungen im Gehörgang.