Tipps gegen schwere, müde Beine und Behandlung von Wasser in den Beinen! Donnerstag, 17. August 2017

Schwere und müde Beine? Mit diesen Tipps gehören sie der Vergangenheit an | apomio Mein Gesundheits-blog © ryanking999 – Fotolia.com

Das Gefühl von schweren, müden Beinen ist insbesondere zur warmen Sommerzeit wohl bekannt. Häufig treten die Beschwerden nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag im Sitzen oder Stehen vermehrt auf. Schwere Beine wie Blei – wer ist davon betroffen und was kann man dagegen tun?

Zu dem Abschnitt: Tipps gegen schwere Beine

Zu dem Abschnitt: Wasser in den Beinen | Ursachen & Behandlung

Schwere Beine. Ein Anzeichen für eine Venenschwäche.

In Deutschland leiden etwa 22 Millionen Menschen unter einer Venenschwäche und nur wenige von ihnen wissen, dass eine bestehende Venenerkrankung für das Empfinden von schweren, müden Beiden verantwortlich sein kann. Symptome, die Hinweise auf eine Venenschwäche geben, sind zum Beispiel geschwollene Knöchel und Jucken, Kribbeln sowie stechende Schmerzen in den Beinen. Das Vorhandensein von Besenreisern und Krampfadern ist ein weiteres Anzeichen.

Liegt eine Venenschwäche vor, können die Venenklappen nicht richtig schließen, wodurch ein Rückstrom des Blutes erfolgt. Die Folge: Die Venen dehnen sich weiter aus; durch den erhöhten venösen Blutdruck können Spalten entstehen, aus denen Flüssigkeit austreten kann. Man spricht von Ödembildung, die Ansammlung von Gewebswasser infolge mangelnden Abtransportes durch das Gefäßsystem.

Sofern schwere, müde Beine auf eine Venenschwäche zurück zu führen sind, können Betroffene den Beschwerden entgegen wirken: Langes Sitzen sowie Stehen im Berufsalltag sollte vermieden werden. Wechselduschen können Beschwerden lindern und das Hochlegen der schmerzenden Beine kann ebenfalls eine Besserung erzielen. Auch ist Bewegung vorteilhaft: Die Muskeltätigkeit in Waden und Oberschenkel während einer Gymnastik übt Druck auf die Venen aus, wodurch diese zusammen gepresst werden und das Blut unbeschwert in Richtung Herz befördert werden kann. Dadurch kann das Blut nicht in den Beinen „versacken“ und zu unerwünschten Ödemen führen. Schwere Beine können ebenfalls durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen, die vom Hausarzt verschrieben werden, verhindert werden: Die Venen werden komprimiert, die Venenklappen können besser schließen und Flüssigkeit kann nicht mehr ins Gewebe austreten.

Schwere Beine nach dem Joggen

Auch nach einem Sportprogramm können Sportler das Gefühl von schweren, müden Beinen haben. Sofern dieser Zustand häufiger auftritt und krankheitsbedingte Ursachen ausgeschlossen werden können, ist womöglich die Intensität des Sports dafür verantwortlich. Denn die häufigste Ursache für schwere, müde Beine nach dem Joggen sind zu hartes Training und zu kurze Erholungsphasen. Sie deuten auf eine Ermüdung der Muskulatur hin, der Körper setzt ein Warnzeichen, dass der Regenerationsprozess noch nicht abgeschlossen und eine Leistungsfähigkeit nicht erreicht ist. Auch ein Mangel von Mineralstoffen wie Calcium, Eisen oder Magnesium können schwere, müde Beine verursachen. Besonders Sportler sollten darauf achten, dass ihr Mineralstoffspeicher aufgefüllt ist.

Neben ausreichenden Ruhepausen zwischen den Sporteinheiten hilft es auch die Beine nach dem Joggen hochzulegen oder diese immer in Richtung Herz zu massieren.

Schwere Beine in der Schwangerschaft

Auch in der Schwangerschaft können Frauen über schwere, müde Beine klagen. Zurück zu führen sei dies auf den veränderten Hormonhaushalt, wodurch die Blutgefäße dehnbarer als üblich werden. Auch führt der um etwa 20 Prozent zunehmende Blutfluss dazu, dass mehr Blut durch die Gefäße fließt. Durch die Erweiterung der Venen ist die Funktion der Venenklappen verschlechtert, es kommt zu einem Rückstau der Blutes und zur Ödembildung in den Beinen. Auch die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft führt zu einer Venenbelastung. Für Schwangere bieten sich besonders Radfahren, lange Spaziergänge sowie Schwimmen an, um Beschwerden in den Beinen vorzubeugen. Auch empfiehlt es sich, die Beine hoch zu lagern und auch nachts die Beine in einer erhöhten Position, beispielsweise durch ein Kissen, zu platzieren. Langes Stehen sowie Sitzen sollte in der Schwangerschaft ebenfalls vermieden werden. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen kann Linderung schaffen.

Schwere Beine im Sommer

Warum leidet man gerade im Sommer unter schweren, müden Beinen? Die Ursache liegt bei den erhöhten Temperaturen, die für eine Gefäßerweiterung der Venen verantwortlich sind. Die Gefäßerweiterung der Venen im Sommer hat sowohl Vor- als auch Nachteile: Durch die Erweiterung kann die Haut besser durchblutet und die Wärmehaushaltfläche erhöht werden, wodurch mehr Wärme dank diesem Wärmeregulierungsprozesse abgegeben wird. Der Nachteil ist, dass durch die Ausdehnung der Venen, die Venenklappen nicht funktionsfähig sind. Die erhöhte Außentemperatur ist darüber hinaus auch dafür verantwortlich, dass der Körper sehr viel Flüssigkeit verliert und das Blut dickflüssiger wird und der Blutstrom dadurch verlangsamt ist. Die Wärme und die Schwerkraft erschwert es, das Blut in Richtung Herz zu befördern. Gegen schwere Beine im Sommer empfiehlt es sich, ausreichend zu trinken und die pralle Mittagssonne zu vermeiden. Prinzipiell ist es ratsam sich im Schatten auszuruhen und die Beine hochzulegen.

Tipps gegen schwere Beine

Schwere, müde Beine? Dieser Zustand kann in vielen Situationen auftreten. Ob in der Schwangerschaft, nach dem Sport, im Sommer oder bei einer vorliegenden Venenschwäche. Im Folgenden werden Tipps aufgelistet, mit denen schwere Beine schnell und einfach behandelt werden können:

  • langes Sitzen und Stehen vermeiden
  • Beine nicht übereinander schlagen (der Blutfluss wird dadurch gestört)
  • Wechselduschen durchführen
  • Beine hochlegen
  • Beine massieren
  • Stützstrümpfe tragen
  • Übergewicht reduzieren/ vermeiden
  • viel Flüssigkeit trinken

So lässt sich mit Bewegung, Entspannung und Pflege vorbeugen und müden, schweren Beinen wird keine Chance mehr gegeben.

Ursachen von Wasser in den Beinen

Bei Wassereinlagerungen in den Beinen handelt es sich um eine Ansammlung von Körperflüssigkeit, die auch als Ödembildung bezeichnet wird und das Anschwellen der betroffen1en Körperregion zu Folge hat. Eine Zunahme des Beingewebes ist zu beobachten. In der Regel verursachen diese Schwellungen keine Schmerzen. Sind Wassereinlagerungen allerdings ein dauerhafter Zustand, kann dies zu Schädigungen des Körpergewebes führen.

Mehrere Ursachen sind für eine Stauung von Wasser in den Beinen verantwortlich. Zu diesen gehören unter anderem die Herzinsuffizienz, umgangssprachlich auch als Herzmuskelschwäche bezeichnet, insbesondere die Rechtsherzinsuffizienz. Ödeme können nämlich auf eine Herzerkrankung hindeuten, welche keineswegs zu verharmlosen sein sollte.
Als Folge der Rechtsherzinsuffizienz sind Wassereinlagerungen in den Beinen und vor allem im Bereich der Knöchel zu beobachten. Grund für die Ansammlung von Wasser ist folgende: Die Ödembildung kommt zustande, wenn das zum Herz zurückfließende Blut nicht mehr ausreichend weitergepumpt wird und vor dem Herzen ein „Rückstau“ entsteht. Dieser Rückstau kann in manchen Fällen sogar bis in die kleinen Gefäße im Fußbereich zurückreichen, welche sich dann prall mit Blut füllen und einen erhöhten Druck aufweisen – Gewebsflüssigkeit tritt aus.
Auch Venenerkrankungen – man spricht umgangssprachlich vom sogenannten Venenleiden – können für Wassereinlagerungen in den Beinen verantwortlich sein.
Unter anderen können auch weitere Erkrankungen ursächlich für „Wasser in den Beinen“ sein:

  • Niereninsuffizienz
  • Leberzirrhose
  • Nephrotisches Syndrom
  • Hormonstörungen: Schilddrüsenunterfunktion
  • Essstörungen
  • Thrombose

Behandlung von Wasser in den Beinen

Die Voraussetzung einer erfolgreichen Behandlung ist stets eine ausführliche Ursachendiagnostik. Die Ursache für die Wassereinlagerung in den Beinen sollte schnell ermittelt werden, da diese aus den unterschiedlichsten Gründen, welche zum Teil harmlos, aber auch ernstzunehmend sein können, entstehen können. Während der heißen Sommermonate können Wassereinlagerungen, insbesondere bei vorliegender Schwangerschaft, zum Beispiel als nicht bedrohlich betrachtet werden.
Sofern aber regelmäßig und dauerhaft eine Wassereinlagerung in den Beinen festgestellt wird und auch ein Taubheitsgefühl empfunden wird, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. In diesem Fall kann nämlich eine Störung im Abfluss der Lymphflüssigkeit vorliegen, die bei einer Nichtbehandlung das Gewebe dauerhaft schädigen kann.
Deshalb ist ein Arztbesuch unerlässlich.
Je nach Ursache der Ansammlung von Wasser in den Beinen ist das Ziel, die Erkrankung oder die Funktionsstörungen zu therapieren. Eine medizinische Symptombekämpfung kann in der Gabe von Medikamenten, die mit Diuretika erfolgt, und bedingt ist durch starker Herzmuskelschwäche, Leber- oder Nierenfunktionsstörungen, Linderung verschaffen. Zu den physikalischen Therapiemöglichkeiten sind unter anderem das Kühlen der Beine und das Tragen von Kompressionsstrümpfen zu nennen. Medikamentöse und physikalische Behandlungen können auch in Kombination zum Einsatz gebracht werden. Zusätzlich kann und sollte zu einer ärztlichen Therapie eine gesunde Lebensweise als Unterstützung dienen: auf die Ernährung und Bewegung achten sowie Risikofaktoren erkennen und vermeiden, zu denen Zell-und Gefäßgifte wie Rauchen und Alkohol zählen.

Autor: Judith Schega

Judith Schega ist als gelernte Operationstechnische und Chirurgischtechnische Assistentin in einem Krankenhaus beschäftigt. Das Schreiben hat sich immer mehr als Gegengewicht zu ihrem Vollzeitberuf im Gesundheitswesen entwickelt. Vor allem auch als Ausdruck ihres medizinischen Interesses, mit dem Wunsch, dieses auf ihre Mitmenschen zu übertragen. Frau Schega schreibt unter anderem für den Thieme Verlag und ist seit November 2014 auch als Autorin für apomio.de tätig.

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