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Vorbeugung und Behandlung von Fußpilz

Kommentar schreiben Aktualisiert am 09. Januar 2014

Sommerzeit ist Barfuß-Zeit und damit auch Fußpilz-Hochsaison. In Schwimmbädern, Saunen oder gerade in Anti-Pilz-Duschen lauern die Erreger. Betroffene merken oft erst einige Tage oder Wochen später, dass sie sich mit dem Pilz infiziert haben. Doch das muss nicht sein: Hier einige Tipps zur Vorbeugung und Behandlung des lästigen Begleiters.

Juckreiz oder Brennen zwischen den Zehen und gerötete Hautstellen sind die häufigsten Symptome von Fußpilz, auch „Tinea pedis“ genannt. Für die meisten Fußpilzerkrankungen ist ein Fadenpilz namens „Trichophyton rubrum“ verantwortlich. Er ernährt sich von der Hornsubstanz der oberen Hautschichten und dem Keratin der Nägel. Übertragen wird der Pilz durch den Kontakt mit kleinen infizierten Hautschuppen. Diese finden sich zu Hauf in öffentlichen Duschen, Umkleidekabinen, feuchten Schwimmbad- oder Saunaböden, auf Badematten oder in Hotelzimmern.

Risikogruppen und Vorbeugung bei Fußpilz

Durch kleine Risse kann der Erreger in die Haut eindringen und sich einnisten. Begünstigt wird der Vorgang durch Feuchtigkeit, Schweiß, schlechte Fußhygiene, eine schlechte Durchblutung oder geschädigte Haut. Immun gegen Fußpilz ist Niemand. Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Immunsystem und Diabetiker, deren periphere Durchblutung gestört ist, haben beispielsweise ein höheres Infektionsrisiko, da das Immunsystem dem Pilz weniger entgegen zu setzten hat.

Damit man sich gar nicht erst mit dem lästigen Juckreiz auseinandersetzten muss, helfen einfache Tricks, den Pilz fern zu halten:

  • In Sauna oder Schwimmbad immer Badeschuhe tragen, sie vermindern das Risiko einer Infektion
  • In festen Schuhen atmungsaktive Socken tragen, das verbessert das Fuß-Klima
  • Nach dem Duschen die Zehenzwischenräume gründlich abtrocknen
  • Die Durchblutung der Füße durch Bewegung fördern

Behandlung mit Creme, Gel, Spray, Puder oder Tabletten

Wird ein Fußpilz nicht behandelt, kann er sich auf den  Nagel und andere Körperstellen ausbreiten. Deshalb sollte bei den ersten Symptomen ein Arzt aufgesucht werden. Damit sich die Infektion nicht ausweitet empfiehlt es sich, ein separates Handtuch für die Fußpartie zu verwenden, Handtücher, Socken und Bettwäsche bei hohen Temperaturen zu waschen und auch zu Hause immer Schuhe zu tragen. So verhindert man nicht nur die Ausbreitung am eigenen Körper, sondern schützt auch seine Mitmenschen vor einer Infektion mit dem Pilz.

Gegen Fußpilz gibt es in der Apotheke frei erhältliche Salben, Sprays, Lösungen und Cremes. Sollte sich dadurch keine Besserung einstellen, oder handelt es sich um einen großflächigen Befall, ist der Gang zum Arzt unausweichlich.  Die Therapie eines Fußpilzes kann mehrere Wochen dauern. Auch wenn die Symptome nach wenigen medikamentösen Anwendungen verschwunden sind, muss die Therapie fortgesetzt werden, damit der Pilz auch in tieferen Hautregionen abgetötet werden kann. Die Wirkstoffe, sogenannte „Antimykotika“, können in Form von Puder, Gel, Creme oder Spray eingesetzt werden. Bei einem hartnäckigen Befall können auch Tabletten verabreicht werden. Antimykotika hemmen das Wachstum des Pilzes und töten die Pilzzellen gezielt ab.

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Lisa Vogel
Autor: Lisa Vogel

Von Juli 2014 bis März 2018 arbeitete Lisa Vogel als Werkstudentin in der Redaktion bei apomio.de und unterstützt das Team nun als freie Autorin. Sie hat ein Studium im Fach Ressortjournalismus mit dem Schwerpunkt Biowissenschaften und Medizin an der Hochschule Ansbach mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen. Hier erlangte sie sowohl journalistische als auch medizinische Kenntnisse. Derzeit vertieft sie ihre medialen Kenntnisse im Master Studium Multimediale Information und Kommunikation.

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